Forum: Politik
Medien im Fall Wulff: Maßlose Jäger
DPA

Wenn sich Journalisten wie Staatsanwälte aufführen, dürfen sie sich nicht wundern, dass sie schlecht aussehen, wenn vor Gericht nichts herauskommt. Vielen Bürgern wird der Fall Wulff als Beispiel für Macht und Machtmissbrauch von Medien in Erinnerung bleiben.

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goschimeister 27.02.2014, 17:19
40. Skandale recherchieren ist in ordnung Skandale machen nicht !

Jounalisten müssen recherchieren und Skandale aufdecken, wer macht es sonst ? DIe Politiker sicher nicht in gewünschtem Umfang - siehe Edathy fall - den hätten alle Beteiligten gerne unter den Tisch gekehrt. Aber, was nicht in Ordnung ist, wenn auf Grund einer Nachrichtenflaute Skandale von Jounalisten erfunden werden. Wulff ist so ein Fall - er hat sich nicht korrekt verhalten - das sollte Fr. Merkel stören und sonst niemanden - und zwar schon vor der Amtseinsetzung !! Schawan, Guttenberg, Wulff, Friedrich, ... etc. sind alles Fehlbesetzungen gewesen. Hier trägt meiner Meinung nach die Kanzlerin die Verantwortung. Wullf hat sich nicht als Mensch geändert als er Bundespräsident wurde - er war schon immer so - alle CDU Wähler wählen demnach eine Kanzlerin die mit einer Fehlbesetzung nach der anderen auftrumpft. Damals war auch schon Gauck im Gespräch wurde wegen Merkel nix draus. Bedanken können wir uns bei Ihr für den andauernden Mist der in der CDU von statten geht, oder bei den Wählern die Sie wählen. Also Euch.

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Hoya 27.02.2014, 17:21
41. Missachtung der Pressefreiheit

Wenn Herr Wulff bei den Chefredakteuren anruft und äußert, der "Rubikon sei überschritten", dann ist diese Missachtung der Pressefreiheit allein Grund genug gewesen für seinen Rücktritt.

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Ambrosicus 27.02.2014, 17:22
42. optional

Es geht um Machtmissbrauch - nicht um Wulffs Macht, sondern die Macht der Presse. Und es geht ums Maßfinden und -halten - wieder nicht Wulffs Maß, sondern das Maß der Presse. Da wäre Selbstkritik notwendig. Dass Journalisten sich selbst kritisch hinterfragen können, ist indes selten.

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evamariar 27.02.2014, 17:22
43. In Erinnerung....

Zitat von sysop
Wenn sich Journalisten wie Staatsanwälte aufführen, dürfen sie sich nicht wundern, dass sie schlecht aussehen, wenn vor Gericht nichts herauskommt. Vielen Bürgern wird der Fall Wulff als Beispiel für Macht und Machtmissbrauch von Medien in Erinnerung bleiben.
...bleibt mir vor allem ein unsouveräner Souverän, ein schnorrender Kleingeist, geschlagen mit einer Ehefrau, die am VerresSyndrom zu leiden scheint.
Nur weil vor dem Gesetz die Verschmelzung von Politik und Wirtschaft nicht strafbar ist, das Unterscheiden von Vorteilsnahme und reinem Freunschaftsdienst auf Grund der verbreiteten unappetitlichen Gewohnheiten schier unmöglich, wird aus Wulff noch kein Medienopfer.
Da ist jemand in einem großen Amt an seinen Kleinlichkeiten gescheitert.
Und basta.

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KönigVonLummerland 27.02.2014, 17:23
44. Foristen als willige Helfer

Zitat von Kapaun
Man sollte freilich nicht verschweigen, dass auch der Spiegel maßlos mitgeholzt hat. Es war keineswegs so, als hätte er wenigstens versucht, sich vornehm zurückzuhalten, wie hier zartestens insinuiert wird. Abgesehen davon hat Fleischhauer natürlich recht. Und es ist bedauerlich, dass gewisse Leute dieses Urteil nun nicht verspeisen müssen. Ohne Senf.
Da bin ich offensichtlich nicht allein mit meiner Einschätzung. Es wurden doch gerade hier im Stundentakt bis zum Überdruss Artikel rausgehauen, und die Foristen spielten die willigen Helfer.

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garfield 27.02.2014, 17:24
45.

Zitat von flowpower22
Wenigstens ein Journalist, der die Rolle der Medien bei dieser "Affäre" etwas kritischer sieht.
Komischerweise entdeckt gerade dieser "Journalist" immer dann plötzlich seine weiche Seite, wenn die Hatz auf Politiker im Gange ist, für die man in Bayern gern den Begriff "a Hund isser scho'" benutzt.
Deswegen musste ich ja auch so schmunzeln, als er die ausgewogene Berichterstattung bei Westerwelle und Guttenberg lobte. Wo wäre die Ausgewogenheit bloß geblieben ohne die Elogen und Verteidigungsreden eines Fleischhauers?
Bei anderen Politikern hingegen reicht ihm schon ein justiziabel völlig irrelevantes Foto mit Hummer, dass er sich darüber wochenlang ereifern könnte. Auch ein Fleischhauer mischt kräftig mit bei der Hatz, wenn es sein politischer Kompass opportun erscheinen lässt.

