Forum: Politik
Medien und Politik: Die Rechtspublizisten der AfD
DPA

Die AfD fabuliert von der Pinocchio-Presse, dabei sind viele ehemalige Journalisten in der Partei. Nun soll auch noch ein Medienpreis verliehen werden - benannt nach einem DDR-Chefkommentator.

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o.wels 05.11.2016, 18:27
50. Wer entblödet sich hier?

Zitat von cum infamia
Wie aggressiv die MS-Presse auf sie entlarvende , unliebsame Vorgänge reagiert, zeigt sich schon an der Überschrift des Beitrages. Da entblödet sich Herr Weiland nicht , die AfD gleich wieder mal als Hort der "Rechtspopulisten " zu denunzieren. Eine professionelle, qualitative Presse würde sogar solche Ankündigung der AfD mit kühler Objektivität berichten. Aus solchen Beiträgen spüre ich immer : "getroffene Hunde bellen". Ist eigentlich schade und auch erst in den Regentschaftsjahren einer Merkel so hervorgetreten.
Die AfD i s t eine rechtspopulistische Partei. Sie war bei Gründung eine liberal-konservative Partei, ist dann spätestens mit der Abspaltung des Lucke-Flügels eine klare rechtspopulistische Partei geworden.

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Turbo 05.11.2016, 18:29
51. Was ist Rechte Presse?

In einer der letzten Ausgaben des Economist wurde gewohnt sachlich über die links dominierte Medienlandschaft in Deutschland berichtet, sowie deren Folgen für die Spaltung der Gesellschaft und die Schwierigkeiten im öffentlichen Diskurs. Schlussfolgerung war, dass es für eine Demokratie normal sein muss, dass es ein ausgeglichenes Spektrum aller Couleur in der Medienlandschaft geben muss. Dass für den Spiegel die wenigen nicht Regierungskonformen Blätter dann automatisch "rechte Presse" ist, ist nicht nur inhaltlich falsch, sondern zeugt auch von einem völlig fehlgeleiteten Selbstverständnis der Neutralität, die Medien wahrnehmen sollten. Es wäre begrüßenswert, wenn hier ein Umdenken stattfinden kann. Der Demokratie zum Wohle. Aber vermutlich wird es dieser Post nicht mal durch die Forums-Zensur bringen.

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spiegelobild 05.11.2016, 18:31
52.

Zitat von fördeanwohner
Ich hätte es allerdings gut gefunden, wenn man hier auf SPON nicht wieder über die "A"fD berichtet hätte. Mir wäre es sehr lieb, verschwände diese Partei möglichst schnell wieder. Und das geschähe eben schneller, wenn man sie ignorierte.
Eigentlich sollte jeder gemerkt haben, dass sich durch die Ereignisse wie Eurokrise, EU-Krise, Flüchtlingskrise die Republik verändert hat. Wir leben in einem anderen Deutschland. Nach den massenhaften sexuellen Übergriffen nicht nur am Kölner Hauptbahnhof zu Silvester hat sich Deutschland verändert, war sogar ein Fanal für Europa.
Wer glaubt, die politische Landschaft bleibt davon unberührt, der ist naiv. Und eine Presse, die die Veränderungen ignoriert, ist eben eine Lückenpresse, unglaubwürdig und überflüssig. Gesellschaftliche Veränderungen ändern die politische Landschaft, nicht nur durch die Linkspartei und die Grünen, sondern jetzt auch durch die AfD.

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Zambi 05.11.2016, 18:33
53. Die Meinung einer Heute-Moderatorin

Vom Öffentlich Rechtlichen erwarte ich Informationen,
deren Wahrheitsgehalt belegt werden können.
Im Gegensatz dazu verkündet Frau Slomka ihre Meinung über Trump, Clinton und deren Äußerungen.
Das will ich in einer Heute Sendung nicht hören, genauso wenig wie ihr barsches Angehen
des ehemaligen Verteidigungsministers der USA Colin Powell im Interview.
Ich bin dafür, die öffentlich Rechtlichen Sender auf die Hälfte zusammenzustreichen, wenn damit Politik gemacht wird.

