Forum: Politik
Menschenrechte - mehr internationaler Druck auf China?

Immer wieder prangern internationale Organisationen die Menschenrechtsverletzungen in China an. Die Organisation Human Rights Watch berichtet nun von Entführungen und illegalen Gefängnisse. Muss die internationale Gemeinschaft in Sachen Menschrechte mehr Druck auf China ausüben?

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sysiphus 12.11.2009, 15:38
1. Gähn

Hat die SPON-Redaktion keine Ideen mehr für interessante Diskussionsthemen?
Es gab doch bis zum 21.10. einen fast deckungsgleichen Strang mit dem Titel "Demokratie in China - mehr Druck durch den Westen", der sich nicht gerade durch übermäßige Beteiligung ausgezeichnet hat.
Also vergesst die Sache einfach.

Ansonsten gibt es zur Fragestellung nur wenig zu sagen, weil:
1. Kann niemand China unter Druck setzen.
2. Interessiert das hier kaum jemanden.
3. Hat kein Land der Welt in den letzten 10-15 Jahren mehr für die Verbesserung der sozialen Menschenrechte getan als China. Der Fortschritt bei den politischen Menschenrechten hält damit nicht Schritt, ist aber auch schon unübersehbar.

Die Dinge entwickeln sich - und zwar aus ihrer inneren Dynamik heraus. Westlicher Druck ist dabei weder vonnöten noch von Nutzen. Und er ist vor allem irrelevant.

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corvuscorax2 12.11.2009, 16:00
2. Schämen Sie sich!

Zitat von sysiphus
Die Dinge entwickeln sich - und zwar aus ihrer inneren Dynamik heraus. Westlicher Druck ist dabei weder vonnöten noch von Nutzen. Und er ist vor allem irrelevant.
Wenn man sich denn schon Sysiphus nennt weil man andeuten möchte unentwegt denselben Stein den Berg hochzurollen, sollte man wohl mehr Geduld haben mit jenen, die ebenso unermüdlich auf diese Weise mit der Forderung nach Achtung der Menschenrechte verfahren.

Den Zynismus weiter treibend hätte man auch noch bemerken können, daß die Chinesen offenbar nicht genug von den Amerikanern lernen können; in Sachen Geheimfolter in Geheimgefängnissen könnte ja vielleicht ein reger Erfahrungsaustausch stattfinden um die doch recht groben Methoden zu verfeinern.

Aber da wir uns Sysiphos ja als einen "glücklichen Menschen" vorstellen müssen, ficht Sie das sicher nicht weiter an. - Das würde sich wohl erst dann ändern, wenn Sie selbst die chinesische Gastfreundschaft im Geheimfolterknast ertragen müssten. - Fahrn Sie doch hin, guter Mann!

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microsoftie 12.11.2009, 16:01
3. Gibt Schlimmeres

Festhalten und etwas pruegeln ist zwar nicht gerade nett, aber wenn man im Gegensatz dazu an die ehemaligen Foltergefaengnisse Chiles denkt auch nicht gerade so furchtbar monstroes.
Nicht dass ich das toll finde, aber man kann froh sein, dass China in der Richtung 'netter' geworden ist.
Foltern und Toeten ist deutlich schlimmer.

Und: Wer soll etwas dagegen machen? Wirtschaftlich ist China die Nr1. Selbst Obama legt sich nicht mit China an und erst Recht nicht Merkel.
Ruhe bewahren auch China ist im Wandel...

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laosichuan 12.11.2009, 16:21
4. Glaubwürdig?

Zitat von sysop
Immer wieder prangern internationale Organisationen die Menschenrechtsverletzungen in China an. Die Organisation Human Rights Watch berichtet nun von Entführungen und illegalen Gefängnisse. Muss die internationale Gemeinschaft in Sachen Menschrechte mehr Druck auf China ausüben?
10 000 Menschen in Beijing in illegalen Gefängnissen? Wo Beijing doch ausgesprochen übersichtlich gebaut ist und Nachbarschaftskommitees eigentlich immer wissen, was in ihrem Bezirk vor sich geht.
Gibt es vielleicht mal eine Adresse, wo man nachsehen könnte?
Ich hab schon glaubwürdigeres China-bashing gelesen.

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matze1958 12.11.2009, 16:37
5.

Wenn ich die Beiträge hier lese, dann kann ich den Glauben an die Humanität und an die Intelligenz des Menschen verlieren.
Wenn sichere Quellen verlangt werden, dann schauen sie sich doch mal die Menschrenchtsreports von Amnesty oder der UN an.
Und stellen sie sich eine einfache Frage: Wie würde es mir in China ergehen, wenn ich meine Meinung so äußern würde, wie sie es hier tun.
Dass SPON dieses Thema wieder aufgreift, zeigt doch nur die Aktualität. Wenn es sie doch nicht interssiert, warum versuchen sie dann darüber zu diskutieren?

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Christoph_China 12.11.2009, 16:44
6. Doppelmoral

Zitat von sysiphus
Hat die SPON-Redaktion keine Ideen mehr für interessante Diskussionsthemen? ..... 1. Kann niemand China unter Druck setzen. 2. Interessiert das hier kaum .....
Ich stimme dem zu. Den Spiegel interessiert es ja auch nicht, dass ein Deutscher letztes Wochenende ein Taxi mit einer Dame entfuehrt hat und sich dabei umgebracht hat und die Frau vrletzt wurde - nachts um 4 Uhr.... Das koennte ja ein schlechtes Bild auf die Deutschen in China werfen. Deswegen lieber erzaehlen, dass Chinesen ihre Mitbuerger fuer ein paar Wochen einknasten.

