Forum: Politik
Medikamenten-Debatte: Apotheker fallen über FDP-Minister Bahr her
dapd

Mutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.

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247spyz 24.04.2012, 11:51
30.

Die Reaktionen zeigen, dass offenbar vielen Apothekern nicht wirklich die Gesundheit der Menschen ein Anliegen ist. Eine generelle Verteilung von ungenutzen Medikamenten wäre mehr als sinnvoll. Schließlich haben die Beitragszahler das alles schon bezahlt. Ganz zu schweigen von dem Müll, der auch noch anfällt, weil Unmelngen von Medikamenten jeden Tag weggeschmissen werden.

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suwarin 24.04.2012, 11:51
31. ...

Zitat von gbk666
lol @ Berichte die nun die FDP besser stellen sollen ..bin ich der einzige der das Gefühl hat Medien wie SPON versuchen in letzter Zeit FDP Politikern zu helfen während ein anti PP Artikel nach dem nächsten erscheint?
Nein, das vermutet hier im Forum jeder Zweite, dass die Schleckerberichterstattung größtenteils tendenziöse FDP-Hetze war, wird dabei gern vernachlässigt.

Zitat von kdshp
Hallo, da kannman gut erkennen das die FDP eine reine klientel partei ist UND ich wette man zieht den schwanz ein und macht das eben nicht.
Versteh ich jetzt nicht, wenn sie eine Klientelpartei ist, warum tut sie dann was gegen ihre Klientel.
Es gibt eben Leute, die alles kritisieren, ohne Sinn und Verstand. Die FDP fordert etwas, was ist egal, denn was von der FDP kommt ist per Definition böse...

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diefreiheitdermeinung 24.04.2012, 11:52
32. Sparen beginnt zuhause

Zitat von sysop
Mutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.
z.B. auch damit indem man aufhoert so zu tun als waeren zig-Millionen weggeworfener Medikamente nichts Anderes als eine leichte Systemstoerung. Wie beim weggeworfenen Nahrungsmittel finden hier eine Verschwendung von Resourcen statt die nicht - wie immer lauthals verkuendet - dem Kunden nuetzen sondern eigentlich ausschliesslich dem Hersteller und Haendler. Es ist hoechste Zeit die Gesetze radikal zu aendern und dieser Wegwerfgesellschaft den Boden zu entziehen.

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loeweneule 24.04.2012, 11:53
33.

Zitat von herr_kowalski
unverbrauchte Medikamente ? Man schaue einfach mal über den Tellerrand. In den Niederlanden verordnet der Arzt 11 Pillen oder auch nur 3. Genau die verkauft der Apotheker. Einzeln wenn es sein muss aus einer Großpackung. Nicht 20, 30 oder die Klinik-Großpackung zu 10 Hier heulen die Apotheken-Absahner obwohl sie genau wissen, dass mindestens 30 % aller von ihnen an den Kunden gebrachten Pillen überflüssig sind oder in den Klo wandern. So werden wie Kosten für Krankenversicherungen nie in den Griff zu bekommen sein.
Ist das so in den Niederlanden? An sich Vernünftig! Aber wie funktioniert das mit dem Beipackzettel? Muß der Apotheker den dann jedesmal kopieren für den jeweiligen Patienten?

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notty 24.04.2012, 11:53
34.

Zitat von herr_kowalski
unverbrauchte Medikamente ? Man schaue einfach mal über den Tellerrand. In den Niederlanden verordnet der Arzt 11 Pillen oder auch nur 3. Genau die verkauft der Apotheker. Einzeln wenn es sein muss aus einer Großpackung. Nicht 20, 30 oder die Klinik-Großpackung zu 10 Hier heulen die Apotheken-Absahner obwohl sie genau wissen, dass mindestens 30 % aller von ihnen an den Kunden gebrachten Pillen überflüssig sind oder in den Klo wandern. So werden wie Kosten für Krankenversicherungen nie in den Griff zu bekommen sein.
Ein sehr guter, kostensenkender Ansatz, den ich auch in Asien erlebe.
Wenn ich in China, oder Vietnam etc. eine Klinik aufsuche, dann dispensiert die Klinik die benoetigten Medikamente und zwar auch so, wie Sie es beschrieben haben.
Das ist kostensenkend und beugt der Medikamentenverschwendung und auch dem Missbrauch vor.
Wahrscheinlich im Lobby-Land Deutschland undenkbar.

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fridolinkiesewetter 24.04.2012, 11:54
35.

tja dann wird es halt nur noch am Wochenende Kaviar zum Frühstück geben.

