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Medienbericht: Spahn plant Prämie für Behandlung durch Hausarzt
DPA

Erst Hausarzt, dann Facharzt: Wer strikt diese Reihenfolge einhält, soll eine Prämie kassieren. So will Gesundheitsminister Spahn laut einem Medienbericht die Stellung von Hausärzten im Gesundheitssystem stärken.

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haarer.15 23.02.2019, 18:15
100.

Zitat von Mondlady
Das gleiche Thema hat Frau Ulla Schmidt schon mal aufs Tapet gebracht! M.E. ist eine solche strikte Regelung nur mit mehr Kosten verbunden. Beispiel: Ich habe Schmerzen und weiß, dass es im Fuß ist, also ein Orthopäde der richtige Ansprechpartner. Dann soll ich lt. H. Spahn also zunächst zum Hausarzt gehen, der untersucht mich und rät mir, mich an den Orthopäden zu wenden, was ich dann tue. Ergebnis: Kosten beim Hausarzt und Kosten beim Orthopäden. Und dann bekomme ich für diese Doppelkosten auch noch eine Prämie vom Gesundheitsminister? Wahnsinnig intelligent!
Ja. Sehr intelligent ... Das ist tatsächlich alter Wein in neuen Schläuchen.

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susie.soho 23.02.2019, 18:20
101. Gleich zum Facharzt....

bedeutet weit weniger Aufwand für das System! Der Patient weiß in aller Regel selbst, wo es weh tut und ob er zum Hausarzt oder zum Facharzt gehen muss! Nur bei unklarer Symptomatik und bei den üblichen Beschwerden gehe ich erst einal zur Hausärztin. Meine Fachärzte senden übrigens jeweils einen Arztbericht an meine Hausärztin. So ist die Hausärztin immer über alle Behandlungen informiert!

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hosenmatz15 23.02.2019, 18:34
102. Gut und schlecht

An sich eine gute Idee um eine bessere Kontrolle zu bekommen. Wenn ich jedoch als Fachperson sehe wie Hausärzte mit mangelnder Fachkenntnis und massloser Selbstüberschätzung Krankheiten behandeln welche über den Standard hinausgehen wird mir Angst und Bange...

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heinrich.busch 23.02.2019, 19:13
103. Die Idee ist ja o.k.

Nur wozu Prämie? Es gab mal eine Zeit, so bis Ende der 90iger, da hatte man von seiner GKV ein Scheckheftchen und musste, abzüglich Kinder - und Frauenarzt, zum HA. Fertig! War gut, war pragmatisch und dann kam die Politik und wollte Geschenke verteilen.
Solange Politik und die halbstaatlichen Organisationen (KVen,GKV)gemeinsame Sache machen, fen Rinzahlrrn das Blaue vom Himmel versprechen, aber am Ende mit allerlei Taschenspielertricks das gezahlte oder vereinbarte Geld nicht bezahlen wird das jeden Tag ein wenig schlimmer für die Patienten.Inzwischen ist das bei den Meisten auch angekommen. Die Ärzte werden regelhaft mit Regressen malträtiert, die Krankenhäuser bekommen ihre Leistungen entweder nicht oder nur anteilig bezahlt und der GM glaubt ernsthaft mir Aktionismus wird es besser. Aus der Praxis für hochbezahlte Penpusher ,- das ist zum Lachen wenn es nicht so traurig wäre.

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HuFu 23.02.2019, 19:29
104.

