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Medikamenten-Debatte: Apotheker fallen über FDP-Minister Bahr her
dapd

Mutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.

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glen13 24.04.2012, 11:55
40.

Zitat von 8054056
Ein unsinniger Vorschlag, der schon aufgrund der hohen Disributionskosten und der notwendigen Kontrolle nicht wirtschaftlich ist. Anstatt mit solchen populistischen Nebelkerzen um sich zu werfen, sollte die FDP lieber an der Schaffung einer Bürgerversicherung mitarbeiten. Diese garantiert höhere Einnahmen bei drastisch sinkenden Beiträgen. Aber nun ja, was erwartet man von einer Mövenpickpartei? P.S. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, wie sehr die Liberalen so kurz vor der Wahl plötzlich hofiert und mit Samthandschuhen angefasst werden? Komischer Zufall, nicht wahr?
Sie denken nur an Kosten und Profit. Hier geht es aber darum, armen Menschen Medikamente zukommen zu lassen, die sie sonst nicht bezahlen könnten. Da kann der Apother auch mal sein gutes Herz zeigen, sofern er denn eins hat.

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sappelkopp 24.04.2012, 11:56
41. Na, dass wollen wir doch ....

Zitat von loeweneule
Ist das so in den Niederlanden? An sich Vernünftig! Aber wie funktioniert das mit dem Beipackzettel? Muß der Apotheker den dann jedesmal kopieren für den jeweiligen Patienten?
.... nicht hoffen, wir wollen die Herren und Damen ja nicht finanziell überfordern.
Nein, ich würde als Hersteller einfach Beipackzettel mitliefern... wird sicher nicht das große Problem sein, dass Sie darin sehen wollen.

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Pikanaet 24.04.2012, 11:57
42. stimmt

ich sehe das genau so, fällt schon ein bischen auf.

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notty 24.04.2012, 11:57
43.

Zitat von gbk666
lol @ Berichte die nun die FDP besser stellen sollen ..bin ich der einzige der das Gefühl hat Medien wie SPON versuchen in letzter Zeit FDP Politikern zu helfen während ein anti PP Artikel nach dem nächsten erscheint?
Vielleicht hat auch SPON erkannt, dass die Piraten null Programm haben und eine Partei ist, die sich zu einem ueberwiegenden Teil aus frustrierten Protestwaehlern speist.
Das was sie als Ideen auf's Parkett bringen, ihre Entscheidungsfindung, ihr Rechtsempfinden, kann man nur als pubertaer bezeichnen....

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misterxyz 24.04.2012, 11:57
44.

Wie gut sie sich alle auskennen!!!
Eine Apotheke verdient 3% eine Rezeptpauschale pro Medikament. Die Einschnitte am Gewinn sind die letzten Jahre immer weiter gestiegen, neue Anforderungen an Apothekengröße, niedrigere Rabatte beim Großhandel... lassen viele Apotheken an den Rand des Abgrund gehen. Informieren sie sich bitte, bevor sie die reichen Apotheker anprangern.

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kein Ideologe 24.04.2012, 11:58
45. 4234234

Zitat von FunBaer
Ich finde diesen Vorschlag sehr gut. Nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen. Was passiert denn sonst mit den Medis, die in den Alten- und Pflegeheimen nicht verbraucht werden? Diese werden in der Regel im Hausmüll entsorgt, genau wie die unverbrauchten Medikamente im priv. Haushalt. Welche Auswirkungen dies auf die Umwelt, z.B auch auf das Grundwasser hat, wird gerade erst zunehmend erforscht.
na ja, viele Wirkstoffe werden auch wieder ausgeschieden, da ist die Entsorgung per Sondermüll (!) wohl weniger problematisch.


Ansonsten ein interessanter Vorschlag. Wenn Lauterbach ihn nicht gleich zerpflückt, ist es wohl kein reines Hirngespinst.
Kosten für Erfassung, Neuverbisterung und Kontrolle prüfen, wenn billiger als neu - machen.

Und, gaaanz wichtig! Wenn nicht billiger, nicht machen! Wird bei populären Vorschlägen oft vergessen.

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colosseum 24.04.2012, 11:58
46.

... Medikamente sind teuer und es geht nur ums verkaufen .. die Aktion könnte sicherlich das Image der Apotheker erhöhen, aber daran scheint man nicht interessiert zu sein ... unsere Wegwerfgesellschaft at the best.

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kerosine 24.04.2012, 11:58
47.

Zitat von sysop
Mutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.
Was für eine Notsituation! Da verhungern vor unseren Augen die Apotheker, die in wirklich schlimmsten Zuständen leben müssen. Sie hausen in Elendsvierteln, müssen sogar mit dem Golf spielen aufhören und ihren Benz verkaufen...das ist ein wirklich schreckliches Schicksal.
Jetzt aber ernsthaft: Genau das ist doch das Problem unserer Wohlstandsgesellschaft. Da werden Ressourcen verschwendet indem sie im Müll landen obwohl noch nutzbar. Ein echtes Armutszeugnis. Eine überversorgte Gesellschaft wie die unsere kann es sich locker leisten, Bedürftigen zu helfen.

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humble_opinion 24.04.2012, 11:59
48. Persönlicher Gewinn geht vor Gesundheit

Da sind auf der einen Seite unverbrauchte, oft teure Medikamente, die liegen bleiben oder entgeltlich entsorgt werden müssten.


Auf der anderen Seite immer mehr Menschen, für die ein Arztbesuch oder Medikamentenkauf (zu) teuer ist und deshalb auf Kosten der Gesundheit unterbleibt.
Und ich muss lesen, dass die ausgezeichnete Idee, diese Medikamente zur Gesundung der Ärmeren in unserem Land kostenlos oder verbilligt abzugeben, von denjenigen torpediert wird, deren _Kernaufgabengebiet_ es ist, zur Gesundheit der Bevölkerung beizutragen.

Persönlicher Gewinn geht vor Gesundheit von anderen.
Schön, das mal in so deutlicher Klarheit vorgeführt zu bekommen, liebe Apotheker, bei den es zum Doktor oft nicht gereicht hat.

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kuddel37 24.04.2012, 12:00
49. .

Zitat von loeweneule
Ist das so in den Niederlanden? An sich Vernünftig! Aber wie funktioniert das mit dem Beipackzettel? Muß der Apotheker den dann jedesmal kopieren für den jeweiligen Patienten?
Ich dachte die Apotheker beraten eh so gut, da ist ein Beipackzettel doch gar nicht mehr nötig.;)
Ansonsten ist die direkte Abgabe abgezählter Stückzahlen die sinnvollste Lösung.

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