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Medienbericht: Spahn plant Prämie für Behandlung durch Hausarzt
DPA

Erst Hausarzt, dann Facharzt: Wer strikt diese Reihenfolge einhält, soll eine Prämie kassieren. So will Gesundheitsminister Spahn laut einem Medienbericht die Stellung von Hausärzten im Gesundheitssystem stärken.

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besorgte 23.02.2019, 12:59
20. Hausarzt versus Facharzt

Ich halte das bei manchen Krankheiten und/oder Fachärzten für idiotisch.
Ich stelle mir vor, ich muss zum Augenarzt,Zahnarzt oder Gynäkologen

Dann gehe ich zum Hausarzt blockiere das Sprechstunde nur damit ich dem Hausarzt sagen kann, das ich da hin will, deswegen wurde vor Jahren die Überweisungspflicht abgeschafft.
Ansonsten gehen chronisch kranke Patienten, regelmäßig zum Pneumologen, Kardiologen etc, schon wegen der Medikamente, vorher zum Hausarzt wäre genauso idiotisch wie Fall 1
Dann hat man sich, zum Beispiel, den Fuss umgeknickt, also eindeutig orthopädisch, warum sollte man da erst seine Zeit und die Zeit des Hausarutes vergeuden?

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spaceagency 23.02.2019, 13:02
21. Gibts schon lange

in Italien und der Schweiz. Nichts neues aus Deutschland

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scooby11568 23.02.2019, 13:06
22. Eigentlich keine schlechte Idee...

Aber wer jedes Quartal zum Facharzt muss, den nervt so etwas natürlich.

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wizzard74 23.02.2019, 13:10
23. Und 2020...

kommt dann wieder einer unter seinem Stein hervorgekrochen und beschwert sich, dass die wehleidigen Deutschen 18 Mal im Jahr zum Arzt gingen.
Ich habe nur für das Besorgen regelmäßiger Medikation 8 Arztbesuche/Jahr am Bein, und bei jedem davon interagiere ich ausschließlich mit dem Personal am Empfang. Das könnte man auch mit einem Rezept pro Jahr abhandeln, aber man treibt ja lieber die Zahl der Arztbesuche künstlich in die Höhe.

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cvdheyden 23.02.2019, 13:15
24. Typisch Politiker

Das ist mal wieder typisch Politiker: Statt an der Lösung des Problems zu arbeiten, wird ein Zwang kreiert, der die Leute zu etwas zwingen soll und die Hauseigene Politik durchzusetzen. Überflüssiger kann man sich nicht benehmen.

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cedebe 23.02.2019, 13:16
25. an alle niemals umgezogenen:

Das Überweisungsmodell wird überall anders, oft gar nicht gelebt. darum auch das bunte Potpourri an Meinungen hier.
Ich bin nach drei verschiedenen Lebens-Regionen so voll mit verschiedensten Regelungen, dass ich bei auftretenden Beschwerden einfach kurz beim Hausarzt anrufe, ob ich vorbeikommen oder direkt zum Facharzt soll und frage dann vorab bei der Terminvereinbarung beim Facharzt, ob er einen Überweiser will. oft genug schreibt der Hausarzt die Überweisung ohne Gespräch einfach am Tresen (Gyn., Hautarzt, etc) und in Berlin habe ich die Erfahrung gemacht, dass außer fürs MRT wirklich kein Spezialist einen Überweiser fordert. In Sachsen war das ganz anders, da musste ich hin und wieder die Überweisung erneuern lassen, weil das Quartal abgelaufen ist etc.

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dawuidesiach 23.02.2019, 13:20
26. Das Jensibubi

ist der Realität so fern wie seinen Neuronen

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charly05061945 23.02.2019, 13:20
27. Altbewährtes System

Dieses Prinzip ist altbewährt und war früher gang und gäbe - man ging zum Hausarzt und wurde von diesem bei Bedarf an den für die Beschwerden entsprechenden Facharzt überwiesen. Warum wurde das eigentlich geändert? Eine Facharztschwemme mit dementsprechend explodierenden Gesundheitskosten gab es damals (ich weiss- ein schreckliches Wort - so retro) noch nicht. Heutzutage trifft ein Großteil der mehr oder weniger Kranken seine Diagnose selbst (dem Internet sei Dank) und wählt seinen persönlichen Facharzt oder geht noch besser mit Katerkopfschmerzen gleich in die Notaufnahme.

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noch_ein_forenposter 23.02.2019, 13:20
28.

Zitat von wizzard74
kommt dann wieder einer unter seinem Stein hervorgekrochen und beschwert sich, dass die wehleidigen Deutschen 18 Mal im Jahr zum Arzt gingen. Ich habe nur für das Besorgen regelmäßiger Medikation 8 Arztbesuche/Jahr am Bein, und bei jedem davon interagiere ich ausschließlich mit dem Personal am Empfang. Das könnte man auch mit einem Rezept pro Jahr abhandeln, aber man treibt ja lieber die Zahl der Arztbesuche künstlich in die Höhe.
Richtig. Früher konnte ich übrigens im neuen Quartal bei meinem Arzt anrufen und das Rezept bestellen, das ich brauche. Mittlerweile muss ich jetzt persönlich hingehen, meine Karte einlesen lassen und darf dann zum Abholen des Rezeptes nochmal kommen. Schwachsinn pur! Wo liegt denn da der Sinn? Ohne Karte bekäme ich das Rezept ja ohnehin nicht.

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hyhnerkagge 23.02.2019, 13:22
29. Wieder ein Erguß des Herrn Ministers

Wir nähern uns langsam US-Verhältnissen an, was die "Qualität" unserer Politiker betrifft.
Was soll diese Regelung bringen?
Beispiel: ich hatte vor einigen Monaten ein Flimmerskotom (harmlos, aber anfangs weiß man das halt nicht) und richtig Panik, daß mit meinen Augen was nicht stimmt. Beim Augenarzt angerufen und konnte sofort vorbeikommen und das abklären lassen. Nach Hr Spahn soll ich also in Zukunft einen Termin beim Hausarzt vereinbaren (in ca 2 Wochen), um mir dann sagen zu lassen "Tut mir leid, zu Ihren Augen kann ich leider nix sagen, gehn Sie doch zum Augenarzt".
Aaaaaaaaaaaaaaaaarghh

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