Forum: Politik
Mega-Rüstungsdeal: Türkei kauft russisches Raketenabwehrsystem
REUTERS/ RIA Novosti

Nato-Partner wie die USA sind entsetzt: Ankara hat sich mit Moskau auf ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft geeinigt, eine Anzahlung ist bereits erfolgt.

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Sumerer 12.09.2017, 11:28
20.

"Nato-Partner wie die USA sind entsetzt: Ankara hat sich mit Moskau auf ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft geeinigt, eine Anzahlung ist bereits erfolgt."

Erdogan ist ganz sicher kein einfach zu handhabbarer Bündnispartner - der sich zudem wahrscheinlich noch in die Enge getrieben fühlt.

Sein Land sieht er am Rand zweier global agierender Mächte liegen, mit denen er gleichermaßen klarkommen möchte.

Abgesehen von seinen Ambitionen im "Mittleren Osten" (GAP, Kurden, Syrien, IS-Unterstützung, etc.), wäre diese Entwicklung - für sich genommen - nicht zu verurteilen.

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meinemeinungsfreiheit 12.09.2017, 11:31
21. EU-Land Zypern...

... hatte vor wenigen Jahren genau dieses S-300 Raketenabwehrsystem von Russland gekauft. Da gab's keinen Aufschrei. Das nenne ich doppelte Moral. Sorry, aber wenns um die Türkei geht, ticken bei der Berichterstattung die Uhren offensichtlich anders...

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fredderfarmer 12.09.2017, 11:35
22. Haha, der hier war gut:

"Das Pentagon warnte, womöglich gebe es bei der Verwendung russischer Technologie Schwierigkeiten bei der militärischen Zusammenarbeit innerhalb der westlichen Allianz." Als ob das Teil angeschafft wird, um mit der westlichen Allianz zusammen zu arbeiten...

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itajuba 12.09.2017, 11:37
23.

Sofort EU-Beitrittsgespräche abbrechen und auch aus der NATO hinaus; denn solche "Partner und Freunde" sind nicht loyal.

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grossinquisitor 12.09.2017, 11:37
24. Kurzfristige Sicht der Bundesregierung

Da wir Deutsche kraft unserer hohen Ethik für die weltweite Geltung der bei uns aktuell anerkannten Menschenrechte eintreten, versuchen deutsche Großpolitiker mit heftigen Angriffen gegen die derzeitige türkische Regierung in den Medien und wohl auch für die Wahl Punkte zu machen. Eigentlich geht Politik , zumal Außenpolitik, aber anders als der Stammtisch von Goslar. Da sollte man sich dem Wohl seines Staates verpflichtet fühlen und manchmal an die Langfristigkeit von Prozessen und auch Freundschaften denken.
Die traditionell guten Beziehungen von Deutschland zur Türkei werden heute mit eitler Gefälligkeit verramscht. Erdogan wird vergehen, und danach kommt eine neue Lage. Je lauter man jetzt auf Erdogan eindrischt um so mehr trifft man auch den Stolz der Türken, denn die haben ihn ja doch gewählt, und zerstört, was man in einigen Jahren wieder brauchen wird. Das gilt auch für Rüstungslieferungen an einen Freund in der Nato. Aber die Fähigkeit zur Komplexität von einer Partei zu erwarten, die ohne Gegenstimmen ihren Kandidaten wählt, ist bei der Kurzfristigkeit heutigen Agierens Illusion. Der Vertrag mit Russland ist eine der ersten Folgen, weitere werden kommen. Die Welt will und braucht kein auftrumpfendes Deutschland, und zwar auch dann nicht, wenn es aus dem sicheren Mitteleuropa heraus Belehrungen zum Weltfrieden verteilt.

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Papazaca 12.09.2017, 11:37
25. Die Reflexe des Hern E. aus A.

