Forum: Politik
Medienschelte nach Trump: Die dunkle Seite der Macht
AP

Was hat der Wahlsieg Donald Trumps mit katholischen Nonnen und Herrenmagazinen zu tun? Sind Medien wirklich blind, weil sie den Wahlsieg des Republikaners nicht vorausgesehen haben?

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jan07 28.11.2016, 15:44
130.

Zitat von syracusa
Sie sind ja ein echter Witzbold. "Etabliert" sind definitionsgemäß die Medien, die von den meisten Menschen, also vom "Normalverbraucher" rezipiert werden. Und die betrachten bei uns die Welt aus der Perspektive der Demokratie, Menschen- und Bürgerrechten. Es gibt bei uns ja Medien, die die Welt so betrachten, wie Sie und AfD/NPD/Pegida das gerne hätten. Diese rechtsextremen Medien sind genau deshalb nicht-etabliert, weil sie vom Normalbürger nicht rezipiert werden. Ihr Schuss geht also genau nach hinten los. Sie stellen die Welt für sich auf den Kopf und beschweren sich dann, dass die Medien aus einer anderen Sicht schreiben, als Sie die Welt wahrnehmen.
Zunächst einmal sollten Sie sich in Ihrem Ton mäßigen. Ich bin weder ein Mitglied bzw. Teilnehmer von 'AfD, NPD, Pegida', noch gebe ich 'Schüsse ab, die nach hinten losgehen'. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Parteipräferenz der deutschen Journalisten laut einer aktuellen Studie stark von der Parteipräferenz des deutschen Wählers (siehe aktuelle Umfragen) abweicht. Das wird man noch sagen dürfen, ohne gleich von Ihnen in beleidigendem Ton abgekanzelt zu werden. Wenn es Ihnen wirklich um Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte geht, dann arbeiten Sie erst mal an Ihrem Tonfall Andersdenkenden gegenüber.

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Tauschwert 28.11.2016, 15:45
131. Beitrag an und fuer sich nicht schlecht

Aber "Irgendwann will jeder mal auf der Seite der Sieger stehen" halte ich fuer die falsche Logik. Das sind niedere Gefuehle und stimmt mit den Artikel ueber Psychologie "Die Ratte in uns " ueberein. Wenn der Autor meint , dass er eine politische Richtung vertreten muss , dann sollte sich der Spiegel als Sprachrohr der jeweiligen Partei markieren. Dann wuerden auch nur die Getreuen Leser den Spiegel lesen und nicht freie Denker. Der Spiegel sollte ueber Missstaende berichten , aber bitte nicht Personen verletzen und beschaedigen. Im Falle von Herrn Trump wuerde ich Ihm auch sagen, dass mir einiges in seiner Rhetorik nicht gefaellt , dennoch muss man auch mit Ihm respektvoll umgehen, auch wenn einige Europaer es nicht hoeren moegen ,
es gibt Verbesseringsbedarf in den USA , wie rs diesen auch in Europa gibt. Donald Trump ist ein Wirtschaftsboss und hat in seinem Programm auch viele wichtige und meiner Ansicht nach auch viele richtige Aufgaben skizziert. Auch einige aussenpolitische Sichtweisen sind nachzuvollziehen. Deswegen nochmals die Bitte an die Medien geht respektvoll, diplomatisch mit den Mitmenschen um, egal ob pol. Gegner oder Freund und verletzt die Wuerde von Personen nicht. Das ist nicht Eure Aufgabe. Zeigt Euch analytisch und loesungsweisend, dass wuerdigen Eure Leser .

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Bondurant 28.11.2016, 15:53
132. Vielen Dank.

Zitat von claara
Tatsache bleibt, es WURDE (also auch vom WDR) veröffentlicht. Vielleicht auch erst nach der Auseinandersetzung darüber, wie man berichten kann, ohne dass es zu Lynchjustiz und brennenden Asylheimen führt. Denn auch diesen Aspekt müssen Journalisten heute leider immer auf dem Schirm haben.
Sie müssen also erst mal prüfen, wie eine Nachricht aufgenommen werden könnte, bevor Sie berichten. Anhand Ihrer Maßstäbe, versteht sich. Das ist wirklich ein interessantes Posting von Ihnen. Das Interessanteste ist, dass Sie selbst offenbar gar nicht merken, wie sehr Sie das Klischee der L... Presse gerade bedient haben.

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franke08 28.11.2016, 15:57
133. Mag sein dass nicht nur Schwachsinn berichtet wird

Zitat von bammy
Da muß ich Ihnen eine selektive Wahrnehmung bescheinigen. Ich lasse zu jedem Thema die Gesamtheit der Medien mehrere Tage auf mich wirken, bevor ich anfangen zu bewerten. Und man kann natürlich nur den Schwachsinn herausfiltern und dann behaupten, das die Medien nur Schwachsinn berichten. Klar das geht.
Das Verhältnis ist aber ausschlaggebend. Und bezüglich der Ukrainekrise und auch bezüglich des Syrienkrieges überwiegt leider der Schwachsinn. Auch das Weglassen von Tasachen ist nun einmal Lüge. Jeder noch so dümmliche Propagandakommentar aus Kiew wurde als bare Münze verkauft. Die unsägliche Rolle Amerikas in unzähligen Konflikten wurde nicht in Frage gestellt. Putins Verantwortlichkeit für alles Böse in dieser Welt verkaufte man als Wahrheit. Nein, das ist kein Journalismus sondern Volksverdummung.

