Forum: Politik
Medienschelte nach Trump: Die dunkle Seite der Macht
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Was hat der Wahlsieg Donald Trumps mit katholischen Nonnen und Herrenmagazinen zu tun? Sind Medien wirklich blind, weil sie den Wahlsieg des Republikaners nicht vorausgesehen haben?

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fluxus08 28.11.2016, 15:05
110. Was ist der Unterschied von ideologischen Politikern

zu ideologischen Medien? Es gibt keinen!
Daher halte ich von Medien sehr viel, die "objektiv" berichten. Das muss noch lange nicht heissen, dass sie keine eigene Meinung haben dürfen. Sie sollten dem Leser einen Umstand aber so vollständig wie nur irgend möglich schildern, was man nicht von vielen Autoren sagen kann, weil sie eben ideologisch verblendet sind und ihren Artikel dahingehend schon ausrichten.

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Bondurant 28.11.2016, 15:06
111. Wieso zu Unrecht?

Zitat von claara
Einerseits wird "die Presse" wegen verspäteter Berichterstattung über Köln kritisiert (zu Unrecht, übrigens),
Der WDR jedenfalls hat ganz bewußt versucht, "die Sache kleinzuhalten", um nicht ausländerfeindliche Stimmungen zu bedienen. Erst als es nicht mehr anders ging, hat man groß berichtet.

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schuhks 28.11.2016, 15:07
112. Einfältig.

Zitat von Troll-Oberkommando
Ich kann den Medien auf jeden Fall eine inkonsistente Weltsicht bescheinigen. Man muss mal darauf achten, wie schnell mit der Extremismus-Keule geschwungen wird - also wie schnell Leute von den Medien als Rechtsextremisten oder Rechtsradikale bezeichnet werden. Dabei handelt es sich erst um Extremismus, wenn die Absicht besteht, die freiheitlich-demokratische Grundordnung mittels Waffengewalt zu beseitigen. Auf der anderen Seite wird dann jahrelang stur von "moderaten Rebellen" in Syrien berichtet. Der Begriff "moderate Rebellen" ist ein Oxymoron, denn sobald ich eine bestehende Ordnung mittels Waffen beseitigen will, bin ich nicht mehr gemässigt. Dies nennt man inkonsistente Weltsicht - oder auch Leben in einem geschlossenen Informationssystem.
Sie haben verschiedentlich versucht, bestimmten Wörtern eine bestimmte Bedeutung zuzuweisen. Extremismus ist...., Rebellen sind..., gemässigt ist..., inkonsistente Weltsicht ist....; Das a priori falsche daran ist nicht, das die Zuweisungen falsch sind, sondern das sie den Worten eine ganz feste und nur eben eine Bedeutung beimessen. Oder anders ausgedrückt, Ihnen ist nicht gerade viel eingefallen. Im Allgemeinen ist dies ein Merkmal eines nicht gerade überbordenden Verstandes. Ich kann Ihnen ja mal die Lektüre von Gadamers `Hermeneutik` empfehlen (sehr umfangreich). Da steht z.B.:
"Das Wesentliche eines Einfalls ist nicht das Einfallen der Lösung eines Problems, sondern der Einfall einer bestimmten offenen Frage".
Und es gilt auch: Je nach Frage haben Worte ganz unterschiedliche Bedeutungen. Um, ächz, ein kleines Fallbeilspel zu zeigen: Wenn ich auf den Mount Everest klettere, ist das Extremismus. Damit beseitige ich aber keineswegs die freiheitlich-demokratische Grundordnung mittels Waffengewalt. Es gibt noch tausende andere Varianten von Extremismus, auch im Politischen. Und von "Rebellen" und "inkonsistenter Weltsicht" und und und. Ein Goldfisch im Glas und die AfD habens eben einfacher als die meisten Menschen.

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tpro 28.11.2016, 15:07
113.

Zitat von mostly_harmless
Wenn es nach der Präferenz der Eigentümer der Verlage ginge (denn DIE, und nicht die Journalisten bestimmen die Linie einer Zeitung), dann bekäme (geschätzt) die Union 70%, die Sozen 25 und die Grünen 4. Womit der Rest Ihrer Behauptungen im Mülleimer liegt.
Träumen Sie weiter. Ihre Behauptung trifft vielleicht auf das "Hintertupfinger Bauernblatt" zu. Die Wahrheit sieht anders aus:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s-p-o-n-der-schwarze-kanal-warum-sind-so-viele-journalisten-links-a-895095.html

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claara 28.11.2016, 15:10
114.

Zitat von h_jahn
...stelle ich fest, dass es schon immer so gewesen ist. Warum sollte ich für eine Zeitung bezahlen, deren Inhalt mir nicht gefällt? Es ist also Unsinn, wenn man davon spricht, dass die Leute sich wegen Social Media in einer Informationsblase einschließen. Das haben sie schon immer gemacht, geht heute nur leichter. Was Ostdeutschland angeht: So wenige Ausländer und trotzdem Probleme? Allerdings! Fragen Sie mal in Ostsachsen nach der Grenzkriminalität. Aber bitte die Anwohner, nicht den Innenminister. Oder wenn Sie glauben, da wohnen nur in der Wolle gefärbte Nazis: Fragen Sie mal die Schwestern vom Kloster St. Marienthal, wie oft deren Dachrinnen schon über Nacht verschwunden sind. Und nein, es waren nicht die deutschen Nachbarn. Was ich damit sagen will: Ja, der/die Journalist/-in darf und soll eine Meinung haben. Aber diese Meinung sollte dann auch als solche gekennzeichnet und nicht als Tatsache dargestellt werden. Das wäre ja schon mal was.
Ostdeutschland ist zwar wesentlich größer als Ostsachsen,
aber ja, die grenzüberschreitende Kriminalität ist ein Problem, das kann man auch beim Namen nennen. Übrigens auch anderswo: Metalldiebstähle gibt es auch an der westdeutschen Grenze zu den Niederlanden, wo ähnliche Mafiastrukturen existieren.