Zitat von WoRiDD
Ist ja nicht neu. Aber nicht generell sinnvoll, um die Kosten niedrig zu halten. Es gibt Fachärzte, die regelmäßig pro Quartal wegen der erforderlichen Kontrolle besucht werden müssen (z.B.) Diabetologen). Dann gibt es Fachärzte in Kliniken, die brauchen von einem anderen Facharzt und dieser wieder vom Hausarzt eine Überweisung. Ebenfalls zur regelmäßigen Kontrolle. Das sind unnütze Kosten für die Krankenkassen.
Exakt so isses.
Der Facharzt wiederrum überschreibt mich an andere Fachärzte - wenn dieses auf Grund der Diagnose wichtig ist (vom Diabetologen zum Angiologen oder zum Augenarzt z.B.). Wenn ich das nun wiederrum alles erstmal über den Hausarzt einsteuern müsste, dann würde ich nicht mehr zum Arbeiten kommen.... die Facharzttermine kann und darf ich ja während der Arbeit nehmen, alle anderen Termine soll man ja eben nicht so legen, dass sie in die Arbeitszeit fallen. Nur doof, ich habe Schichtdienst und kann nicht permanent alle Naselang meine Schichten wechseln, nur weil Herr Spahn mal wieder neuen Unsinn sich ausgedacht hat. Der Mann ist wirklich eine Schande für das Ministerium. Um dann wiederrum zu jammern, dass der Allgemeinarzt keine Termine mehr zeitnah vergeben kann... eine wirre Welt....

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Makrönchen 23.02.2019, 19:31
105. Sinnvoll?

Ich bin nach einem Unfall in die Unfallchirurgie eingeliefert worden und bekam dort auch Folgetermine zur Kontrolle. Soweit alles gut. Dann fing das neue Quartal an und ich hatte wieder einen Folgetermin. Nur diesmal wollten die eine Überweisung vom Hausarzt.
Obwohl der mit der Unfallverletzung gar nichts zu tun hat, davon noch nicht einmal wusste.

Wozu ist das gut? War ein zusätzlicher Weg für mich und hat mich zusätzlich Zeit gekostet. Und Aufwand bei meinem Hausarzt erzeugt.

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HuFu 23.02.2019, 19:34
106.

Zitat von noch_ein_forenposter
für fast alle Fachärzte schon lange keine Überweisung mehr, auch als Kassenpatient. Die dürfen Sie auch nicht abweisen. Ausnahmen sind z.B. Röntgenologen, und das ist ja auch sinnvoll. Wen ich ein spezifisches Problem habe, gehe ich gleich zum Facharzt. Alles andere ist Zeitverschwendung und führt evtl. dazu, dass ich mich im Wartezimmer meines Hausarztes anstecke. Evtl. bekommt man aber über den Hausarzt einen schnelleren Termin.
Kenn ich genau andersherum!
Der Diabetologe wollte eine Überweisung vom Hausarzt. Der Angiologe wollte eine vom Diabetologen(bzw. generell eine) bzw. bekam die von diesem. Mein Augenarzt nimmt mich auf Grund dessen als Facharzt auch nur an, weil ich hier nicht wegen allegmeinen Augenleiden hingehe sondern auf Grund diabetologischer Änderungen. etc.pp. Alle möglichen Folgeschäden werden generell per Überweisung geprüft, nicht "Just for fun".

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Elwettitsch89 23.02.2019, 19:44
107. Bin ich froh

In der PKV zu sein.
Vertraglich vereinbarte und damit unkürzbare Leistungen, direkt zum Facharzt, Termin sofort bekommen wenn was weh tut und nicht 8 Wochen später.
Und das alles auch noch für weniger Geld :)

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Elwettitsch89 23.02.2019, 19:53
108. Bin ich froh

In der PKV zu sein.
Vertraglich vereinbarte und damit unkürzbare Leistungen, direkt zum Facharzt, Termin sofort bekommen wenn was weh tut und nicht 8 Wochen später.
Und das alles auch noch für weniger Geld :)

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zippo2012 24.02.2019, 00:03
109. na toll!

Und wieder ein neues Gesetz von einem Minister der nicht wirklich weiß was er tut.
Wenn ich in meiner Hausarzt-Praxis-Gemeinschaft zum nächsten Hausarzt geschoben werde falle ich durch die Ein-Jahres-Regelung. Wenn ich nach 40 Jahren Rückenschmerzen meine einen kompetenten Spezialisten selbst auswählen zu können werde ich zum Querulanten abgestempelt.
Viele Patienten haben über Jahre hin Erfahrungen bezüglich Kliniken, Ärzten, Therapien gesammelt und sollen sich jetzt bevormunden lassen?!

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