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spiegelobild 05.11.2016, 18:33
54.

Zitat von Fehlerfortpflanzung
Habe kuerzlich in einem Leserkommentar gelesen, dass es in deutschen Staedten zuginge wie in Kalkutta, ein andere schrieb, 'Deutschland sei ein failed State', ein dritter glaubt, 'das man in D nur noch bewaffnet auf die Strasse gehen kann'. Das sind Sichtweisen, die in der Presse so nicht vorkommen, kein Wunder, dass der besorgte Buerger seine eigene Filterblase haben will.
Doch, das kommt schon in der Presse vor, allerdings nur in der Lokalpresse. Man muss es einfach mal lesen.
Allerdings ist die Begrifflichkeit natürlich eine andere und es wird nicht so auf den Putz gehauen.

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53er 05.11.2016, 18:34
55. Ich habe absolut nicht den Eindruck

Zitat von Watschn
Eminent scheint zu sein, dass in den deutschen Redaktionsstuben weit überwiegend grün-links ausgerichtete Journalisten, Redakteure am Ruder sind. Das nach der Bevölkerung abgebildete ausgewogene, breitgefächerte Meinungsspektrum (von rechts bis links) kommt defacto nur noch in den Lokalblättern vor... Indem praktisch alle mit der gleichen Strömung mitschwimmen, hat somit ein sog. journ. "Mainstream" Einzug gehalten, der sich natürlich auch ungesund auf die Investigation, Ideenreichtum, die Unabhängikeit, die Frechheit, Eigenwilligkeit, Hartnäckigkeit, u. den gegenseitigen Ansporn, journ. Ethos usw....auswirkt.. Bestimmt kann man nicht behaupten, ...vieles sei früher besser gewesen. Aber in Bezug auf den heutigen Journalismus muss man das trotz o. erst recht ob dem Einzug der elektron. Medien bejahen. Der deutsche überregionale/bundesweite Journalismus hat als Resultat in Europa -nebst dem schwedischen- leider einen eher (system)verkrusteten, regierungstreuen Ruf....
dass die Berichterstattung einen grün-linken Drall hat, das kann man so sehen, wenn man von der rechten Seite her schaut. Ich habe eher den Eindruck einer konservativ-liberal weichgespülten Presse, die nur noch das verbreiten darf, was von Eigentümerseite augenwickernd toleriert wird. Außer Augstein gibt es beim SPON/Spiegel nur noch wenige Journalisten die ich auf der linken Seite verorten würde. Aber er hat im Spiegel immer noch einen Sonderstatus und läßt sich nicht den Mund verbieten, fragt sich nur wie lange noch.

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hapeschmidt2 05.11.2016, 18:36
56. Na ja..

Zitat von Siebengestirn
Da muss man schon lachen, wenn sich da jemand darüber mokiert, dass die afd als "Hort der Rechtspopulisten" bezeichnet wird. Da kann die schlichte Wahrheit offenbar nicht ertragen werden, die man doch vermeintlich einfordert. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich jedes Presseorgan eine eigene, bestimmte Tendenz vertritt, also immer auch etwas subjektiv sein kann, ja vielleicht sogar sein muss. Erst die Gesamtschau der Presseveröffentlichungen ergibt das in unserer Demokratie grundrechtlich geschützte Rechtsgut einer freien Presse. Dieses notwendige Zusammenspiel pauschal als Lügenpresse zu bezeichnen, ist früher nur von den Nazis so artikuliert worden. Man sieht somit auch hierin deutliche Parallelen zu den geistigen Wurzeln dieser Partei.
Nun ja, hätten Sie den Bericht gelesen, wüssten Sie, dass die AfD die Presse nicht als Lügenpresse bezeichnet hat.