Wer im medizinisch-sozialen Bereich arbeitet und diesen beruf gewählt hat, um den Menschen zu dienen und zu helfen, der sollte mal überlegen, ob er seinen Berufsbild richtig verstanden hat und ob er dafür menschlich geeignet ist.

Apotheker ... Zahnärzte ...

Eine kleine Episode beim Zahnarzt neulich. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass in meiner Jugend in den 90ern der Zahnarzt machte was gemacht werden musste. Am Ende bat er dann und dann nochmal reinzuschauen um nachzusehen blah blah... naja ein vorsorgender Arzt halt.
Heute ist es wie bei McDonalds an der Theke "darf es vielleicht noch ein Eis oder ein Kaffee sein/die tolle Füllung XY" Marketing/Verkauf > Ärztlicher Sorge.

Wie dem auch sei ... warum sollten die Apotheker nicht auch zu spüren bekommen, dass alle knapsen müssen. Sich bei einer Verminderung des allgemeinen Wohlstands von der Gesellschaft abzusetzen ist ... nun feige? Unmoralisch? Lässt tief in den Charakter blicken?

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fridolinkiesewetter 24.04.2012, 11:54
36.

tja dann wird es halt nur noch am Wochenende Kaviar zum Frühstück geben.

Wer im medizinisch-sozialen Bereich arbeitet und diesen beruf gewählt hat, um den Menschen zu dienen und zu helfen, der sollte mal überlegen, ob er seinen Berufsbild richtig verstanden hat und ob er dafür menschlich geeignet ist.

Apotheker ... Zahnärzte ...

Eine kleine Episode beim Zahnarzt neulich. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass in meiner Jugend in den 90ern der Zahnarzt machte was gemacht werden musste. Am Ende bat er dann und dann nochmal reinzuschauen um nachzusehen blah blah... naja ein vorsorgender Arzt halt.
Heute ist es wie bei McDonalds an der Theke "darf es vielleicht noch ein Eis oder ein Kaffee sein/die tolle Füllung XY" Marketing/Verkauf > Ärztlicher Sorge.

Wie dem auch sei ... warum sollten die Apotheker nicht auch zu spüren bekommen, dass alle knapsen müssen. Sich bei einer Verminderung des allgemeinen Wohlstands von der Gesellschaft abzusetzen ist ... nun feige? Unmoralisch? Lässt tief in den Charakter blicken?

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Lux-smoker 24.04.2012, 11:54
37.

greift hier nicht das Urheberrecht. Wäre ja noch schöner ein Produkt in der Apotheke kaufen und dann damit machen(weitergeben) wie man will!

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Lux-smoker 24.04.2012, 11:54
38.

greift hier nicht das Urheberrecht. Wäre ja noch schöner ein Produkt in der Apotheke kaufen und dann damit machen(weitergeben) wie man will!

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zudummzumzum 24.04.2012, 11:55
39. Alte Medikamente für alte Menschen?

Zitat von FunBaer
Ich finde diesen Vorschlag sehr gut. Nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen. Was passiert denn sonst mit den Medis, die in den Alten- und Pflegeheimen nicht verbraucht werden? Diese werden in der Regel im Hausmüll entsorgt, genau wie die unverbrauchten Medikamente im priv. Haushalt. Welche Auswirkungen dies auf die Umwelt, z.B auch auf das Grundwasser hat, wird gerade erst zunehmend erforscht.
So ganz mag ich mich mit dem Gedanken doch nicht anfreunden! Ich sehe das auch mit einem deutlichen Unterschied zum Tafel-Gedanken. Die Menschen dort wissen darum, dass ihre Lebensmittel nicht mehr taufrisch sind. Im Pflegeheim besteht die Gefahr, dass die Alten dieses Zeug verabreicht bekommen, ohne es mitzubekommen. Ich glaube, wir würden es nicht akzeptieren, wenn das Pflegeheim die Lebensmittel von der Tafel beziehen und an Demente verfüttern würde. Sorry, aber da habe ich Skrupel.

Trotzdem: die Menge unverbrauchter Arzneimittel ist mir auch ein Dorn im Auge. Wenn die Apotheker nicht mitspielen, sollen die niedergelassenen Ärzte sie entgegennehmen und an ihre Patienten abgeben, nach ausdrücklicher Absprache mit ihnen. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Medikamente nicht mehr in überdimensionierten Packgrößen, sondern nur noch bedarfsgerecht abgegeben werden dürften. Das würde auch das Apothekerprivileg noch einigermaßen rechtfertigen.

Aber schön zu sehen, wenn innerhalb der FDP und ihrer Klientel die Krähen anfangen einander die Augen auszuhacken.

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