Wer darin keinen Tritt des Herrn E. in den Allerwertesten der Nato sieht, versteht die Zeichen nicht. Und vor allem hat er auch Trump und die amerikanische Rüstungsindustrie vorgeführt. Das entspricht den bekannten Erdogan'schen Beißreflexen, hier als Bestrafung für die amerikanische Kurdenpolitik. Also noch einen Feind mehr (Trump). Das wird der sich sicher nicht gefallen lassen. Der ist ja ähnlich gestrickt. Es wird einsam um Erdogan. Irgendwann reißt das Gummi.

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th!nkt@nk 12.09.2017, 11:38
26. Partnerfrage

Ein Land kauft Waffen, die es nicht selbst herstellt bei einem anderen Land. So weit, so normal. Das sich Erdogan für Russland entschieden hat, ist m. M. n. keine technische Entscheidung, sondern als Provokation gemeint. Man darf in vielerlei Hinsicht diesem "Bündnis-Partner" die Vertrauensfrage stellen. Verbindlichkeit ist von diesem türkischen Herrscher nicht zu erwarten.

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napoleonwilson 12.09.2017, 11:42
27. F22 Abschuss

So. Eine F22 kann dieses System nicht abfangen. Woher nimmt der Verfasser die Informationen, die das belegen. In Pilotenkreisen ist es unbestritten, das das System in der Lage ist fast JEDEN bekannten Flugkörper abzufangen.

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Denkt mal selber nach 12.09.2017, 11:46
28.

Zitat von hahewo
Immer wieder habe ich vor der Verlässlichkeit des Bündnispartners Türkei gewarnt. Nun der neueste Schachzug des Herrn Erdogan, womit er wiederum die NATO erpressen will. Das GEld zum Kauf, ca. 3,4 Milliarden Dollars, hat er von der EU und der BRD geschenkt bekommen. Für eigentlich garnichts, weder in Sachen Flüchtlinge, die in primitiven Lägern verrotten noch in Sachen EU Beitritt. Wann handeln die westlichen Politiker und schmeißen die Türkei achtkant aus allen westlichen Bündnisse bzw. Verträge heraus. DAzu eine eindeutige Warnung aus dem Ministerium der Äussersten vom Obermotz.
Tja das wird nicht passieren. Geostrategisch wäre das für die NATO der Super-GAU. Hier zeigt sich eigentlich nur die Schwäche der europäischen Politik, die es nicht geschafft hat, die stabile Lage aufrecht zu erhalten.
Der Putschverusuch in der Türkei war der Auslöser für Erdogan seine Macht mit allen Mitteln zu verteidigen. Die EU konnte sich nie klar positionieren und hat immer rumgeeiert. Das ist Schwäche. Hinzu kam der wohl herbei geführte Vorfall um den abgeschossenen russischen Jet und der Anschlag auf den russichen Botschafter.

Da wurde wohl jemand unterschätzt. Statt den Konflikt zu schüren haben sich die beiden Länder angenähert und die Schwäche der EU und der NATO ausgenutzt.
Das alles trägt die Handschrift einer gewissen politischen (Welt-)Macht. Die hat sich verzockt, mal wieder, aber sie kann es verkraften. Die Europäer sollten jedoch endlich aufwachen, wenn sie nicht wieder in die Zustände der Zwischenriegszeit zurückfallen wollen, wonach es derzeit stark aussieht.
Für Heuchelei über westliche Werte ist keine Zeit mehr. Es geht darum stabile Bündnisse zu schaffen.

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Havel Pavel 12.09.2017, 11:48
29.

Zitat von toscana57
Das weckt düstere Erinnerungen an den Abschuss einer russischen Abwehrrakete über ostukrainischem Gebiet, das ein ziviles Passagierflugzeug zum Absturz brachte. Kann man angesichts dieser neuen Bedrohungslage noch als Tourist in die Türkei einreisen ? Ich werde jedenfalls in dieses Land nie mehr einen Fuß setzen.
Warum erwähnen Sie nicht, dass die Rakete damals versehentlich abgefeuert wurde? Aber an der Funktion an sich ist doch wohl nichts zu kritisieren. Der Fehler lag eindeutig beim Bedienpersonal!

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