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Spiegelwahr 27.02.2014, 17:27
46. Putsch gegen das Staatsoberhaupt

Das war ein Putsch gegen das deutsche Staatsoberhaupt, nur werden leider nicht die wirklichen Hinterfrauen und Hintermänner bekannt und die wirklichen Gründe für den Abschuss des deutschen Staatsoberhaupts. Einen Chefredakteur einmal deutlich die Meinung sagen und Folgen androhen, kann nicht der wahre Grund sein. Wer ist schon ein Chefredakteur, selbst wenn er von Po- und Busenblatt kommt. Ein Chefredakteur handelt immer im Auftrag der Besitzer der Zeitung und ein Putsch gegen das Staatsoberhaupt anzuzetteln dürfte, selbst bei größter Verärgerung einfach über den Handlungsrahm eines Chefredakteurs gehen. Dazu dieser Hauskredit, auch das ist ein normaler Vorgang, wenn man Freunde hat. Damit fordere ich die Antworten zur Frage, Warum und Wer hat das deutsche Staatsoberhaupt weggeputsch, ein Niemand Dieckmann reicht mir nicht als Antwort.

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gitterkopp 27.02.2014, 17:31
47. Mehr geht nicht

Jörg Kachelmann beglückwünscht Wulff - las ich soeben - mehr Rehabilitierung und Ehrerbietung als in den Kachelmann-Club aufgenommen zu werden geht nicht. "An allem sind die Medien schuld."

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Revarell 27.02.2014, 17:34
48. Ich habe mittlerweile mit der deutschen Presse mehr......

Zitat von ub01
... wundert es mich doch, dass Sie hier immer von "den Medien" schreiben, obwohl auch Der Spiegel und SPON jede kleinliche Verfehlung weit augebreitet hat. Es hätte nicht geschadet, sich hier zumindest ein bisschen an die institutionelle Nase zu fassen und für die (instituts-)eigene Verfehlungen um Verzeihung zu bitten.
.....Mitleid als mit einem Politiker, der die Besonderheit seines damaligen Amtes offensichtlich nicht einschätzen konnte!

Zitat: "Präsident sein kann nur, wer wirklich zum Vorbild taugt

Christian Wulff hat keine Todsünden begangen. Aber für einen Bundespräsidenten machte er ein paar - wohl gemerkt - politische Fehler zu viel. Im Fall seines Hauskredits hat er vor dem Parlament nicht die volle Wahrheit gesagt. Um die Affäre abzuwenden, hat er am Telefon einem Chefredakteur mit "Krieg" gedroht. Und das eine oder andere Upgrade hätte er sich verkneifen müssen, um wirklich als Vorbild zu taugen. In der Summe ergab sich so das Charakterbild eines Mannes, der für das höchste Staatsamt schlicht nicht geeignet war."

Das war der eigentliche Kern dieser Angelegenheit,.....keine Journalisten und auch keine Staatsanwälte waren die Verusacher dieser unterm Strich für alle Beteiligten, unter anderem auch für mich als Bundesbürger, eklige Angelegenheit! Hätte der Mensch sich korrekt verhalten, er wäre heute noch im Amt! Ich bin froh in einem Land zu Leben, in dem die Presse sich noch einigermaßen frei bewegen, recherchieren und veröffentlichen kann! Dies betrifft aus meiner Sicht vor allem das Fokussieren auf die vermeintlichen "Eliten" unseres Landes. Ohne eine freie und sicher manchmal auch erbsenzählerisch/akribische Presse wären wir heute als freie Nation nicht da wo wir sind! Wulff ist kein Opfer, sondern schlicht und einfach ein Mensch der bedauerlicherweise in einer besonderen Rolle eine wenig tragbare, im Ansatz mehr als ehrenrührige und zeitweise geschmacklose Darstellung lieferte! Alleine die Tatsache des telefonischen Versuchs der erpresserisch/drohenden Einflussnahme auf ein Presseorgan ist das allerletzte was man von einem Politiker, respektive von einem Bundespräsidenten erwarten sollte!

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Palmstroem 27.02.2014, 17:34
49. Den Krieg begann BILD

Zitat von Hoya
Wenn Herr Wulff bei den Chefredakteuren anruft und äußert, der "Rubikon sei überschritten", dann ist diese Missachtung der Pressefreiheit allein Grund genug gewesen für seinen Rücktritt.
Sie glauben, der Anruf wäre eine Missachtung der Pressefreiheit gewesen - nö, lesen sie das Urteil des Berliner Landgerichts über den damaligen BILD-Chefredakteur:

"da Diekmann als Chefredakteur der Bild „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung Anderer sucht“ und daher „weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird“. Er müsse „davon ausgehen, dass diejenigen Maßstäbe, die er anderen gegenüber anlegt, auch für ihn selbst von Belang sind“.(wikipedia)

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