Forum: Politik
Medien und Flüchtlinge: Erziehungs-Journalismus

41 Prozent der Deutschen haben den Eindruck, dass kritische Stimmen in der Flüchtlingskrise zu kurz kommen. Nur jeder vierte glaubt, dass von den zu uns Kommenden ein realistisches Bild gezeichnet wird. Was läuft da falsch?

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Miere 06.01.2016, 05:36
140. Gut zusammengefasst.

Auch was die Vorfälle in Köln angeht.
Da erlaubt auch der Spiegel wieder keine Diskussion zu den Artikeln, wo man vielleicht anmerken könnte, dass etliche Opfer angegeben haben, dass sie übel beschimpft wurden, was ja eher auf deutschsprachige Täter hinweist, die schon länger hier wohnen.
Auch über Organisation und "Kundenfreundlichkeit" der kölner Polizei darf man nicht reden, über langjährigen Personalabbau bei der Polizei in NRW - es könnte ja jemand was gegen Ausländer sagen.

Ich rechne es Herrn Gabriel hoch an, dass er sich mit Pegida-Demonstranten getroffen und sie angehört hat. Falls die Anliegen von Demonstranten unberechtigt sein sollten, kann man ihnen das sagen, nachdem man sie gehört hat. Sie von vornherein abzubügeln ist nicht wirklich demokratisch.

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skorpianne 06.01.2016, 05:44
141. Stimmt

Zitat von syracusa
Nun, es kommt wie immer auch darauf an, wer die Umfrage in wessen Auftrag durchführt. Hier eine weitere Umfrage, die eine sehr deutliche Mehrheit für Merkels Flüchtlingspolitik sieht: http://www.sueddeutsche.de/politik/umfrage-in-sieben-laendern-so-denken-die-europaeer-ueber-fluechtlinge-1.2704414
Ja, diese Umfragen. Diese sagt z.B. das Gegenteil
50 Prozent der Befragten vertraten die Ansicht, Deutschland könne die vielen Flüchtlinge nicht verkraften, 47 Prozent halten dagegen.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/angela-merkel-fluechtling-zustimmung-umfrage-thomas-de-maiziere

Da kann sich dann jeder aussuchen, was wohl richtig ist. Könnte aber auch am Zeitpunkt liegen. Die von Ihnen genannte Umfrage stammt aus Sept/Okt, die des ZDF aus dem November. Vielleicht hat die Skepsis einfach zugenommen.

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hajopie 06.01.2016, 06:52
142. Ich bin erwachsen

... der Journalismus hat keinen pädagogischen Auftrag für mich. Er soll mir recherchierte Fakten und Zahlen liefern. Mehr möchte ich nicht, die Einordnung überlassen Sie bitte mir.

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Dustinthewind 06.01.2016, 06:56
143. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass ...

... sich die etablierten Parteien in der Flüchtlingskrise als Problemlöser darstellen, während sie in Wirklichkeit Getriebene sind, die nur noch reagieren.

Syrien bedürfte eine Kraftanstrengung vergleichbar der alliierten Landung in der Normandie.

Aber seien wir doch mal ehrlich: Welcher deutsche Politiker würde seinem Stimmvieh dieses Opfer abverlangen?
Mit der deutschen Bundeswehr vielleicht? Sorry, nicht durchführbar.

Folglich lautet die Devise: Augen zu und durch. Die Doktrin von den Flüchtlingen als Bereicherung. Dass sie
das Nachwuchsproblem lösen. Blablabla. Uswusf.

Probleme werden unter dieser Kanzlerschaft ausgesessen oder mit Geld bzw. auf Pump kaschiert.

Solange die Wirtschaft läuft, wird man damit durchkommen, vorläufig.

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HH-Hamburger-HH 06.01.2016, 07:12
144. Zustimmung

Dem Beitrag ist nichts mehr hinzufügen. Herr Fleischhauer untertreibt sogar noch, denn in meinem Bekanntenkreis sind 100% davon überzeugt, dass in den Medien ausschließlich noch eine offen Regierungspolitik betrieben wird, die mit der Realität absolut nichts mehr zu tun hat.

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Whitejack 06.01.2016, 07:29
145.

Zitat von danido
Werd ich mir wohl das erste mal im Leben die Emma kaufen, weil ja wohl Köln in der nächsten Ausgabe Titelthema sein müsste. Oder doch nicht?
Das heißt, wenn es um sexuelle Belästigung von Frauen durch Deutsche geht, ist das Ihnen nicht so wichtig, aber wenn die Täter Ausländer sind, sind Sie an vorderster Front dabei?

Tatsächlich wettert Alice Schwarzer übrigens seit Jahren gegen Ausländer, insbesondere Muslime, die die Frauenrechte nicht achten. Was Sie wissen würden, wenn Sie das Thema wirklich interessieren würde und es nicht nur ein Vorwand für gelebte Fremdenfeindlichkeit wäre.

