Forum: Politik
Medien und Flüchtlinge: Erziehungs-Journalismus

41 Prozent der Deutschen haben den Eindruck, dass kritische Stimmen in der Flüchtlingskrise zu kurz kommen. Nur jeder vierte glaubt, dass von den zu uns Kommenden ein realistisches Bild gezeichnet wird. Was läuft da falsch?

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wealthofnations 05.01.2016, 16:48
1. Leider nur zu wahr ...,

Herr Fleischhauer, gut, dass wenigstens Sie und einige Ihrer Kollegen bei der FAZ und dem Handelsblatt die Fahne des kritischen, d.h. des unvoreingenommen berichtenden und zweifelnd abwägenden Journalismus hochhalten.

Merci beaucoup, Monsieur !

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danido 05.01.2016, 16:48
2. Premiere

Werd ich mir wohl das erste mal im Leben die Emma kaufen, weil ja wohl Köln in der nächsten Ausgabe Titelthema sein müsste. Oder doch nicht?

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licorne 05.01.2016, 16:49
3. So ist es

eine völlige Infantilisierung des Bürgers, allerdings auch bei Spon. Das Gute ist, dass es nicht funktioniert, das Schlechte - es bewirkt das Gegenteil. Worte wie Herausforderung, spannend usw. sollen Schwierigkeiten bunt verpacken. Das ist etwa so effektiv wie ein Vokabel Lernspiel. Die Bürger wünschen sich pragmatische und ehrliche Politiker und Journalisten und keine Zuchtmeister.

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günterjoachim 05.01.2016, 16:50
4. Auch SPON ist an vorderster Front!

ARD und ZDF verbreiten schon lange nicht mehr Nachrichten sondern hauptsächlich Meinungen. Typisch dafür ist das Gerede von Schergen und Häschern wenn Soldaten mißliebiger Regime gemeint sind. Oder von Querschlägern aus München wenn Söder oder Seehofer sich abweichend von den Meinungen von Tina Hasselt, Marion von Haaren und Anja Reschke äußern.
SPON beteiligt sich auch an der Verbreitung von Meinungen, wo eigentlich nüchterne Nachrichten stehen sollten. Verglichen mit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts - ein absoluter Niedergang in den Medien.

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wvwtyr 05.01.2016, 16:53
5. Wieder einmal...

...ein Kommentar von Herrn Fleischhauer, der ins Schwarze trifft. Nur in einem Punkt möchte ich widersprechen: Auch der SPIEGEL berichtet beim Thema Flüchtlinge und Integration häufig moralinsauer belehrend bzw relativierend. Ich würde mir insgesamt eine objektivere Berichterstattung wünschen, damit gar nicht erst der Eindruck einer wie auch immer gearteten Bevormundung oder Vertuschung entsteht. Auf Basis dieser Fakten müsste dann noch die Politik endlich konsequent agieren und rechten wie linken Demagogen würde das Wasser abgegraben. Das wäre schön.

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MartinS 05.01.2016, 16:53
6. Danke

Da ich mit rechten Dumpfbacken nichts am Hut habe fällt es immer sehr schwer, das Thema Zuwanderung kritisch zu kommentieren. Leider wird man dann doch immer sofort in die rechte Ecke gestellt. Und das man sich beim öffentlich rechtlichen Fernsehen vorkommt wie ein Schulkind, kann ich nur bestätigen.
Fragt sich wirklich, ob das em Ende nicht doch nur den Populisten in die Hände spielt.

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nick_neuer 05.01.2016, 16:58
7. Unglaublich...

...werde ich auf meine alten Tage doch noch konservativ? Ein Fleischhauer-Kommentar, dem ich zustimmen kann. Hier bei uns im Ort gibt es ein großes Problem mit kriminellen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Ein Grünen-Vertreter im Ortsrat hat allen Ernstes gefordert, die weitere politische Diskussion über die Problematik unter Ausschluss von Presse und Öffentlichkeit zu führen, da man sonst eine Zunahme von Ressentiments befürchten müsste. Das war der letzte Anlass, den ich brauchte, nie wieder die Grünen zu wählen.

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EchtUngläubiger 05.01.2016, 16:59
8. Kritisch?

Herr Fleischhauer, Ihre Artikel sind fast das letzte was ich in SPON noch schätze. Aber der war jetzt echt gut: "...viele kritische Texte zur Flüchtlingspolitik" im Spiegel!
Der Spiegel war doch im letzten Jahr immer vorne weg wenn es darum ging die Flüchtlingspolitik der Regierung zu verteidigen und alle Ideen zur Begrenzung der Zawanderung niederzuschreiben. Oder habe ich da was falsch verstanden?

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rollidererste 05.01.2016, 17:02
9. Erziehungsjournalismus

Ihr Redakteur hat Recht. Die Medien, allen voran die TV und Rundfunk Anstalten, aber auch große Teile der Printmedien wollen uns seit Beginn der Flüchtlingswelle erziehen und uns sagen, wenn nicht sogar vorschreiben, was und wie wir zu denken und zu reden haben. Das nervt mittlerweile gewaltig.
Bei den ersten Landtagswahlen dieses Jahr werden wir alle zu sehen bekommen, was diese "Erziehung"
für Folgen hat.

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