Forum: Politik
Menschenschmuggler: 2,5 Millionen Dollar Profit pro Schiff
AFP/ Italian Navy

Für eine Mittelmeerüberfahrt verlangen Menschenschmuggler im Schnitt 6000 Dollar. Pro Schiff kommen sie damit laut EU-Grenzschutzagentur Frontex auf einen Millionenprofit.

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Leser161 25.02.2015, 12:59
1.

Fett Kohle absahnen und die Schelte ab kriegt Frontex.

Vielleicht sollte man das Übel an der Wurzel packen und und gegen die Schlepper direkt vorgehen. So ein Seelnverkäufer ist gut auszumachen und die Flüchtlinge werden ja kaum selbstorganisiert an Bord gehen, da kann man dann ja zuschlagen.

Ich weiss ich vereinfache, aber die aktuelle Arbeit ist ja auch kein Sonntagsspaziergang.

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martinschepers 25.02.2015, 13:00
2.

Einfache Lösung: Fähren einsetzen, und auf den Quatsch mit Passkontrollen, Visa usw. in den Häfen verzichten.
Es sollte doch jeder Mensch die Möglichkeit haben, wie wir als Deutsche, sein Leben auf diesem Planeten dort zu gestalten, wo er möchte. Das sollte ja wohl ein grundlegendes Menschenrecht sein, das für ALLE Menschen gelten muss!

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Sonia 25.02.2015, 13:10
3. Wir ahnten es

wäre es kein riesiges Geschäft, gäbe es diese Schleuserbanden nicht. In einer Asylantenunterkunft in unserer Nähe gab es eine Bürgerversammlung. Da wurden Asylanten befragt, was sie so zahlten, um nach Deutschland zu kommen. Sprachlosigkeit bei den anwesenden Bürgern. Ein 28-jähriger aus Ägypten gab unumwunden zu, 8 000 Dollar gezahlt zu haben für ein besseres Leben in Deutschland. Menschlich alles nachvollziehbar; aber was teilweise Familien zahlten ...unvorstellbar. Möchte ich hier nicht erwähnen. Die Menschen, die bitterarm dort alles verloren, in den Kriegsgebieten, das sind die, die unter menschenunwürdigsten Zuständen, frieren und hungern in Zeltstädten. Wollten wir nicht denen eigentlich helfen?

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cassikov 25.02.2015, 13:24
4.

Zitat von Sonia
Da wurden Asylanten befragt, was sie so zahlten, um nach Deutschland zu kommen. Sprachlosigkeit bei den anwesenden Bürgern. Ein 28-jähriger aus Ägypten gab unumwunden zu, 8 000 Dollar gezahlt zu haben für ein besseres Leben in Deutschland.
Im Grunde wär das Geld besser angelegt, wenn die Menschen vor Ort kleine Unternehmen gründen würden. Doch leider herrscht in vielen Regionen Afrikas eine unsagbare Korruption.
Habe ich selbst in Uganda mitbekommen. Da geht auch gerne mal der Bürgermeister in ein Geschäft, packt sich die Taschen voll und bezahlt anschließend nicht. Der kleine Ladeninhaber hat in solch einer Situation keine Chance, da er befürchten muss, dass, wenn er sich beschwert, der Laden dicht gemacht wird. Da dies nicht nur der Bürgermeister macht, sondern gleich die ganze Sippe, kann dies schnell in den Ruin führen.

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jstm 25.02.2015, 13:31
5. Der Horro!

Zitat von martinschepers
Einfache Lösung: Fähren einsetzen, und auf den Quatsch mit Passkontrollen, Visa usw. in den Häfen verzichten. Es sollte doch jeder Mensch die Möglichkeit haben, wie wir als Deutsche, sein Leben auf diesem Planeten dort zu gestalten, wo er möchte. Das sollte ja wohl ein grundlegendes Menschenrecht sein, das für ALLE Menschen gelten muss!
Dies würde für die gesamte Menschheit eine fatale Dynamik in Gang setzten. Belohnt würden diejenigen Menschen, die mobil genug sind, sich an die reichsten Plätze der Erde zu begeben, um dann weiterzuziehen, wenn sich dort die Lebensbedingungen verschlechtern. Bestraft wären diejenigen, die sich um den mühsamen Aufbau ihres Landes bemühen.

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bonngoldbaer 25.02.2015, 13:34
6. Das Übel an der Wurzel anpacken

Dass man das Übel an der Wurzel anpacken muss, ist wohl Konsens. Aber wo ist die Wurzel? Für mich ist es Frontex. Der von Sonia erwähnte Ägypter hätte wohl kaum 8.000 $ gezahlt, wenn nicht diese und ähnliche Organisationen seine Einreise nach Europa behindern würden. Und wer diesen Betrag aufbringen kann, gehört nicht zu den Ärmsten in seinem Land (ich könnte es nicht) und verfügt sicher über Qualifikationen, die ihn für den hiesigen Arbeitsmarkt tauglich machen.

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creatext 25.02.2015, 13:35
7. Beweise?

Seit vielen Jahren behauptet die Frontex, dass die meisten Flüchtlinge von "Schlepperbanden" nach Europa gebracht würden. In der ganzen Zeit aber wurde noch keine einzige dieser Schlepperbanden dingfest gemacht. Warum eigentlich nicht? Könnte es sein, dass es den Menschenschmuggel in diesem Umfang überhaupt nicht gibt? Könnte es sein, dass Frontex gar kein Interesse daran hat, den Menschenschmuggel am Ausgangsort zu unterbinden, weil Frontex dann überflüssig wäre?

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Olaf 25.02.2015, 13:44
8.

Wer 6000 Dollar pro Person nur für die Überfahrt aufbringen kan, gehört in Afrika auch nicht zu den ärmsten.

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spon-facebook-1332741430 25.02.2015, 13:52
9. Propaganda von Frontex

Es scheint so, als ob Frontex ein paar professionelle PR-Manager eingestellt hat. Wie die jüngste Vergangenheit bereits zeigte, ist den Aussagen von Frontex nur bedingt zu glauben. Medienvertreter passt auf, dass Ihr Euch nicht zu Knechten dieser menschenverachtenden Institution werdet. Solange die Ursachen in den Ursprungsländern der Flüchtlinge nicht beseitigt werden, solange werden Menschen flüchten um ein besseres Leben zu finden. Und das ist ihr Menschenrecht. Niemand geht freiwillig durch die Hölle wenn es andere Lösungen geben würde. Wir erleben heute die Folgen der rücksichtlosen Kolonialpolitik der Vergangenheit. Wir tragen Verantwortung! Entweder müssen wir die Lebensbedingungen in den Fluchtländern nachhaltig verbessern oder Flüchtlinge aufnehmen.
Vielleicht mal auf das eine oder ander Waffengeschäft verzichten (per Gesetz?). Und nur noch Handel betreiben mit Ländern, welche ethisch korrekt sind. Alle anderen isolieren. Selbst wenn unsere Wohlstand erst einmal einknicken wird, wird sich der Wohlstand auf der Welt mittelfristig verbessern. Weniger Kapitalismus, mehr Hummanismus. Ich sehe meine Interessen von meinen Volksvertretern nicht vertreten. Das sind alles nur Diener des maximalen Profits. Und wer dann auch noch ein großes C in seinem Parteinamen hat, trotzdem Lobbypolitik realisiert, der hat das Christentum und die Nächsteneliebe nicht ausrecihend verstanden. Wir sind eine Welt!

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