Die ARD vezichtet seit einigen Wochen auf den Zusatz "Rechtspopulistisch" im Bezug auf die AfD. Man will sich einen "neutralen" Anstrich geben.

Aber schon 2014 war der Journalist der Viertschlechteste in der Liste der vertrauenswürdigen Berufe. Und da war die AfD noch nicht mal ein Jahr alt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vertrauensvolle-berufe-die-meisten-vertrauen-feuerwehrmaennern-a-954481.html

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kalle blomquist 05.11.2016, 18:36
57. Alle müssen nachdenken

Die AfD überzieht, keine Frage. In ihren Reihen sind Verwörungstheoretiker zu vermuten, die glauben, endlich eine Heimat gefunden zu haben. Aber die Medienkritik der AfD hat auch eine reale Grundlage. Es ist einfach wahr, und ich wünschte, die "Mainstream-Journalisten" wären ein wenig weniger selbstherrlich, dass viele Akteure in den Medien incl. ARD/ZDF ein Selbstbild pflegen, dass nicht mit objektiver, kritischer, distanzierter Berichterstattung vereinbar ist. Da geht es "gegen rechts" (warum eigentlich nie "gegen links"?), da wird eine Welt gemalt, die der Normalbürger so nicht wiedererkennt. Wohlgemerkt, ich sehe keine Verschwörung. Aber sehr wohl ein missionarisches Berufsverständnis und Berichterstattung, die sich mit vermeintlich (oder tatsächlich) guten Anliegen gemein macht. Die AfD ist unter anderem auch Ausdruck des Unbehagens gegen eine von vielen Menschen als DDR-ähnliche Propaganda empfundene Einseitigkeit der Medien.

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egoneiermann 05.11.2016, 18:37
58.

Zitat von gutmichl
Unabhängig von einer AFD war die Willkommenskultur-Propaganda der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Nun wurde vielen klar, dass in den Medien von einer Welt geschrieben wird, wie man sie so nicht vorfindet, wenn man nicht gerade im Parteibüro der Grünen arbeitet.
Meinen Sie wirklich, die Szenen in München und anderen Städten wären gefaked gewesen. Ihr Problem ist doch eher, dass Sie und die AfD einfach nicht wahrhaben wollen, dass die deutsche Gesellschaft mehrheitlich die Flüchtlinge willkommen geheißen hat. UNd dann kommt man eben auf die Idee die Schuldigen zu suchen und das war hier eben die Presse, die anders - eben wahrheitsgemäß - berichtet hat. Im gGrunde kann die AfD doch glücklich sein, dass die Presse sich auf sie gestürzt und über Pegida etc. ununterbrichen berichtet hat. Wenn ich an die 80er Jahre denke und die Anfänge der Grünen, dann kamen die so gut wie nicht in den Medien vor. Beispielsweise war die Großdemo mit über 200 000 Menschen in Bonn 1981 der Tagessschau eine Kurzmeldung vor der Wetterkarte wert, während über die Pegida wöchentlich fast live berichtet wurde. Aber klar, Presse ist trotzdem böse.

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tallinn1960 05.11.2016, 18:39
59.

Zitat von furorteutonikus
Aktuell glaube ich allerdings dass es eine konzertierte Aktion der Medien gegen die AfD gibt, die sich darin ausdrückt, dass die Partei momental in den Medien nicht "behandelt", also totgeschwieden wird.
Ah, ja, deshalb können Sie ja hier auch zu einem Artikel mit einem AfD-Thema kommentieren.

Ich habe es allerdings noch nie erlebt, dass jemand, der die Presse beschimpft, von ihr wohlwollend dargestellt wird. Kein Politiker, Kein Fussballtrainer oder -spieler, kein Schauspieler... Wenn's gegen die Presse geht, solidarisiert sich da wohl ganz von selbst eine "Front".

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