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franke08 28.11.2016, 16:06
134. Was für ein Blödsinn

Zitat von schuhks
Sie haben verschiedentlich versucht, bestimmten Wörtern eine bestimmte Bedeutung zuzuweisen. Extremismus ist...., Rebellen sind..., gemässigt ist..., inkonsistente Weltsicht ist....; Das a priori falsche daran ist nicht, das die Zuweisungen falsch sind, sondern das sie den Worten eine ganz feste und nur eben eine Bedeutung beimessen. Oder anders ausgedrückt, Ihnen ist nicht gerade viel eingefallen. Im Allgemeinen ist dies ein Merkmal eines nicht gerade überbordenden Verstandes. Ich kann Ihnen ja mal die Lektüre von Gadamers `Hermeneutik` empfehlen (sehr umfangreich). Da steht z.B.: "Das Wesentliche eines Einfalls ist nicht das Einfallen der Lösung eines Problems, sondern der Einfall einer bestimmten offenen Frage". Und es gilt auch: Je nach Frage haben Worte ganz unterschiedliche Bedeutungen. Um, ächz, ein kleines Fallbeilspel zu zeigen: Wenn ich auf den Mount Everest klettere, ist das Extremismus. Damit beseitige ich aber keineswegs die freiheitlich-demokratische Grundordnung mittels Waffengewalt. Es gibt noch tausende andere Varianten von Extremismus, auch im Politischen. Und von "Rebellen" und "inkonsistenter Weltsicht" und und und. Ein Goldfisch im Glas und die AfD habens eben einfacher als die meisten Menschen.
Was sie da an Argumentation anführen, bedeutet schlechthin nur, dass jeder frei ist das Vokabular entsprechend seiner ideologischen Ausrichtung zu verwenden. Wollten sie uns das damit sagen? Gemäßigte Rebellen sind daher all jene, die unabhängig ihrer Brutalität und Unrechtmäßigkeit die hohen Ziele des Westens unterstützen. Aha, genau so wurde in der DDR auch argumentiert. Diese Art von Journalismus brauchen wir nicht.

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Troll-Oberkommando 28.11.2016, 16:08
135.

Zitat von schuhks
Sie haben verschiedentlich versucht, bestimmten Wörtern eine bestimmte Bedeutung zuzuweisen. Extremismus ist...., Rebellen sind..., gemässigt ist..., inkonsistente Weltsicht ist....; Das a priori falsche daran ist nicht, das die Zuweisungen falsch sind, sondern das sie den Worten eine ganz feste und nur eben eine Bedeutung beimessen. Oder anders ausgedrückt, Ihnen ist nicht gerade viel eingefallen. Im Allgemeinen ist dies ein Merkmal eines nicht gerade überbordenden Verstandes. Ich kann Ihnen ja mal die Lektüre von Gadamers `Hermeneutik` empfehlen (sehr umfangreich). Da steht z.B.: "Das Wesentliche eines Einfalls ist nicht das Einfallen der Lösung eines Problems, sondern der Einfall einer bestimmten offenen Frage". Und es gilt auch: Je nach Frage haben Worte ganz unterschiedliche Bedeutungen. Um, ächz, ein kleines Fallbeilspel zu zeigen: Wenn ich auf den Mount Everest klettere, ist das Extremismus. Damit beseitige ich aber keineswegs die freiheitlich-demokratische Grundordnung mittels Waffengewalt. Es gibt noch tausende andere Varianten von Extremismus, auch im Politischen. Und von "Rebellen" und "inkonsistenter Weltsicht" und und und. Ein Goldfisch im Glas und die AfD habens eben einfacher als die meisten Menschen.
Ich habe mich einfach danach orientiert, nach welchen Kriterien der Verfassungsschutz Leute als extremistisch einstuft (hard facts). Und auf das Mißverhältnis von medial beschworenem Extremismus und tatsächlich staatlich erfassten Extremismus hingewiesen. Des weiteren wollte ich hier mehrfach eine andere Dialektik veröffentlichen (just for the fun of intellectual gaming), die dem Moderator aber offensichtlich stinkt und zwar: Der auf einer anthropozentrischen Weltsicht gründende westliche Imperativ des Demokratie-Exports praktiziert im Prinzip Rassismus im Reinform, da die theozentrische Verfasstheit der orientalischen Länder nicht wahrgenommen/ausgeblendet und abgelehnt wird. (Theozentrismus: Gott steht im Mittelpunkt der Weltanschauung und nicht der Mensch, was Folgen für das politische Handeln hat). Der islamische Theozentrismus wird ausgeblendet, weil allein schon der Hinweis auf die Unterschiede zwischen den Menschen dort und hier als diskriminierend gewertet wird (Gleichheitsideologie). Dies ist aber im Kern rassistisch, da von einer Höherwertigkeit des westlichen Modells ausgegangen wird und die Verbreitung der eigenen Weltanschauung angestrebt wird. Und nicht nur das - teilweise profitiert der Westen ja auch von seinen selektiven Menschenrechts-Interventionen. Das heißt der "westliche-Werte-Imperialismus" erfüllt im Prinzip alle Kriterien des institutionalisierten Rassismus.

