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Mehrgenerationenhäuser: Von der Leyens Vorzeigeprojekt in Geldnot

Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolg. Doch bald geht ihnen das Geld aus. 2011 endet der Bundeszuschuss für die ersten der 500 Bürgertreffs. In vielen Einrichtungen wächst die Sorge, wie es danach weitergehen soll.

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semipermeabel 07.11.2010, 08:39
1. ...

Zitat von sysop
Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolg. Doch bald geht ihnen das Geld aus. 2011 endet der Bundeszuschuss für die ersten der 500 Bürgertreffs. In vielen Einrichtungen wächst die Sorge, wie es danach weitergehen soll.
Wer in solchen Projekten arbeitet weiß, dass sich diese nie selbst tragen können. Wie denn? Welche Einnahmen können in einem Bereich, der eindeutig dem Non- Profit- Sektor zuzuordnen ist, gemacht werden?
Vereine und andere freie Träger hängen am Tropf der öffentlichen Hand und an dem von Sponsoren.
Letztlich bleibt den Einrichtungen oft nichts weiter übrig, als sich von der Kirche tragen zu lassen.
Mich wundert in diesem Land nichts mehr, weil sich zunehmend " Geldwert" über sozialen Wert stellt.

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Clawog 07.11.2010, 08:56
2. Erflolg ?

Wenn etwas "erfolreich" ist, braucht es keine Zuschüsse. Aber die Sorgen um die Zukunft ist schon ein guter Ansatz. Es macht kreativ, wenn es sich lohnt.

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Hilfskraft 07.11.2010, 09:09
3. Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolg?

Was für ein Blödsinn!
Jedes Mehrfamilienhaus ist ein Mehrgenerationenhäuser, oder?
Was ist daran anders?
Kein Geld vom Bund für´s Zusammenleben.
Die Freistehendes-Einfamilienhaus-Bewohnerin v.d. Leyen kann da natürlich nicht mitreden.
Die weiß nicht, wie das ist, in einem Mehrfamilienhaus.
Herr laß nach!
Auf diese Frau zehn Richtige!
H.

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stanis laus 07.11.2010, 09:09
4. Absurd

Wenn mehrere Generationen -wie früher- unter einem Dach leben wollen, so sollen sie das selbst veranworten.

Warum soll ich als Bürger deren Wünsche mitfinanzieren? Sehe ich doch garnicht ein.

Nur damit sich eine publicitygeile Tussi in der Öffentlichkeit brüsten kann.

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freiheitgleichheit 07.11.2010, 10:02
5. Regierung im (Ersatz-)Elfenbein-Turm

Die Bürgerproteste nehmen in in vielen Bereichen zu, weil
die Regierung den Kontakt zum Volk verliert, der Bundespräsident sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, die Mehrheit im Volk ist dagegen, und auch hier zeigt sich eine fatal-blau-äugige Abgehobenheit, die zugleich beispiellos und auch wirtschaftlich schädlich ist. Und so einfach ist das: die Oma hört dem kleinen Buben die Englisch- (warum nicht Französisch-?) Vokabeln ab, und er erklärt ihr das Handy - hahaha !
Also: erstens kann man familiär-gesellschaftliche Strukturen nicht erfinden oder konstruieren - solche künstlichen Produkte waren noch nie lebensfähig,
zweitens ist das "flächendeckend" weder finanzier- noch durchsetzbar und
drittens bin ich sehr enttäuscht, weil ich Frau von der Leyen für klüger gehalten hatte. Sie reiht sich damit in die Riege unserer Regierungs-Utopisten und Millionenverschwender ein.
Ich habe beruflich sehr viel mit häuslebauenden und bauen wollenden Menschen zu tun, und die haben vollständig andere Wünsche und Vorstelllungen, als Ihnen die nette Dame da unterschieben möchte. Und wenn schon "Mehrgenerationenhaus",
dann definieren sie das auf sich selbst bezogen: ein Haus soll dann noch umorganisiert werden können, wenn sie etwas älter und die Kinder aus dem Haus sind.
So ist das !

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Sonntagskind 07.11.2010, 10:04
6. Nur Bares Ist Wahres!

Die Bewohner der Umgebung treffen sich, besprechen ihre Probleme, helfen sich gegenseitig. Von der Leyen erläuterte ihre Vision gern mit dem Beispiel: "Die alte Dame fragt den Schüler Englisch-Vokabeln ab, dafür erklärt er ihr das Handy."

Dort geben nach einiger Zeit die Mundhandwerker, Schaumschläger, Gutmenschen und Sozialpädagogen den Ton an und wollen die Arbeit einteilen.
Ich bin immer derjenige, der durch seine vielseitige handwerkliche Ausbildung ein Problem oder Arbeit erledigen kann.
Ob es um die Stromversorgung bei der Geburtstagsfeier (Meisterbrief ist vorhanden) oder die Durchsicht der Ausbildungsnachweise geht , immer werde ich gefordert.
Meine Devise, zu der ich immer stärker neige ist:

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Hubert Rudnick 07.11.2010, 10:09
7. Der Staat soll es wieder mal finanzieren?

Zitat von sysop
Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolg. Doch bald geht ihnen das Geld aus. 2011 endet der Bundeszuschuss für die ersten der 500 Bürgertreffs. In vielen Einrichtungen wächst die Sorge, wie es danach weitergehen soll.
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Welche Lebensgemeinschaft wir uns auch aussuchen, aber das zu organisieren und finanzieren obliegt doch immer nur dieser Gemeinschaft selbst, oder will man schon wieder Experimente durchführen?

Wo Menschen zusammenleben, da werden und müssen sie auch selbt für ihren eigenen Unterhalt aufkommen, Showvorstellungen brauchen wir nicht und sie haben auch kein Bestand.
HR

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siegeline 07.11.2010, 10:21
8. welche Erfolge?

Frau Erdmann macht es sich ein bisschen einfach, wenn sie feststellt, Mehrgenerationenhäuser seien ein Erfolg, aber mit keiner Silbe erwähnt, worin der sich bislang erwiesen hätte.

Sowas kann doch nicht ständig von außen angeschoben werden, sondern muss in erster Linie über das Engagement und die Eigeninitiative der fitten Bewohner funktionieren. Oder sind Mehrgenerationenhäuser eine Art betreutes Wohnen?

Ich bezweifle stark, dass etwa ein demenziell erkrankter Alleinwohnender in einem solchen Mehrgenerationenhaus gute Lebensqualität hat, wenn nach mehreren Jahren Anschub immer noch nicht ein sich selbst tragendes Engagement der Bewohner geweckt werden konnte.

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Barath 07.11.2010, 10:23
9. ...

Zitat von Clawog
Aber die Sorgen um die Zukunft ist schon ein guter Ansatz. Es macht kreativ, wenn es sich lohnt.
Völlig unabhängig davon, was ich von diesem Projekt halte, zeigen Beiträge dieser Art doch sehr deutlich, was in unserem Land und insbesondere in den Köpfen grundlegend falsch läuft.

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