Forum: Politik
Medienberichte: Iranische Kriegsschiffe sollen britischen Tanker bedrängt haben
JOEL ROUSE/ BRITISH MINISTRY OF DEFENCE / DPA

In der Straße von Hormus sollen iranische Militärschiffe laut US-Berichten versucht haben, einen britischen Öltanker zum Stoppen zu bringen. Erst als eine ebenfalls britische Fregatte mit Beschuss drohte, hätten sie abgelassen.

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juba39 11.07.2019, 09:56
90. Nicht mal bis 3 zählen können

Die britische Marine meldet 3 (in Worten: drei) iranische Schiffe, die nach einer Warnung abdrehten. Kein Wort vom Versuch einer Kaperung. Die sollten es eigentlich wissen, da sie vor Ort waren. Aus drei werden dann bei CNN gleich 5 iranische Boote, die sogar noch gefilmt wurden. Anstatt uns also sofort dieses Video zu zeigen, werden wir in ein paar Tagen eine "redigierte" Fassung bekommen. Wundert sich da noch jemand, wenn CNN seine Glaubwürdigkeit verloren hat? Und was Wunder, wenn sich ausgerechnet die Medien, die mit solchen Meldungen, die sich viel später als Fake herausstellen, glänzen, sich gegenseitig mit Pulitzer behängen. Diese Zeitungen schaffen es noch, aus diesem Preis einen Karnvalsorden zu machen. ICH habe noch ganz andere Erinnerungen an wahre Pulitzerpreisträger

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LondoMollari 11.07.2019, 09:56
91. Danke für den Hinweis

Zitat von chasseur
Der Turm hat 115 mm = 11,5 cm, die 2 Schnellfeuerkanonen je 30mm. Frage : welches Kaliber haben die Schnellfeuerkanonen in cm ?
War mir beim lesen dann auch schon aufgefallen.
Es handelte sich allerdings um einen zu sachten Anschlag bei der ersten "1" in 11,5 cm, nicht um eine Rechenschwäche bei Kommaverscheibung. ;-) Mangelde Sorgfalt wars trotzdem.

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bayerns_bester 11.07.2019, 09:57
92.

Zitat von marathon9000
Ich möchte überhaupt keine Stimmung gegen irgendwen machen. Berichte in Zweifel zu ziehen, sehe ich jedoch als legitim an. Insbesondere man viele Darstellungen vom Hörensagen bzw. aus Drittquellen zitiert sieht. Und nein, ich trage keinen Aluhut. Ich war auch nicht live vor Ort, wie wahrscheinlich alle Foristen hier. Dennoch darf hier jeder seine Sicht zum besten geben.
Das ist absolut legitim. Aber weil eben keiner von uns live vor Ort war ist es mehr als störend, wenn hier zahlreiche Foristen unterstellen und als Fakt darstellen, dass das ganze nur ein von den USA und GB inszeniertes Theater sei, um einen Grund für einen Angriffskrieg zu schaffen. Ja, so etwas ist denkbar. Beweise dafür, dass es bei diesem Vorfall so ist, haben die Foristen aber nicht vorgetragen. Der immer wiederkehrende Hinweis auf Irak (angebliche Chemiewaffen) kann insbesondere nicht als Beweis gelten. Bei allem Schmutz, den die USA an ihren Händen haben darf man schlichtweg nicht übersehen, dass das Mullah-Regime ganz sicher kein unschuldiges Opfer ist.

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Korken 11.07.2019, 09:58
93.

Zitat von lars872
Schon lustig die Leute hier.... der Iran droht seit Tagen ganz laut einen britischen Tanker als Vergeltung für Gibraltar zu entführen und jetzt kommen die Vögel hier und sagen „ ja die USA sind Schuld, alles Provokation die suchen nen Kriegsgrund“! Leute, holt euch eure Infos nicht von Fox News aber auch nicht von Rote Fahne oder Press TV!
Ja, da war es doch ganz passend, einen militärisch eskortierten Tanker mit Drohnenbegleitung mit kleinen Abdrängbooten zu kapern. Das hat der Iran sehr schlau gemacht, hat die großen Begleitboote anscheinend dummerweise übersehen. Aber so konnte man schöne, hilfreiche Bilder an die Welt liefern.

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Emderfriese 11.07.2019, 09:59
94. Bürger

Zitat von c700
Selbst wenn es so ist, andere Menschen empfinden das anders, rechtfertigt das noch lange kein US Bashing und alles in Zweifel zu ziehen, was Briten und den USA widerfahren.
Mit diesem kurzen Statement ziehen Sie eigentlich alle Berichterstattung der deutschen (und vieler ausländischer) Medien in Zweifel. Dass heißt, Sie und Ihre Mitstreiter behaupten im Grunde, die Kritiken auch von SPON an Trump und dessen Politik sei "Fake-News" und nicht glaubhaft. Das zu tun ist Ihr gutes Recht - es geht jedoch völlig an der Wirklichkeit vorbei. Denn was Briten und US-Amerikanern "widerfährt" liegt nicht in der Schuld auswärtiger Beobachter, Kommentatoren oder gar Politiker, sondern im Wahlverhalten der Bürger dieser Länder.

