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Medikamenten-Debatte: Apotheker fallen über FDP-Minister Bahr her
dapd

Mutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.

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montaxx 24.04.2012, 12:15
80. Na ja,...

Zitat von sysop
Mutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.
Mit dieser Berufsgruppe habe ich auch so meine Erfahrungen.Irgendwie scheinen sie ihren Beruf,der doch im weitesten Sinne immer noch mit dem Begriff "Helfen" verbunden wird,mit dem des Börsenmaklers zu verwechseln,dessen Primärziel es ist,schnell viel Reibach zu machen.Ich würde Minister Bahrs Vorstoß allerdings nicht so bierernst nehmen.Auch Westerwelle sprach vor der letzten BT-Wahl gern von der Krankenschwester,deren Stimme - die Masse macht´s schließlich bei Wahlen - er brauchte,um sich nach der Wahl gleich wieder um die eigentliche Kernzielgruppe,die Chefärzte,zu kümmern und die Krankenschwester schnell wieder zu vergessen....Was lernen wir daraus? Wer nicht deutlich mehr verdient als der Durchschnittsbürger und FDP wählt,ist selber schuld.

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u.loose 24.04.2012, 12:15
81. Das ist eine glatte Lüge

Zitat von misterxyz
Wie gut sie sich alle auskennen!!! Eine Apotheke verdient 3% eine Rezeptpauschale pro Medikament. Die Einschnitte am Gewinn sind die letzten Jahre immer weiter gestiegen, neue Anforderungen an Apothekengröße, niedrigere Rabatte beim Großhandel... lassen viele Apotheken an den Rand des Abgrund gehen. Informieren sie sich bitte, bevor sie die reichen Apotheker anprangern.
Gericht kippt Abschlag: Apotheker müssen Niederlage einstecken - Deutschland - Politik - Handelsblatt

Wenn ich recht lese, bekommt ein Apotheker pro "Packung" - egal was die kostet - 8,10 Euro zuzüglich 3% vom Einkaufspreis. Die Gesetzlichen ziehen davon dann irgendeinen Betrag als Rabatt ab.
Bei Privatrezepten nehmen die Apotheken natürlich was "draufsteht" und bei den Rezeptfreien erst recht...
Ich würde vermuten - die Handelsspanne dürfte JEDE andere Branche um Lichtjahre abhängen. Mein Mitleid hält sich also eng in Grenzen.

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mag-the-one 24.04.2012, 12:15
82. Si tacuisses

Zitat von nurmalso2011
..sind nicht nur die Forumseinträge der DAZ sondern auch dieser. Glücklicherweise wurde beim "UND" die Umschalttaste gefunden.... Und warum soll man daran erkennen, dass die FDP sich als Klientelpartei sieht, sich dann aber mit dem Klientel anlegt. Wenn es so wäre, dann wäre es mutig und lobenswert. Ihnen wünsche ich einen Rechtschreibduden und einen Knicke, vielleicht klappt es dann mit dem nächsten Eintrag.
Es heißt "die Klientel" und der Herr mit den Manierenvorschlägen schreibt sich "Knigge". Comprende? Besser kein nächster Eintrag ;-)

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Kommentarschreiber 24.04.2012, 12:15
83.

"Wo sind denn die Discoundhändler, die sich über die Tafeln aufregen, welche "unverbrauchte, aber nicht mehr ganz frische Lebensmittel" einsammeln und zum Selbstkostenpreis (und darunter!) an Bedürftige verteilen? Haben die etwa panisch aufgeschrieen, dass nun der Einzelhandel in Gefahr gerät, weil ja Lebensmittel günstigst / kostenlos verteilt werden? Nein. Im Gegenteil - manche Discounter machen sogar aktiv mit. Immerhin profitieren sie davon auch, wenn weniger Müll entsorgt werden muss."

Der Vergleich hinkt etwas: Ein Discounter kann die der Tafel zur Verfügung gestellten Lebensmittel als Spende steuerlich absetzen und hat dadurch sogar einen finanziellen Nutzen (Steuerersparnis). Schließlich kann er manche Ware (Packung ist runtergefallen oder leicht geöffnet etc.) einfach eh nicht mehr verkaufen. Wie jemand vor mir schon schrieb, wäre es einfacher, einfacher die verschriebene Tablettenmenge individuell für jeden Patienten zu rationieren, also zuviele Tabletten ausgeben zu müssen, nur um sie hinterher wieder einsammeln zu lassen.

