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Menschenrechte: China wettert gegen Rassismus in den USA
REUTERS

Baltimore, Ferguson, Charleston - tödliche Schüsse von Polizisten gegen Schwarze schockierten weltweit. Ausgerechnet China versucht die Fälle jetzt für sich auszuschlachten: Peking kritisiert Rassismus in den USA.

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PeterPe 26.06.2015, 09:14
1. Solange man Han-Chinese und parteitreu ist ...

... gibt es in China keinen Rasissmus. Fuer die Uiguren sieht es etwas anders aus.

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pacos41 26.06.2015, 09:22
2. Ausgerechnet China

Aber sagen die etwas Unwahres? Wer sich die Menschenrechte auf die Fahne schreibt, kann nicht Guantanamo haben, andere Länder überfallen und so tun, als gelten die Menschenrechte nur woanders.

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Leser161 26.06.2015, 09:24
3. Ja und?

Natürlich hat China eigene Probleme mit Menschrechten. Aber es heisst doch immer so schön man kann Unrecht nicht aufrechnen und Unrecht ist Unrecht.
China prangert dier USA mit dem selben Recht an, wie USA die Volksrepublik anprangern.
Alles andere ist Doppelmoral.

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kiltbear 26.06.2015, 09:25
4. Tja, so kann es gehen

Wenn man sich selber keinen Deut um Menschrechte schert (Abu-Ghureib, Guantanamo, folter, Rassismus, Polizeigewalt, Privatknäste, Todesstrafe), muss man sich nicht wundern wenn von denen, die man so gerne und oft kritisiert auch mal was in gleicher Münze zurückgezahlt wird.

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simonweber1 26.06.2015, 09:27
5. Von denen

Zitat von PeterPe
... gibt es in China keinen Rasissmus. Fuer die Uiguren sieht es etwas anders aus.
werden aber nicht jeden Tag zwei im statistischen Durchschnitt erschossen, so wie das in den USA mit den schwarzen Jugendlichen durch Polizeigewalt gemacht wird.

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Tacitus73 26.06.2015, 09:32
6. wahrer Satz

Natürlich ist das scheinheilig, wenn China jetzt solche Vorwürfe erhebt - angesichts der Menschenrechtslage in China selbst. Trotzdem kann man nicht bestreiten, dass der aus dem Bericht zitierte Satz Wort für Wort stimmt: ""Tötungen von Afroamerikanern durch Polizisten sind praktisch normal geworden in der US-Strafverfolgung". Diese Tatsache, die ja eigentlich so fundamental ist, dass sie den Rechtsstaat in Frage stellt, wurde in der vergangenen Zeit tatsächlich zu wenig beachtet. Offenbar hat man sich in den USA daran gewöhnt; eine wirklich breitflächige, das ganze Land ergreifende Empörung blieb aus. Hoffentlich ändert sich daran endlich etwas - nicht, weil China das anmahnt, sondern weil die Amerikaner erkennen, dass sie es sich selbst schuldig sind.

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ofelas 26.06.2015, 09:33
7. ich kann die USA und China vergleichen

Der Rassismus ist in weiten Teilen der USA alltag ob Schwarze, Chicanos oder mittlerweile auch Muslime. An der Oberfläche, im täglichen Umgang oder durch Behoerden Ex Polizei ist es aber im allgemeinen oberflächlich Tolerant. China der selbst Auslandschinesen sind sehr viel weniger Tolerant, die offen ausgelegte Verachtung von dunklen Völkern kann man mit Europa oder USA im 19 Jahrhundert vergleichen.

Meine vielen Bekannten aus Asien waren immer wieder erstaunt weil wir die Aussagen kritisiert hatten!

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axth 26.06.2015, 09:34
8. fehlte nur noch ...

... dass China die Todesstrafe in der USA anprangert.

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behr22 26.06.2015, 09:40
9.

Zwar ist die Kritik nicht ungerechtfertig, aber dennoch zeugt von einer ziemlichen Doppelmoral. Bei den Protesten von Hongkong wurde das Ausland aufgefordert sich nicht einzumischen, weil das eine innere Angelegenheit sei, aber sobald es opportun ist macht es selbst ohne zu zögern.

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