Keiner verlangt, dass Täter in Watte gepackt werden, Kriminalität ignoriert und gut geheißen wird. Unser Rechtssystem würde zur Ahndung reichen, es muss nicht verschärft, sondern nur konsequenter durchgesetzt werden. Es wäre in Ordnung, wenn Polizei und Justiz gefordert würden, die Metalldiebstähle zu ahnden. Wenn gefordert würde, dass sie mit mehr Personal ausgestattet werden, um ihren Aufgaben gerecht zu werden - etwa bei der Verfolgung der gestohlenen Metalle bis zu den großen Abnehmern im Hintergrund.

Das Problem ist, das solche Delikte von Gruppierungen aufgegriffen werden, die daraus fremdenfeindliche Kampagnen nach der Devise "alle Ausländer sind kriminell" stricken. Und von anderen, noch extremeren als Vorwand zum Draufhauen genutzt werden. Tatsächlich erschrecken mich (persönlich und als Journalistin) Straßenschlachten wie die in Sachsen, bei denen die vermeintlich kriminellen Ausländer in Asylunterkünften, aber auch die Polizei angegriffen wird.

Ich greife gerne Geschichten auf, bei denen "Ungehörten" Gehör verschafft wird. Aber ich lasse mich nicht zum Instrument von Volksverhetzung machen. Das ist natürlich nicht persönlich an Sie gerichtet, sondern der Unterschied, auf den ich hinweisen wollte.

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Kein Gutmensch 28.11.2016, 15:10
115. Ist denn ein reiner Kolumnist....

... tatsächlich ein Journalist? Oder fällt das nicht eher in die Autorenecke?

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ProDe 28.11.2016, 15:15
116. schwach und zu kurz gesprungen

zu argumentieren, dass bestimmte Zeitungen eben bestimmte Meinungen und Interessen vertreten und man denen nicht zumuten kann, dass sie gegen ihre "Überzeugung" schreiben, ist kurz gesprungen.
"lies doch keinen Spiegel wenn Du mit der neoliberalen, USA freundlichen Meinung nicht einverstanden bist"
Dann hätten die Medien als dritte Macht im Staat abgedankt. Kritischer Journalismus, der Wahrheit verpflichtet, unabhängig und investigativ abgelöst durch "du bezahlst und wir schreiben".
Nein Danke.

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ach 28.11.2016, 15:18
117. blind

" Sind Medien wirklich blind, weil sie den Wahlsieg des Republikaners nicht vorausgesehen haben?"

Blind, aber nicht, weil sie Trumps Sieg nicht vorausgesehen haben, sondern weil sie bei den Umfragen, die es gab, meinten, Clintons Sieg wäre damit sicher.

Statistische Unfähigkeit also. Und besonders traurig, da sie kaum 6 Monate nach der Brexit-Votum passierte, als der selbe Fehler gemacht wurde.

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sozialismusfürreiche 28.11.2016, 15:25
118. ah ja!

Zitat von eldoloroso
Tach, Und zwar weil sie die Nichtwahl Clintons nicht auf dem Radar hatten. Hätte die Wahl zwichen Clinton, Trump und einem Kartoffelsack stattgefunden hätte der Sack gewonnen. Clinton wurde dermassen zur Lichtgestalt und heiligen Schützerin gegen Trump erhoben, dass niemand bemerkte wie schlussendlich nur noch Minderheiten positiv auf sie reagierten. Und bedaure, mit Minderheiten lässt sich in einer Demokratie nicht gewinnen.
Es ist zu putzig wie sie 2.5 Millionen mehr Stimmen für Frau Clinton als für Hr. Dumb als Minderheiten bezeichnen. Sie sind ein Leuchtturm - ein Leuchtturm der Postfaktischen! Danke für den erheiternden Beitrag.

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schuhks 28.11.2016, 15:26
119. Donnerwetter, Herr Fleischhauer!

Ich muss da mal meinen Hut ziehen und einiges zurücknehmen, was ich so über sie meinte. Der Kampf gegen bodenlose Dummheit eint eben. Experimentell schrieb ich mal in eiem Forum: "Die braunen Vollpfosten zeichnen sich ganz besonders durch sehr schlichten Verstand, sehr flachen Horizont und grosse Einfalt aus" Darauf schrieb mir jemand zurück: "ich solle ihn nicht so beleidigen". Geradezu ähnlich gelagert sind da einige Forenbeiträge zu Ihrem Artikel.Manche sind zum schieflachen. Und was ist mit Trump? Ist der ein übrig gebliebenes Alien aus "Mars Attacks"?

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