Forum: Politik
Menschenrechte in Bahrain: Wer unbequem wird, fliegt raus
AP

Im Königreich Bahrain werden Aktivisten schon wegen eines unliebsamen Tweets monatelang weggesperrt. Neuerdings entzieht das Land Menschen, die ihrer "Pflicht zur Loyalität" nicht nachkommen, sogar die Staatsbürgerschaft.

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juerler@saxonia.net 02.11.2014, 07:40
1. wer unbequem.......fliegt

warum so weit? Ist doch in Deutschland genau so.
Beispiel gefällig- Journalisten die die Wahrheit über den Ukrainekrieg berichten wollen und von der Staatsmeinung oder dem Chefredakteur, weil er in der Nordatlantik Brücke ist oder sonst wie abhängig von den Amis ist, abweicht hat Probleme insgesamt. Er wird nicht nur diszipliniert sondern hat als Abweichler auch keine Möglichkeit bei den staatstreuen(amitreuen)Medien wieder seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Der Beispiele gibt es vielez.B. die Zensur von Kommentaren!
Auch vorgegeben.

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SichtausChina 02.11.2014, 07:46
2. Falsche Freunde

Da haette man lieber mit Assad und Russland ein Zerbrechen Syriens - multikulturell, multireligioes, Vielvoelkerstaat - verhindert, anstatt jetzt mit solchen Staaten gegen ISIS anzutreten. Assad ist kein Heiliger, aber immerhin ist er kein salafistischer Monarch, sondern Sozialist der Staat und Religion zu trennen wusste.

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Worldwatch 02.11.2014, 08:03
3. Fuer Erdoel und Energie ...

... verkauft D., die sog. "EU" und allen voran die US of A, ohne mit der Wimper zu zucken, und seit Jahrzehnten, seine sog. "westlichen Werte".

So die denn ueberhaupt noch irgendwie erkennbar, wie definierbar seien.

An Bigotterien sind die "westlichen Werte" zunehmend unschlagbar.

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Beat Adler 02.11.2014, 08:09
4. Der sunitisch-shiitische Konflikt wird immer virulenter

Der sunitisch-shiitische Konflikt wird immer virulenter, obwohl schon Hunderte Jahre alt, ist er wegen der Brutalitaet des IS heutzutage im Bewusstsein weltweit.

Saddam Hussein konnte sich auf die 20% sunitischen, arabischstaemmigen Irakis verlassen. Die Erddiktatur Vater und Soehne Assad auf die etwa 15% seiner syrischen Bevoelkerung, der shiitischen Sekte der Alaviten. In Bahrain sind auch nur 20% Suniten, so wie das lokale Koenigshaus. Wenn eine Minderheit in einer Diktatur, in einer absolutistischen Monarchie, ueber Alle herrscht, sind Konflikte vorprogrammiert.

In Saudi Arabien kann sich der Koenig auf 90% Sunitten verlassen. Die saudi-arabische, shiitsche Minderheit, welche immer wieder fuer Unruhe sorgt, Polizeiposten ueberfaellt, etc., werden mit brachialer Gewalt unterdrueckt.

Das Koenigshaus in Bahrain ist offenbar dabei Shiiten, auch mit bahrainischer Nationalitaet, so gut es geht loszuwerden.
mfG Beat

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emobil 02.11.2014, 08:09
5. na immerhin

wird nicht sofort - nach alter orientalischer Sitte - der Kopf abgeschlagen.
Soll doch noch mal einer sagen, im Islam gäbe es keine Fortschritte.

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outsider-realist 02.11.2014, 08:13
6.

Dann wird das bestimmt der nächste Anwaerter für die Fussball WM. FIFA übernehmen Sie.

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Atheist_Crusader 02.11.2014, 08:24
7.

Nicht, dass ich dem Gedanken nicht grundsätzlich etwas attraktives abgewinnen könnte. Ich kenne mehr als genug von diesen asozialen Heuchlern, die bei jeder Gelegenheit betonen müssen, dass sie Deutschland hassen, derweil aber fröhlich Hartz IV und andere Vergünstigungen kassieren. Und deren politischer Willen zur Änderung der Zustände beim Nichtwählen endet.

ABER

...bevor man anfängt, Leute wegen mangelnder Loyalität rauszuwerfen, sollte man erstmal sicherstellen, dass man die da eingeforderte Loyalität auch VERDIENT hat. Wer sich selbst als unfehlbar hinstellt, und jeden Zweifel an der eigenen Göttlichkeit kriminalisiert und wie ein pubertärer Schulhofschläger verfolgt, der hat dies definitiv nicht.


Aber wieder mal ein tolles Beispiel für die westliche Inkonsequenz, wenn es um den Nahen Osten geht. Die Saudis und ihr kleiner Golfclub sind die Guten, die Iraner und Freunde sind die Bösen. Basierend auf objektiven Fakten wie politischen Freiheiten, Menschenrechtslage oder Terrorverbindungen lässt sich diese Unterteilung nicht erklären. Es geht im Grunde nur darum, wer wem Öl liefert.

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micromiller 02.11.2014, 08:28
8. Eine Feudaldiktatur

die offenbaren Freunde unserer Regierungsossis Herrn Gauck und von Frau Merkel, die mit allen Ehren in Berlin empfangen werden. Wenn der Standarddiktator Assad sich zum Koenig erhoben haette, wuerde GROKO & CO
ihn sicherlich ebenfalls ehrfurchtsvoll mit Waffen beliefern lassen. Wir sollten uns wirklich fragen mit welchen Voreinstellungen unsere Regierungsossis die Welt wahrnehmen oder folgen sie lediglich den Vorgaben des Herrn Obama.

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tonybkk 02.11.2014, 08:38
9. ........

Nach Merkel ist Bahrain zusammen mit seinen symphatischen islamistisch gepraegten Nachbarn aus Saudi Arabien, Oman, etc... einer unserer verlaesslichsten Partner in der Region. Diese Staaten sind sooo demokratisch und lieben so sehr die Menschenrechte da brauchen wir keine Sanktionen, kein Regime-Change, oder auch nur vehemente Mahnungen. Nein denen liefern wir lieber Waffen und unser Bundesgauck kommt gerne mal zum Essen mit den feudalistischen Potentaten vorbei.
Immerhin sind das ja auch seit Generationen in der Macht verankerte mittelalterliche, royalistische, stark religioes gepraegte Machtstrukturen, die sind natuerlich viel besser als z.B. so ein vierteldemokratischer Machthaber in Syrien, oder ein von seinem eigenen Volk gewaehlter aber uns nicht ganz genehmer russischer Praesident.

Auch das Koepfen als Hinrichtungsmethode, Haende abhacken, sogenannte Fingernagelfabriken (Geheimdiensthauptquartiere), die Foerderung terroristischer Organisationen, illegaler Waffenhandel, Unterdrueckung von Minderheiten und sogar Sklavenhandel sind doch bei den angesehenen Herrschern von Amman ueber Dubai bis Riad kein Problem fuer unsere hochmoralische Truppe aus SED-Altlasten an der Spitze des deutschen Staates.

Gaddhafi war einfach ein dummer Mann. Haette der sich Koenig oder zumindest Emir genannt, ein paar A-380 bestellt und seine Waffen in Washington erworben, waere der noch im Amt geblieben bis zum Sankt Nimmerleinstag und waere als hochgeachteter Fürst im Alter von 90 + verstorben.
Der Gauck waere dann natuerlich auch auf die Trauerfeier gekommen.

Ach ist es nicht einfach schoen wenn man weiss dass man doch auf der Seite der "Guten" steht.....

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