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claara 28.11.2016, 16:09
136.

Zitat von IB_31
Schon klar. Aber nehmen wir mal ein etwas anderes Thema. Dieses hier ,halte ich für herausragenden Journalismus.Alle Gesichtspunkte werden aufgegriffen und sachlich dargestellt, so dass sich der Leser selbst eine Meinung bilden kann. Dafür bin ich dann auch gerne bereit zu zahlen. So etwas werden Sie aber im Spiegel nicht finden. Und wenn, dann auf einem vorsichtig gesagt üblen Niveau (Googeln Sie einfach mal über das genannte Mädchen Hannah, und wie deutsche Medien das dargestellt haben.)
Machen Sie eine Abstimmung unter Journalisten: Sie werden feststellen, dass die allermeisten gerne die Zeit bekämen, solche Recherchen zu machen.
Schauen Sie dagegen die Klickzahlen auf den Onlineseiten der Tageszeitungen an: An der Spitze der Aufmerksamkeit bei den Lesern stehen (möglichst blutige) Unfälle, Todesfälle, gefolgt von News aus dem Dschungelcamp (Hier können beliebige Entgleisungen des Privatfernsehen stehen). Leise, sensible und nachdenkliche Berichterstattung ist im großen Durchschnitt nicht mehr gewünscht,, Zeit-Leser mal ausgenommen. Und das Lyncht-xyz-Geschrei ist für mich inzwischen schwer erträglich.
Die Verlage, die im übrigen keine gemeinnützigen, sondern Wirtschaftsunternehmen sind, folgern: Was müssen wir teure Recherchen finanzieren, wenn die Leser lieber Radau wollen.
Dem entgegenzusetzen haben eigentlich nur die Leser etwas. Aber statt das (ebenfalls) höchst undifferenzierte "Lügenpresse" zu brüllen und auf Journalisten einzuhacken, wäre es hilfreich, genau die tiefgehende Recherche zu unterstützen, zu fordern, aber auch: zu finanzieren. Denn mit Geiz-ist-geil und kostenlosen Facebook-und Twitter-Gerüchten lassen sich solche umfassenden Beiträge nicht erarbeiten.
Die Geschichte übrigens: Die geht ans Herz. Und an den Verstand. Danke.

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mxmchn 28.11.2016, 16:09
137. Meinungsbildung...

... findet nicht nur durch, sondern vor allem auch in den Medien statt. Und das ist richtig und sinnvoll. Das ist eine ihrer Grundfunktionen. Und der größte Teil der Forumsbeiträge offenbart in dieser Hinsicht ein vollkommen unreflektiertes Verständnis von Medienfunktionen. Einerseits möchte man Medien auf "reine Information" - was immer das sein soll - reduzieren, andererseits fordert man, die Medien mögen viel kritischer berichten, nur eben in Richtung dessen, was man selbst für richtig bzw. falsch hält. Und kommt nicht im Traum darauf, in welch kapitalen Widerspruch man sich schwadroniert oder gepöbelt hat. "Richtig" kritische Medien, aber bitte ohne Meinungsbildung. Vor der Intelligenz derartiger Positionen kann man sich wirklich nur verneigen.

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MotziLLa 28.11.2016, 16:10
138. Wieviel Beweiskraft hat eine Meinung?

Zitat von tpro
Träumen Sie weiter. Ihre Behauptung trifft vielleicht auf das "Hintertupfinger Bauernblatt" zu. Die Wahrheit sieht anders aus: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s-p-o-n-der-schwarze-kanal-warum-sind-so-viele-journalisten-links-a-895095.html
Kennen Sie den Unterschied zwischen Berichterstattung, Kolumne und Kommentar? Sie ziehen als "Beleg" für den Wahrheitsgehalt Ihrer Meinung eine weitere Meinung heran, die auch als solche gekennzeichnet war. Entweder kennen Sie den Unterschied zwischen Bericht und Meinung tatsächlich nicht, oder aber sie erwecken den falschen Anschein von Wahrheit mit voller Absicht.

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tpro 28.11.2016, 16:12
139.

Zitat von sozialismusfürreiche
Es ist zu putzig wie sie 2.5 Millionen mehr Stimmen für Frau Clinton als für Hr. Dumb als Minderheiten bezeichnen. Sie sind ein Leuchtturm - ein Leuchtturm der Postfaktischen! Danke für den erheiternden Beitrag.
Ihre 2,5 Millionen erscheinen viel. Nehmen Sie das Ergebnis es Prozentual, ist es lächerlich. Außerdem zählt die Anzahl Wahlmänner (was Sie bei Ihrem Gelächter anscheinend übersehen haben). Und da hatte Trump überdeutlich die Nase vorne.

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