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blueshift774 11.07.2019, 10:08
95. Nicht täuschen lassen...

Vor einer Woche hat UK in Gibraltar einen Supertanker aufgebracht, der iranisches Öl für Syrien geladen hatte. Das war ein klarer Akt der Piraterie, ausgeführt auf Anweisung der US-Neocons. Der jetzt betroffene, britische Tanker fuhr "scharf" in die iranischen Hohheitsgewässer ein, wie Luftaufnahmen beweisen, um diesen Schutzeingriff der iranischen Seestreitkäfte zu provozieren. So konnte man dann mit dem Einsatz der Fregatte Montrose genau den Eindruck produzieren, den dieser Artikel bei vielen uninformierten Lesern vielleicht hinterlässt...
"Halb-Clown Boris" und seine "Hosenkönigin" sind Teil in einem Machtkampf zwischen Neocons mit ihren "israelischen Masters" und Trump.

Während Trump und Putin im G20 Wege suchen, einen militärischen Konflikt zu verhindern, stören israel-getriebene Kräfte in der US-Regierung gemeinsam mit Neocons in den USA und UK diesen Vorgang und versuchen einen Krieg gegen den Iran auszulösen. Die Kriegstreiber in diesem Konflikt sind klar erkennbar: Die Neocons hinter Bolton, die "City of London" hinter Boris, die israelischen "Puppet-Masters" in Washington und Nethanyau in Israel. Putin und Trump dagegen versuchen, diesen Konflikt zu de-eskalieren. Solche Eskapaden dienen nur dazu, die sich verbessernden Beziehungen zwischen Trump und Putin zu stören und weitere Gespräche zu blockieren.
Bleibt wachsam!

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hedele 11.07.2019, 10:11
96. Durchsichtig

Jetzt werden Flugzeugträger in die Straße von Hormus geschickt, um die internationalen Tanker vor angeblichen iranischen Seeminen zu schützen, die in Wirklichkeit, so der Kapitän, amerikanische Raketen waren. Dann bringt man dort iranische Tanker auf, die gegen die "gerechten" Sanktionen der USA verstoßen und schnürt damit dem Iran völlig den Atem ab. Wenn die Iraner dann einen Flugzeugträger attackieren, um endlich wieder ihr Öl aus dem heimatlichen Persischen Golf zu bekommen, klatschen die Amerikaner vor Freude in die Hände und beginnen sofort wir im Irak mit den Flächenbombardements, mit denen sie den Iran unter hunderttausendfachem Verlust an Menschenleben ins Mittelalter zurückbomben. Die Millionen Flüchtlinge laden die Amis dann freundlicherweise bei uns Europäern ab. Ich wäre dafür, die Beziehungen zu den USA jetzt auf Eis zu legen. Wer solche Freunde hat, braucht wahrlich keine Feinde mehr.

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WolfThieme 11.07.2019, 10:13
97.

Zitat von EinWeiterer
Gibt es eine von der US-Administration unabhängige Quelle, die den Vorfall bestätigen kann?
Ja. Meldung noch mal lesen.

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christian.kalvelage 11.07.2019, 10:15
98. Unterschied "das Gleiche - dasselbe"

"Entgegen internationalem Recht versuchten drei iranische Schiffe, die Durchfahrt eines Handelsschiffes, der 'British Heritage', in der Straße von Hormus zu behindern"

Gleiches hätte man auch zu der britischen Aktion mit dem Iranischen Tanker schreiben können.

Was lernt man daraus: wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe.

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scharfekante 11.07.2019, 10:18
99.

Nach der UN-Seerechtskonvention duerfen auch Kriegsschiffe die Strasse von Hormuz ohne Weiteres durchqueren, allerdings nur zuegig und friedlich. Das britische Kriegsschiff war jedoch weder "zuegig" noch "friedlich"; Kontrollrechte stehen alleine den Anrainerstaaten zu. Darauf kommt es aber gar nicht an, denn der Iran ist (ebensowenig wie die USA) Partei der UN-Seerechtskonvention. Dies bedeutet, dass Kriegsschiffe, die die Strasse von Hormuz durchqueren wollen, der Genehmigung der Anrainerstaaten beduerfen. Die USA und moeglicherweise auch GB bestreiten dies. Also ein Fall fuer ein internationales Gericht, kein Freibrief zum Herumballern oder fuer Bedrohungen. Wenn Sie die Rechtslage oder den Standort der Schiffe besser kennen, dann bitte legen Sie Ihr Wissen offen. In jedem Fall aber betreibt das Brexit-geschuettelte GB hier ein hoechst riskantes Spiel.

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