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Mehreinnahmen: Koalition streitet über Steuersenkungen

Die Diskussion über mögliche Steuersenkungen gewinnt deutlich an Dynamik. Nach der FDP fordert jetzt auch Bayerns Finanzminister Fahrenschon Entlastungen für die Bürger - acht Milliarden Euro. Seine Unionskollegen warnen jedoch: Es drohten*unerwartete Ausgaben.

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Tabris2011 17.05.2011, 09:00
1. bitte noch etwas durchhalten

bis die fdp endgültig weg vom fenster, sprich: politische bühne ist.

erst einmal geht es darum, keine neuen schulden aufzunehmen. dann geht es darum, die vorhandenen schulden abzubauen. daher sehe ich auf jahrzehnte keinen grund, die leidige steuersenkung-debatte immer wieder und wieder aufs tablett zu bringen. es ist so unerträglich ermüdend und die geisterdebatte verschwindet hoffentlich dann, wenn die fdp in der historischen versenkung verschwunden ist.

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erkelenzer 17.05.2011, 09:12
2. Schuldenabbau jetzt!

Steuersenkungen? In Anbetracht von 2.000.000.000.000 EUR Schulden?? Wir wäre es zunächst mal mit schwarzen Zahlen?

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Prekarianer 17.05.2011, 09:13
3. re

Zitat von sysop
Die Diskussion über mögliche Steuersenkungen gewinnt deutlich an Dynamik. Nach der FDP fordert jetzt auch Bayerns Finanzminister Fahrenschon Entlastungen für die Bürger - acht Milliarden Euro. Seine Unionskollegen warnen jedoch: Es drohten*unerwartete Ausgaben.
gebt es denen, den ihr es genommen
allen eu ländern

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demut 17.05.2011, 09:14
4. Schuldenproblem

Das Problem der Verschuldung hängt direkt mit Politikern zusammen, die nicht verstehen, dass man während eines Aufschwungs (also z.B. jetzt) Schulden abbauen muss und kann, damit man während eines Abschwungs Konjunkturprogramme (z.B. Steuerentlastungen) über Schulden finanzieren kann.
Dadurch kann man die Phasen des Abschwungs verkürzen und steht nach Keynscher Wirtschaftstheorie besser da.
Was aber hier wieder mal passiert: Im Aufschwung das Geld raushauen, obwohl man ohne Ende Schulden hat und im Abschwung dann über Schulden Konjunkturprogramme machen. Das geht einige Zeit gut. Nur irgendwann hat man dann Billionen Schulden und muss das Geld statt für sinnvolle Dinge eben für Zinsen ausgeben.

Wer also jetzt fordert, das Geld auszugeben, steht genau mit den Verantwortlichen in einer Reihe, die Deutschland diese unglaubliche Schuldenlast beschert haben und hat keinerlei wirtschaftlichen Sachverstand.

Da geht es nur um kurzfristiges Denken bis zur nächsten Wahl .

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merapi22 17.05.2011, 09:24
5. Deutschland ist eine Großbaustelle!

Zitat von erkelenzer
Steuersenkungen? In Anbetracht von 2.000.000.000.000 EUR Schulden?? Wir wäre es zunächst mal mit schwarzen Zahlen?
Solang das HAus in Bau ist, ist das aufnehmen von Krediten kein Problem, erst wenn da HAus fertig ist kann man mit der Tilgung beginnen!
Es hat heute zu viele Problme und man muss das bismarcksche Sozialsystem umbauen und auf das Ende der menschlichen Arbeit vorbereiten - bGe nach Prof, Götz Werner!Erst wenn dies geschehen ist kann man mit der Rckzahlung beginen, die dann sehr leicht zu schaffen ist!

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redwed09 17.05.2011, 09:24
6. Erst einmal die öffentlichen Aufgaben finanzieren

Zitat von sysop
Die Diskussion über mögliche Steuersenkungen gewinnt deutlich an Dynamik. Nach der FDP fordert jetzt auch Bayerns Finanzminister Fahrenschon Entlastungen für die Bürger - acht Milliarden Euro. Seine Unionskollegen warnen jedoch: Es drohten*unerwartete Ausgaben.

Die FDP hat auf ihrem Parteitag verkündet, sie wolle jetzt liefern und liefern heißt bei dieser 3% Partei Steuern für ihre Klientel zu senken. Aber Steuersenkungen sind das, was dieses Land zum jetzigen Zeitpunkt am wenigsten braucht. Schon gar nicht für Best- und Besserverdienende.
Was dieses Land braucht sind Investitionen in Straßen (das Straßennetz verkommt immer mehr), in Bildung (Lehrer fehlen, Schulgebäude und Ausstattung sind teilweise miserabel), in Sicherheit (Polizeibeamte werden immer mehr abgebaut, die Technik ist veraltet), in die Justiz (Prozessen dauern endlos, auch hier eine miserabele technische Ausstattung), in die Ministerialbürokratie (aus Geldmangel und somit Personalmangel werden "Berater" von Interessenverbänden zur Gesetzeserstellung herangezogen). Diese Liste ließe sich endlos erweitern. Wenn man nur an die dreckigen Straßen, verkommenen Parkanlagen, geschlossenene Bäder und Büchereien denkt.
Und da kommen die von Gier getriebenen Mitbürger schon wieder aus ihren Löchern und schreien nach Steuersenkungen. Wenn wir unsere Infrastruktur und sonstigen staatlichen Aufgaben wieder auf heutigen technischen Standart und eine angemessene Personalausstattung gebracht haben, sollte über Steuersenkungen für die Einkommensschwachen nachgedacht werden. Aber nicht unter den heutigen Gegebenheiten.

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sukowsky 17.05.2011, 09:25
7. Der Staat hat auch immer Vorbild zu sein

Da sollte man auf die Befindlichkeiten der FDP und andere
nicht achten und zuerst mal die Staatsschulden bezahlen.
Der Staat hat auch immer Vorbild zu sein für den einzelnen Bürger.

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Crom 17.05.2011, 09:28
8. Schuldenabbau jetzt!

Wenn wir es nicht einmal schaffen in einem Boomjahr wie 2011 die Schulden abzubauen, wann dann? Steuersenkungen auf Pump sind keine echten Steuersenkungen, denn mal zahlt dann in Zukunft diese Steuern mehr + Zinsen!

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Alimentator 17.05.2011, 09:48
9. Steuern rauf!

Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Steuern - diese aber gerechter! Wir müssen Schulden abbauen und auf regenerative Energien umsteigen - das kostet Geld. In privater Hand ist genug Geld, wir müssen nur die sozial gerechten Steuern erhöhen. Diese sind: Lohnsteuer, Einkommensteuer, Kapitalertragssteuer, Körperschaftssteuer. Warum nicht noch einmal eine Vermögenssteuer?
Sozial ungerecht, weil sie den Armen wie Reichen gleichermaßen treffen: Verbrauchssteuern wie Mineralölsteuer, Umsatzsteuer. Diese könnten dann evtl. sogar gesenkt werden.

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