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boppard 06.01.2016, 07:42
146. vielen Dank

Ihr Kommentar trifft genau ins Schwarze: Tagesschau, heute & Co. wollen die Bevölkerung nach ihren Gusto erziehen, es zählt nur die Meinung der jeweiligen Redaktion. ich frage mich, was schlimmer ist, die aktuelle Lage der Medien in Polen oder in Deutschland?!

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jeby 06.01.2016, 07:47
147.

SPON ist um keinen Deut besser als ARD/ZDF. Ständig werden Probleme mit den Migranten verharmlost oder ganz verschwiegen. Man hört hier sehr vieles nicht.

Es werden auch immer nur "sympathische" Migranten näher porträtiert oder hervorgehoben, z.B. gut ausgebildete Akademiker oder Kinder, beides extreme Minderheiten unter den Ankommenden. Auch sind Kinder bei der Bilderauswahl extrem überrepräsentiert.

Hinzu kommt, dass ständig Kritiker der offenen Grenzen Politik direkt oder indirekt als Nazis diffamiert werden. AfD, Pegida, aufmuckende CSU Politiker, usw. sind alle ganz, ganz böse laut SPON, während völlig von der Realität entfernte Linke als Heilige gepriesen werden. Graustufen gibt es da nicht. Entweder man ist für eine unbegrenzte Einwanderung, dann ist man einer guter Mensch, oder man ist dagegen, dann ist man laut SPON der schlimmste Rassist.

Ein paar seltene "Alibiartikel" die SPON mal bringt, die ein kleines bisschen kritischer gegenüber Migranten sind, ändert daran nichts. Die machen SPON auch nicht wirklich objektiver.

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syn4ptic 06.01.2016, 07:52
148.

Zitat von agua
Mich würde interessieren,was einige der hier schreibenden Foristen unter gutem Journalismus verstehen.Bei den Kolumnen ist es Herr Fleischhauer,der Beifall erhält.Warum?Ist es nicht so,dass er diesen erhält,weil einige Leser ihre eigene Meinung lesen und sich bestätigt fühlen? Warum die Kritik an den Medien in Bezug auf die Flüchtlinge? Zur Finanzkrise gab es Artikel,wo ich oft mit dem Kopf geschüttelt habe,weil ich in einem Krisenland lebe.Die meisten Foristen haben den Artikeln,besonders gerne,wenn es um die Griechen ging,zugestimmt.Wo waren zu diesem Zeitpunkt die kritischen Menschen?
Guter Journalismus ist für mich, wie ich schon geschrieben hatte, die Lieferung von Fakten aus den möglichen Blickwinkeln - so negativ, unbequem und sozial zündelnd oder gefühlt politisch inkorrekt diese auch sein mögen. Weglassen ist keine Option. Ich will nicht lesen müssen, ich würde mit meiner Kritik und meinen offenen Fragen angeblich zu "Dunkeldeutschland" gehören. Ich möchte auch nicht lesen müssen, was ich zu denken oder zu sagen habe und was nicht. Ich brauche niemanden, der mir eine Meinung vorkaut, die ich idealerweise so wiedergeben und leben sollte. Ich möchte mir anhand der genannten Fakten ein eigenes Bild von der Situation machen.

Ich erwarte von gutem Journalismus auch kritisches Hinterfragen von Sachverhalten. Ein Punkt, der bei dem Thema Asyl- und Migrationspolitik bis auf vereinzelte Kommentare völlig abhanden gekommen ist. Etwas, das entgegen Hr. Fleischhauers Darstellung, auch SPON nicht zu Wege bringt. Zeigen Sie mir auch nur einen vernünftigen kritischen Artikel, in dem vielleicht sogar Politiker mit Fragen zu den möglichen Folgen der "Flüchtlingskrise" konfrontiert wurden.

Idealerweise wäre es so: ich bekomme alle (!) Fakten und kann mir selbst eine Meinung anhand dieser Fakten bilden.

Dem ist nur leider nicht so, also bleibt einem nur die eigene Erfahrung und Beobachtungen und das, was Freunde und Familie aus anderen Landkreisen und Bundesländern erzählen. Das wiederum differenziert stark von dem Bild, das Medien und Politik malen. Wenn die Medien selbst durch geschönte Berichterstattung dafür sorgen, dass man die Qualität anzweifelt (Stichwort Lügenpresse) und stattdessen lieber kritische Teile der Bevölkerung pauschalisiert als Rechtsextreme stigmatisiert, dann ist das definitiv kein guter Journalismus.

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troy_mcclure 06.01.2016, 07:56
149. Sehr gut

Einer der wenigen Beiträge von Herrn Fleischhauer, denen ich zustimmen kann.
ARD und ZDF sind echt furchtbar mit ihrer Meinungsmache.

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