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Medienecho zur Syrien-Krise: "Muss der Westen Weltpolizei spielen?"
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Der mögliche Militärschlag gegen Syrien spaltet Europas Presse. Für "Le Monde" erfordert der Einsatz von Giftgas "Vergeltung". "Nie wieder Krieg", hält "Gazeta Wyborcza" dagegen. Beim "Telegraph" weckt das Szenario "Gespenster aus dem Irak-Krieg".

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Traumschau 30.08.2013, 12:18
1. Was jetzt?

Zitat von sysop
Der mögliche Militärschlag gegen Syrien spaltet Europas Presse. Für "Le Monde" erfordert der Einsatz von Giftgas "Vergeltung". "Nie wieder Krieg", hält "Gazeta Wyborcza" dagegen. Beim "Telegraph" weckt das Szenario "Gespenster aus dem Irak-Krieg".
Na, einige können es ja kaum erwarten ...
Wie dem auch sei: Ein Militärschlag gegen Syrien ohne UN-Mandat ist völkerrechtswidrig. Punkt!
Wenn es jetzt schon wieder so gemacht wird, dann können wir die UN gleich auflösen. Ich denke, man sollte das Vetorecht im Sicherheitsrat abschaffen und diesen zugleich erweitern - dann klappt es auch mit der Diplomatie!
LG Traumschau

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buerger2013 30.08.2013, 12:19
2. Ich

Zitat von sysop
Der mögliche Militärschlag gegen Syrien spaltet Europas Presse. Für "Le Monde" erfordert der Einsatz von Giftgas "Vergeltung". "Nie wieder Krieg", hält "Gazeta Wyborcza" dagegen. Beim "Telegraph" weckt das Szenario "Gespenster aus dem Irak-Krieg".
weiss nicht, ob der Vergleich hinkt.
Aber ich stelle mir gerade vor, die Sachsen in Deutschland wollen mit Waffengewalt die Herrschaft übernehmen.
Die derzeitige Bundesregierung hält mit Waffen dagegen.
Das kann dann von Aussen als Gewalt gegen das eigene Volk ausgelegt werden und würde dann eine Bombardierung durch die USA legitimieren?
Im Grunde genommen ist das ganze eine innere Angelegenheit Syriens, wobei die Rebellen von anderen muslimischen Staaten unterstützt werden.
Warum wohl?

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Dengar 30.08.2013, 12:20
3. Leider kein Thread

Aber Steinbrück hat Merkel in die Enge getrieben mit seinem "Nein", jetzt wird auch die schwarz/gelbe Regierung zu eindeutiger Positionierung gezwungen, und das ist auch gut so! PS: Lob an Spon, Ihr habt bei Obamas "roter Linie" sein jetziges Dilemma vorausgesehen. Scheixx Zwickmühle, die Diplomatie sollte auch darauf hinarbeiten, dass er da ohne Gesichtsverlust wieder rauskommt; allein schon im Namen der gesamten Menschheit.

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heinz.wutz 30.08.2013, 12:23
4. Die Frage ist

brauchen wir heute noch eine Chemiewaffenkonvention? Sollte der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ungeahndet bleiben, ist die Konvention das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde.

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osmanian 30.08.2013, 12:33
5. keine Rohstoffe keine interesse

İn Lybien ist man in Windeseile reingestürmt, da gabs ja reichlich öl..Aber in Syrien gibts erstens keine Rohstoffe oder strategisches Vorteil und dazu hat Syrien großen Rückendeckung..Das errinert mich an den ruhigen westlichen Karakter, der bei Angriff oder Beleidigung eines Südländers auf der Straße den Abgang macht oder Polizei holt..Entweder ist der westen in Angst zu versagen, oder geht nach Plan vor..

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hossain 30.08.2013, 12:35
6. Welt besteht mehr als 200 Länder

sie haben nur Presse von einige EU Länder präsentiert. Bitte versuchen Sie langsam im 2013 auch daß es noch mehr Länder in dieser Welt gibt. UN besteht mit diesen Länder. Da weden Sie sehen über 90 % diesen Länder gegen diesen Krieg, was USA, UK und franzosen wollen.

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goffis1 30.08.2013, 12:38
7. Und sie dreht sich doch...

Zitat von sysop
Der mögliche Militärschlag gegen Syrien spaltet Europas Presse. Für "Le Monde" erfordert der Einsatz von Giftgas "Vergeltung". "Nie wieder Krieg", hält "Gazeta Wyborcza" dagegen. Beim "Telegraph" weckt das Szenario "Gespenster aus dem Irak-Krieg".
die Frage ist nur: Wer dreht da an der Kriegsschraube. Jeder Konflikt der letzten 50 Jahre hatte unabsehbare Folgen. Im Iran wollte man die Demokratie abschaffen, im Irak wollte man Giftgas finden, was zuvor geliefert worden war, in Afghanistan wollte man die Russen vertreiben...
etc.. . Die Liste lässt sich problemlos verlängern. Immer im Interesse der USA. Was folgten waren Mullahregime und Bürgerkriege. Mit einem Eingreifen lässt sich ein Konflikt wie dieser nicht lösen. Strafexpeditionen, die nur die politische Führung betreffen sind nicht möglich. Jetzt wäre der Zeitpunkt allen Ländern klar zu machen, dass nichts nach Syrien mehr geliefert werden darf, dass alle Konten eingefroren werden, totale Sanktionen. Russland muss unbedingt beteidigt werden. Es kann nicht sein, dass sich Putin immer zurücklehnt und allse laufen lässt. Er muss Verantwortung übernehmen. Nur so ist das Regime zu stoppen.

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stopfiatmoney 30.08.2013, 12:40
8. Erleichternd oder verstörend?

Dass auch die Presse im Ausland lügt?

Es gibt in diesem Moment KEINEN BEWEIS. Das ist unmittelbare Kriegshetze. Medien die die Unwahrheit verbreiten, verdienen keine Beachtung durch Kunden und sollten möglichst schnell zum Wohle von uns allen durch den Markt in die ewige Insolvenz geschickt werden.

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ewspapst 30.08.2013, 12:42
9.

Zitat von heinz.wutz
brauchen wir heute noch eine Chemiewaffenkonvention? Sollte der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ungeahndet bleiben, ist die Konvention das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde.
Sollte der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ungeahndet bleiben, ist die Konvention das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde.
sagten Sie und leider ist eine Konvention über Waffen nie mehr Wert als Klopapier.
Der Atomwaffensperrvertrag verpflichtet die Besitzer von A-Waffen zur Abrüstung, aber keiner hält sich daran.
Neben den chemischen Waffen gibt es ebenso scheussliche andere Arten: Weisser Phosphor und seine Ableger, Tretminen, Uranmunition, Agent Orange, Splitterbomben, Drohnenraketen und und und.
Wer spricht sich bei denen denn dafür aus: Jetzt ist bei diesem Gebrauch die rote Linie überschritten und es gibt einen Angriff durch die UN?
Wer wagt es, darauf zu antworten?

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