Forum: Politik
Medien und Politik: Die Rechtspublizisten der AfD
DPA

Die AfD fabuliert von der Pinocchio-Presse, dabei sind viele ehemalige Journalisten in der Partei. Nun soll auch noch ein Medienpreis verliehen werden - benannt nach einem DDR-Chefkommentator.

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furorteutonikus 05.11.2016, 15:54
1. Probleme sind bekannt

Im Verlauf des Artikel steht dieser Auszug:

"Das Verhältnis von Teilen der AfD zu Journalisten wirkt schizophren: Man verachtet sie und braucht sie zugleich."

Tauschen Sie bitte AfD gegen etablierte Parteien, und Journalisten gegen Wähler aus.

Aktuell glaube ich allerdings dass es eine konzertierte Aktion der Medien gegen die AfD gibt, die sich darin ausdrückt, dass die Partei momental in den Medien nicht "behandelt", also totgeschwieden wird.

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gutmichl 05.11.2016, 16:01
2. Presse muss sich neu erfinden

Unabhängig von einer AFD war die Willkommenskultur-Propaganda der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Nun wurde vielen klar, dass in den Medien von einer Welt geschrieben wird, wie man sie so nicht vorfindet, wenn man nicht gerade im Parteibüro der Grünen arbeitet.
Mir ist die unnötige Parteiergreifung der Medien schleierhaft. Warum macht man sich so zur Partei bei Themen wie US-Wahlkampf, Brexit oder auch Bundespolitik ?
Wo liegt der Sinn einer Presse, die nur regierungsnahe Artikel publiziert ?
Daher: Vielleicht ist an der AFD-Kritik doch in Teilen etwas dran, was man als Anlass zur Korrektur sehen sollte.

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Watschn 05.11.2016, 16:15
3. Eine witzige Idee, ...so eine Art Goldene Presse-Himbeere....

Sie sollte aber nur in krassen Fällen u. nicht-inflationär vergeben werden...

Schön wäre eine Art Pokal mit der Plastik eines rabenschwarzem, ausgedörrten Adlers mit lichten u. ausgefilzten Federn; sich festkrallend auf uralten 70-Jahre TV-Dach-Antennengewirr...
Das Ganze fixiert auf dem Sockel eines geschnitzten Holzkopfs, mit erkennbar umgehangener Pressekamera....

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charlybird 05.11.2016, 16:34
4. Mein Gott,

was hätte sich Gerhard Löwenthal doch gefreut, hätte er das Emporkommen dieses neuen, ähem, `demokratischen ´Aufbruchs junger, ehrgeiziger, engagierter Patrioten noch erleben dürfen. Er selbst hätte sich wahrscheinlich darum gerissen, diesen Preis im Namen dieser `Alternative´ verleihen zu dürfen.
Die Jüngeren mögen bitte googeln, wer dieser so engagierte Journalist - ja, auch er war einer, und es gab sie in der Farbe auch früher schon - gewesen ist.

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Hilfskraft 05.11.2016, 16:43
5. kreativ und witzig

ich liebe alles, was kreativ ist und dazu auch noch satirisch.
Klasse AfD!
Nur so kann man es nehmen.
Nicht so wahnsinnig ernst aber doch mit einem kleinen Stich in die richtige Richtung.
Dass sich die Presse durch diese witzige Aktion mal wieder totgeprügelt fühlt und zurück keilt, habe ich nicht anders erwartet.

Nur, wer austeilen kann, sollte auch einstecken können.
Im Austeilen waren die Medien bisher Spitze.
Nun zeigt doch mal, dass ihr auch mit Humor einstecken könnt.

Wenn das ein Vorgeschmack zum AfD-Wahlkampf ist, dann freue ich mich drauf ...

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sotomajor 05.11.2016, 16:45
6. willige Presse

Die Kritik der AfD ist doch berechtigt, man liest doch die geschönten Artikel täglich. Es kommt kaum Kritik an der Bundeskanzlerin und ihrer Politik, aber die AfD muss in die Schublade. Da kommt einen die Frage nach der Unabhängigkeit der Medien automatisch. Was muss denn eigentlich noch geschehen das die Politik der "etablierten Parteien" von der Journallie geeignet kritisiert wird. Alle gemeinsam gegen die AfD und dabei führt sich nicht nur die Linke schon ad absurdum. Es ist ein täglicher Krampf der da gegen die AfD und pro Merkelpolitik geschrieben wird. Da müsste man Scheuklappen als Leser haben um das nicht zu erkennen.

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 05.11.2016, 16:49
7. lächerlich

Man kann ja viel an der deutschen Medienlandschaft kritisieren, aber wenn die AfD das macht wirkt das einfach nur schizophren. Denn die Gedankenwelt im Dunstkreis der AfD ist ein gewaltiges, selbstherrliches Lügenkonstrukt von Leuten die einem zutiefst bösartigem Welt- und Menschenbild anhängen welches zur Wurzel aller aktuellen Probleme gehört. Die AfD selbst ist dabei eigentlich genau so wenig Kern des Problems wie Teil einer Lösung, sondern viel Ausdruck des politischen Versagens des neoliberal-konservativen Establishments. Die Empörung der Etablierten über die AfD ist oftmals genau so kurzsichtig oder unglaubwürdig wie das was man so aus dem Umkreis der AfD hört und ließt. Die AfD steht wie CDU/CSU, FDP und die Grünen für ein Wirtschafts- Sozial- und Außenpolitisches weiter so, nur mit ultrakonservativem, völkischen, rassistischen und autokratischen Gedöns drum-rum. Sie nennen sich "Alternative", dabei sind Ihnen Alternativen ein Graus. Es ist so unvorstellbar unglaublich das man es ausgerechnet auch in Deutschland wieder geschafft hat, dass Menschen auf so einen Schwachsinn reinfallen. Und frustrierend ist es, für all jene die seither ECHTE Opposition gemacht haben und ECHTE Alternativen anboten.

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jeger866 05.11.2016, 16:52
8. Schließung von Moscheen - aber zügig.

Kollege Nicolaus Fest (jetzt AfD) war also gleich so "freimütig", die Schließung von Moscheen zu fordern. Wow! Ganz schön mutig offenbar. nichts für den SPON-Kolumnist eines Qualitätsmedium.
Dieser hat scheinbar eine gewaltige Wissenslücke inbezug auf die sattsam bekannten islamistisch infiltrierten Moscheen hierzulande. Die AfD will einen journalistischen Negativ-Sudel-Preis? Sein Gegenstück: "Schlag-in-die-Tasten-und-fürchte-dich-nicht." Fürchte letzterem steht der Presse-Kodex entgegen.

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biba_123 05.11.2016, 16:53
9. Man kann von der Medienschelte der Afd halten,was man will...

...mit dem Vorwurf der Vermischung von Kommentar und Information bzw. Berichterstattung,trifft sie ins Schwarze. Diese Art der journalistischen Arbeit wurde schon vor Aufkommen der Afd von klugen Köpfen,auch aus der Branche selbst,kritisiert. Ebenso die unerträglichen Versuche von Nachrichtenmenschen Stimmung zu machen. Wie bitter das daneben ging erlebte das ZDF heutejournal seinerzeit während des Georgienkonflikts. Insofern ist ein Negativpreis als oder in Kontrollfunktion der selbsternannten 4.Gewalt Medien nicht von vornherein schlecht oder verdammungswürdig!

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