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Mega-Bahnstreik der GDL: "Weselsky verliert jedes Maß"
DPA

Der geplante Mega-Streik der Lokführer sorgt für großen Unmut in der Politik. CDU und SPD greifen GDL-Chef Weselsky scharf an und fordern ihn auf, seine Streikpläne sofort zu stoppen.

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Alaaf 06.11.2014, 17:39
940. unternehmerisches Risiko

Zitat von garfield
ICH hätte vorgeschlagen, das unternehmerische Risiko solle auf die Arbeiter abgewälzt werden? Sie träumen wohl?
Na, Sie haben doch gefordert, dass Löhne aufgrund steigender Unternehmensgewinne ebenfalls steigen sollen. Und wenn man das will muss man logischerweise auch akzeptieren, dass die Löhne sinken, wenn die Gewinne sinken oder Verluste geschrieben werden.
Wenn sie das unternehmerisches Risiko nennen - klar, dann haben Sie das gefordert. Ich halte das für Quatsch, denn wenn man direkt an Unternehmensgewinnen partizipieren möchte wird man Aktionär oder gründet selbst.

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garfield 06.11.2014, 20:32
941.

Zitat von Alaaf
Na, Sie haben doch gefordert, dass Löhne aufgrund steigender Unternehmensgewinne ebenfalls steigen sollen.
Nein, ich habe gefordert, dass vom Erarbeiteten denen, die es erarbeiten, ein angemessener Anteil gewährt wird. Natürlich würde es beim aktuellen Niedriglohnland für viele mehr Lohn bedeuten.
Woraus Sie aber schließen, dass damit automatisch eine unternehmerische Risikoübernahme einhergehen müsse, bleibt wohl Ihr Geheimnis. Einen gesetzlichen Zusammenhang oder irgendeine Vorschrift, aus der sich diese Forderung speisen würde, gibt es nicht.
Der Chef soll ja ruhig mehr verdienen. Eben genau als Ausgleich für sein unternehmerisches Risiko. Aber doch nicht mit diesen maßlosen Faktoren, wie sie momentan in größeren Firmen an der Tagesordnung sind.
Und was ist so falsch daran, sein Gehalt mit einem Faktor zum niedrigsten Lohn im Konzern festzulegen. Das verhindert ja gerade dieses Auseinanderlaufen von Niedriglöhnen und Chefgehältern.
Zitat von Alaaf
Und wenn man das will muss man logischerweise auch akzeptieren, dass die Löhne sinken, wenn die Gewinne sinken oder Verluste geschrieben werden.
Wo steht diese "Vorschrift"?
Zitat von Alaaf
Wenn sie das unternehmerisches Risiko nennen - klar, dann haben Sie das gefordert.
Witzbold, das fordere nicht ich, damit begründen die Konzernchefs ihre maßlosen Bezüge.
Zitat von Alaaf
Ich halte das für Quatsch, denn wenn man direkt an Unternehmensgewinnen partizipieren möchte wird man Aktionär oder gründet selbst.
Sie scheinen völlig zu negieren, wer diese Gewinne überhaupt ermöglicht.

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jenzer 06.11.2014, 20:35
942.

Zitat von Alaaf
Das bedeutet in dieser kurzen Zeitspanne eine Lohnerhöhung von 33-40% zzgl. diverser Einmalzahlungen, Erhöhung des Weihnachtsgeldes und das alles bei 5% weniger Arbeitszeit. Ach ja, die Verbraucherpreise sind in der Zeit um 9,9% gestiegen...
Aber es sind doch nur so wenige Lokführer, dass sie gar nicht streiken dürften, weil es doch nur eine Minigewerkschaft ist. Zumindest lese ich das in der Presse immer wieder, also macht das doch für ein Unternehmen der Größe der DB doch gar keinen Unterschied. /Ironie

Aber mal ernsthaft, ich weiss nicht im Detail was ein Lokführer verdient, habe aber Zahlen von 2500 bis 3500 Euro brutto hier gelesen. Nehmen wir mal 3500. Wenn ich davon jetzt 40% abziehe.... dann waren das also vor 2008 haarsträubende 2500 Euro brutto?!?!

Sehen sie, für mich wären 40% toll, weil ich schon nicht schlecht verdiene, für jemanden, der wenig bekommt, sind auch Lohnsteigerungen, die sich toll anhören noch lange nicht viel.... von 3500 Euro eine Familie ernähren nenne ich zumindest mal sehr ambitioniert.

Auch wenn mir klar ist, dass das nicht der Maßstab bei der Lohnfindung ist, so sollte man dennoch in jedem Unternehmen genau drauf achten, dass man den Menschen durch ihre Arbeit auch ein anständiges Leben ermöglichen kann.

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Kraehe 06.11.2014, 21:07
943. erstaunlich

was hier einige so fordern, ohne sich auch nur ein wenig vorher zu informieren:

1. verbeamten, dann habe sie kein Streikrecht...das ist so nicht ganz richtig, obwohl in DE dies immer noch behauptet wird. Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte billigt verbeamteten Lehrern und hier dann Lokführern durchaus ein Streikrecht zu.

2. Leiharbeiter.....brauchen nicht als Streikbrecher in einem bestreikten Betrieb arbeiten, ihnen darf dadurch auch kein Nachteil entstehen.

3. Aussperrung....schöne Idee, dann ginge gar nichts mehr, da eine Aussperrung für Streikende und Streikbrecher gleichermaßen gilt.

So, und nun?

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Realmensch 06.11.2014, 21:36
944. Schuß noch gehört?

Mal ehrlich, was dieser GDL-Boss da treibt ist reiner Machterhalt der eigenen Gewerkschaft mit unglaublichen Mitteln. Ich bin aktuell in Berlin zu Besuch und war gerade am Hauptbahnhof. Dieser ist nahezu ausgestorben, da keine Züge und keien S-Bahn mehr fährt. Es geht nicht nur um tausende Menschen, die gerne reisen wollten, es geht auch um tausende Menschen, die Betriebe im Umfeld der Bahn haben. Das ist ein Irrsinn sonder gleichen. Und Herr Weselsky sieht nur die Probleme seiner Lokführer? Das ich nicht lache, der Mann sieht nur seine GDL. Nein, dass ist kein Streik für Rechte, dass ist Machterhalt auf Kosten ganz vieler unschuldiger Menschen. Da muss sich die GDL nicht wundern, wenn dem ganzen irgendwann politsch ein Riegel vorgeschoben wird und damit das Grundrecht auf (womöglich sinnvolle) Streiks eingedämmt wird. In meinen Augen ein nur sinnvoller und dankbarer Schritt.

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