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Medienschelte nach Trump: Die dunkle Seite der Macht
AP

Was hat der Wahlsieg Donald Trumps mit katholischen Nonnen und Herrenmagazinen zu tun? Sind Medien wirklich blind, weil sie den Wahlsieg des Republikaners nicht vorausgesehen haben?

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Tante_Frieda 29.11.2016, 16:32
240. Rabiat

Jan Fleischauer stellt sich (zu Recht) nicht nur die Frage,ob Roger Köppel als Vertreter der SVP,die in manchen Bereichen durchaus ähnlich rabiate Ansichten hat wie die AfD,der Richtige sei,um linksliberale Blätter zu rezensieren.Er berührt darüberhinaus noch ein ganz sensibles Feld:Er (Köppel) und seine politischen Gesinnungsfreunde wären die Ersten,die sich gegen die vermeintliche deutsche "Arroganz" wehren würden,wenn deutsche Schweiz-Kritiker so häufige Auftritte in der Alpenrepublik hätten wie er hierzulande und die dortige Presselandschaft sezieren würden.In diesem Punkt sind Schweizer nämlich sehr eigen:Schweizer Kritik an Deutschland bedeutet für sie noch lange nicht,dass auch Deutsche Kritisierenswertes an der Schweiz (auch das gibt es!) zur Sprache bringen dürfen...

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secret77 29.11.2016, 16:34
241.

Ganz ehrlich: Nicht was die letzten Jahre bis zur Wahl Trumps ablief hat mich erschüttert, sondern die Reaktion der Medien darauf - wie auch in Ihrem Artikel, Hr Fleischhauer. Wieviele Rechtsrucke hatte es die Jahre zuvor gegeben? Und Sie sagen, aber man konnte die Wahl Trumps nicht voraussehen? Ihr Kollege Moore hat es 2010 getan: https://www.youtube.com/watch?v=Nr66F28Bcq4
JEDER wusste nach der Vorwahl und "Coup" gegen Bernie Sanders, dass die Chancen Clintons sehr gering werden würden. Nichts wurde sooft thematisiert wie der Unterschied Chancen Sanders/Trump vs Clinton/Trump.
Und dennoch setzen Sie hier den Chor der unschuldigen Medien fort. Und DAS ist, was ich wirklich entsetzlich finde. Nicht, dass Clinton mit aller Macht in das Amt geschrieben werden sollte. Sondern dass nach der Wahl so gut wie NICHTS an Selbstkritik der Medien kommt. Siehe CNN Interview Sanders, mit den 3 Comey Fragen.
Herr Fleischhauer: Hätte es an Obamas Amtsende WENIGER Kriege als vorher gegeben, wäre er gegen die Banker und Wall Street aufgestanden und wäre den (oft zu Unrecht) aus den Häusern vertriebenen Menschen beigestanden, hätte er dasFoltern beendet und Chelsea Manning freigelassen, man könnte die Liste sehr lange fortsetzten - DANN wären die Chancen für Clinton etwas besser gewesen. Aber folgerichtig wäre Clinton nur eine Fortsetzung der Politik Obamas geworden, ins Amt gehievt für noch mehr Kriege und noch mehr soziales Unrecht.
Wieviele Menschen kennen Sie, denen das NICHT klar ist? Und trotzdem werden dem Leser eine Entschuldigungsrede nach der anderen zugemutet, ein Vorab-Einlullen auf Kommendes.
Sie merken es sicher, ich bin auch nicht froh, dass es Trump wurde, den er ist und bedient soviel an Niederem, dass man schreien möchte.
Aber das, was die Presse grade macht, so etwas habe ich in meinem ganzen, doch schon einige Jahrzehnte andauernden Leben noch nie erlebt.

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