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endbenutzer 24.04.2012, 12:15
84. Rechtschreibduden

Zitat von nurmalso2011
..Ihnen wünsche ich einen Rechtschreibduden und einen Knicke, vielleicht klappt es dann mit dem nächsten Eintrag.
Lach! Das ist der Post des Tages. Danke dafür!

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denkdochmal 24.04.2012, 12:16
85. Der "Beipackzettel" ist das Teure!

Zitat von loeweneule
Ist das so in den Niederlanden? An sich Vernünftig! Aber wie funktioniert das mit dem Beipackzettel? Muß der Apotheker den dann jedesmal kopieren für den jeweiligen Patienten?
Kann man nachvollziehen. Wenn man so ein Ding liest, ist man selten etwas schlauer, was die eigentlichen Nutzung des medikaments angeht.
Um so besser kann man nachvollziehen, daß es sachkundiger, hochqualifizierter Rechtsanwälte bedarf, um Rengreßansprüche gegenüber Hersteller und Vertrieb (Apotheken) möglichst erst gar nicht aufkommen zu lassen, und das macht den Preis aus...

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diefreiheitdermeinung 24.04.2012, 12:16
86.

Zitat von Schiebetürverriegler
ich nur bestätigen. Für meinen behinderten Sohn brauchten wir ein bestimmtes Antikrampfmittel das immer in Dosen von etwa 20 Pillen zu erhalten war. Plötzlich gab es nur noch Klinikpackungen mit 100 Einheiten. Da diese Medikamente im Ablaufzeitraum logischerweise nicht verbraucht werden konnten, mußten wir oft zwei Drittel wegschmeißen.....
es gibt auch das Gegenteil. Wer chronischen Bluthochdruck hat und im Jahr z.B. 365 Tabletten einnehmen muss (eine pro Tag) und das ueber Jahre hinweg ist mit Kleinpackungen sehr schlecht und sehr teuer bedient. Oft kosten 96 Tabletten nicht mehr als doppelt so viel wie 24. Also: es kommt auf den Einzelfall an.

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anderton 24.04.2012, 12:16
87. Nrw

Das ist doch eine Wahlkampf-Nebelkerze. Die Leute lernen es nie...

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notty 24.04.2012, 12:16
88.

Zitat von Frau_von_heute
Dagegen haben wir Apotheker ja auch nichts, solange die korrekte Lagerung gewährleistet ist. Wenn ich ein Medikament abgebe, muß ich garantieren, daß die vom Hersteller bestimmten Lagerbedingungen eingehalten werden, und daß das Medikament auf keine Art und Weise manipuliert worden ist. Das kann ich nur, wenn das Medikament in meiner Apotheke gelagert worden ist, nicht, wenn sie in Griffweite des Patienten .....
Habe gerade eben einen Fond aufgelegt zur Unterstuetzung notleidender Apotheker. Ich habe es unter Traenen machen muessen, weil ich so geruehrt war. :-)
Sehr geehrter Herr Apotheker, das ist erst einmal Marktwirtschaft und wenn es zu viele Apotheken gibt, dann gibt es auch irgendwann Pleiten....und das ist gut so.
Dass nur Apotheken Medikamente sicher und fachgerecht lagern koennen, ist wohl ein bischen Selbstbeweihraeucherung...KH, Kliniken etc. koennen das sicherlich genauso gut, oder besser.
Es ging ja auch nicht um die Abschaffung der Apothekerzunft, sondern um Kosten/Nutzen-Verhalten und Eindaemmung von Verschwendung.

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les.fleur.du.mal 24.04.2012, 12:16
89.

Zitat von loeweneule
Ist das so in den Niederlanden? An sich Vernünftig! Aber wie funktioniert das mit dem Beipackzettel? Muß der Apotheker den dann jedesmal kopieren für den jeweiligen Patienten?
Dürfte ja wohl das geringste Problem sein.

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