Zitat von corvuscorax2
Wenn man sich denn schon Sysiphus nennt weil man andeuten möchte unentwegt denselben Stein den Berg hochzurollen, sollte man wohl mehr Geduld haben mit jenen, die ebenso unermüdlich auf diese Weise mit der Forderung nach Achtung der Menschenrechte verfahren. Den Zynismus weiter treibend hätte man auch noch bemerken können, daß die Chinesen offenbar nicht genug von den Amerikanern lernen können; in Sachen Geheimfolter in Geheimgefängnissen könnte ja vielleicht ein reger Erfahrungsaustausch stattfinden um die doch recht groben Methoden zu verfeinern. Aber da wir uns Sysiphos ja als einen "glücklichen Menschen" vorstellen müssen, ... Fahrn Sie doch hin, guter Mann!
Was reden Sie von Zynismus? Reisen Sie doch mal selber nach China und schauen Sie sich an wie es abgeht! Sie scheinen wenig Ahnung zu haben von Menschenrechten in China und offenbar haben Sie auch keine Ahnung, dass in der Tat (wie es sysiphus beschreibt) sich die Menschenrechte in China extrem verbessert haben. Natuerlich gibt es immer noch etliche Faelle in China, die nach unserem westlichen Demokratie Verstaendnis eine Sauerei sind, aber sie werden weniger und weniger. Nur scheint DAS im Westen niemand zu interessieren,.

Human Rights Watch ist eine von der Amerikanischen Regierung bezahlte Institution und genau so manipulierend wie z.B. Reporter ohne Grenzen. Also nehmen Sie mal deren Meinung, lesen Sie die chinesische und dann koennen Sie sich locker in der Mitte treffen (oder meiner Meinung nach eher etwas auf der chinesischen Seite) um der Wahrheit am naechsten zu kommen.

Die Todesurteile von den Urumqi Ausschreitungen dieses Jahres wurden z.B. von den Chinessichen Behoerden sehr transparent publiziert und unterscheiden sich von einer Amerikanischen Rechtssprechung nicht wesentlich.

Denken Sie mal an die chinesischen Uighuren, die von den Amis in Pakistan und Afghanistan abgegrffen wurden und ueber Jahre in Guantanamo eingeknastet wurden. Will nicht wissen was die durchgemacht haben. Und als es vor einem halben Jahr drum ging denen eine neue Heimat zu geben, (Deutschland wurde auch angefragt), haben alle bis auf einen pazifischen Inselstaat (der sich das mit einer Viertel Milliarde Entwicklungshilfe versuessen liess) Nein gesagt!

Also hoeren Sie mal mit Ihrer liderlichen "wir sind ach so tolle Demokraten im Westen" Doppelmoral auf!

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chagall1985 12.11.2009, 16:49
7. Die Chinesen sind halt ehrgeizig

Was andere gut können das wird kopiert.
Autos, Maschinen von den Deutschen.
Demokratie- und Menschenrechtsverständnis von den Amys.

Die sind nunmal dabei überall führend eine Rolle zu spielen.

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laosichuan 12.11.2009, 16:52
8.

Zitat von matze1958
Wenn ich die Beiträge hier lese, dann kann ich den Glauben an die Humanität und an die Intelligenz des Menschen verlieren. Wenn sichere Quellen verlangt werden, dann schauen sie sich doch mal die Menschrenchtsreports von Amnesty oder der UN an. Und stellen sie sich eine einfache Frage: Wie würde es mir in China ergehen, wenn ich meine Meinung so äußern würde, wie sie es hier tun. Dass SPON dieses Thema wieder aufgreift, zeigt doch nur die Aktualität. Wenn es sie doch nicht interssiert, warum versuchen sie dann darüber zu diskutieren?
Natürlich interessiert mich das Thema, weil ich in Beijing lebe. Aber gerade deswegen erwarte ich eine faire, objektive, wahrheitsgemäße Berichterstattung. Wenn jemand wie in diesem Bericht solche wenig glaubwürdigen Geschichten auftischt, ist der Berichterstatter in der Beweispflicht. Eine Adresse würde genügen, morgen gehe ich hin und sehe ob es wahr ist.

Nebenbei, ich habe noch nie das Problem gehabt, in China meine Meinung frei zu äußern.

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Christoph_China 12.11.2009, 16:54
9. intelligenz

Zitat von matze1958
Wenn ich die Beiträge hier lese, dann kann ich den Glauben an die Humanität und an die Intelligenz des Menschen verlieren. Wenn sichere Quellen verlangt werden, dann schauen sie sich doch mal die Menschrenchtsreports von Amnesty oder der UN ....
Nach lesen Ihrese Beitrages verliere ich den Glauben an die Intelligenz definitiv. Zeigen Sie mir doch mal einen Meshcnerechtsreport von der AI oder der UN anstatt hier leer loszudreschen!
Und auf Ihre Frage: "Und stellen sie sich eine einfache Frage: Wie würde es mir in China ergehen, wenn ich meine Meinung so äußern würde, wie sie es hier tun. "

Es gibt in China jedes Jahr ueber 60'000 Demos oder Zwichenfaelle wo Leute protestieren. Das wir von der KP jedes Jahr publiziert. Also behaupten Sie nicht, es wird jede(r) der/die sich beschwert eingeknastet. Aus irgeneindem Grund verbessert sich die Menschenrechtssituation in China ja drastisch. Und das liegt sicher nicht an ein paar Gutmenschen in Europa, die denken China ist eine brutale menschenverachtende Diktatur, die jeden(n) umbringt der/die mal aufmukst und das auch noch besserwisserisch aufgrund von lausig recherchierten Spiegel Artikeln in einem Foum kundtun!

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