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Medienbericht: Spahn plant Prämie für Behandlung durch Hausarzt
DPA

Erst Hausarzt, dann Facharzt: Wer strikt diese Reihenfolge einhält, soll eine Prämie kassieren. So will Gesundheitsminister Spahn laut einem Medienbericht die Stellung von Hausärzten im Gesundheitssystem stärken.

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HuFu 23.02.2019, 12:20
1. ... und die nächste Worthülse....

eines Ministers, der offenbar nicht weiss, wie es in der freien Welt ausschaut.
Ich komme zum Facharzt, wenn ich eine Überweisung durch meinen Hausarzt erhalten habe - im Normalfall nicht vorher und nicht andersherum. Die Folgetermine meines Facharztes stimme ich selbstverständlich IMMER mit dem Facharzt ab, niemals mit dem Hausarzt wieder als Erstes (wenn nicht ein anderer Grund dafür sprechen würde). Heisst, die Reihenfolge ist eigentlich usus oder was meint der Herr Spahn hier nun wieder?
Ich verstehe nicht, was sein Problem ist, denn ein Facharzt verweist mich im Normalfall eh direkt wieder an den Hausarzt zurück wenn ich keine Überweisung habe. SO war es doch gewollt und SO wird es im Normalfall doch auch praktiziert!?

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WoRiDD 23.02.2019, 12:29
2. Schön und gut

Ist ja nicht neu. Aber nicht generell sinnvoll, um die Kosten niedrig zu halten. Es gibt Fachärzte, die regelmäßig pro Quartal wegen der erforderlichen Kontrolle besucht werden müssen (z.B.) Diabetologen). Dann gibt es Fachärzte in Kliniken, die brauchen von einem anderen Facharzt und dieser wieder vom Hausarzt eine Überweisung. Ebenfalls zur regelmäßigen Kontrolle. Das sind unnütze Kosten für die Krankenkassen.

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gryps 23.02.2019, 12:31
3. Wenig einleuchtend,

dass es effizient sein soll, beispielsweise vor jedem Besuch beim Augenarzt oder Gynäkologen erst zusätzlich den Hausarzt aufzusuchen. Für den Patienten heißt das zusätzliche Arzttermine organisieren, für die man sich ggf. frei nehmen muss.

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1848 23.02.2019, 12:32
4. Next one !

Und nächste Woche :

Jeder Senior der freiwillig ins Sterbezimmer zieht, bekommt vorher noch einen Präsentkorb von Jens !!!!

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blinder_seher 23.02.2019, 12:35
5. Und welchen Vorteil soll es wem bringen, wenn ich mit einer ...

... Blasenentzündung zuerst einen Termin beim Hausarzt hole, dann trotz Termin 2,5h im Wartezimmer neben rotzenden und hustenden Patienten sitzen muss, um dann sofort eine Überweisung zum Urologe zu bekommen?

Bei unklaren Symptomen finde ich dieses Konzept ja gut, aber bei klaren Symptomen, wo der Hausarzt nur eine Überweisung schreiben kann, finde ich das eher gefährlich und Energie-, sowie Zeitverschwendung.

Gut, das mit der Prämie ist dann wiederrum nicht schlecht, weil es jedem frei gestellt wird, so vorzugehen. Ist dann eben Abwägungssache: Prämie kassieren und Zeit und Nerven investieren. Oder keine Prämie, dafür Zeit und Energie sparen.

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Mondlady 23.02.2019, 12:39
6. Das hatten wir doch schon mal!

Das gleiche Thema hat Frau Ulla Schmidt schon mal aufs Tapet gebracht! M.E. ist eine solche strikte Regelung nur mit mehr Kosten verbunden. Beispiel: Ich habe Schmerzen und weiß, dass es im Fuß ist, also ein Orthopäde der richtige Ansprechpartner. Dann soll ich lt. H. Spahn also zunächst zum Hausarzt gehen, der untersucht mich und rät mir, mich an den Orthopäden zu wenden, was ich dann tue. Ergebnis: Kosten beim Hausarzt und Kosten beim Orthopäden. Und dann bekomme ich für diese Doppelkosten auch noch eine Prämie vom Gesundheitsminister? Wahnsinnig intelligent!

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rainerwäscher 23.02.2019, 12:41
7.

Nach einer Operation vor 2 Jahren werde ich regelmäßig vom Facharzt untersucht. Soll ich nun vorher immer noch zum Hausarzt gehen, verdoppelt das die Zahl meiner Arztbesuche.

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Willi Wacker 23.02.2019, 12:41
8. Was soll denn der Unfug?

Ich habe genug Fachwissen, um gleich entscheiden zu können, ob ich zu einem Hautarzt, Internisten oder Orthopäden gehen muss. Da würde ich nur die Pipeline beim Hausarzt noch mehr belasten. Wozu??

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dasfred 23.02.2019, 12:45
9. Warum einfach, wenns auch umständlich geht

Ich kam jahrelang ohne Hausarzt aus. Die einzige Erkrankung wurde während der Zeit direkt vom Facharzt behandelt. Allerdings ist das Hausarzt Modell auch schon längst ein alter Hut. Weiß man als privat Versicherter wohl nicht. Wichtig ist wohl nur, das Spahn drei mal pro Woche seine Schlagzeilen bekommt, damit sich sein Leiden bessert.

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