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Merkel-Abschied auf Raten: Europas Rechte feiert - Macron muss bangen
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"Schöne Grüße an die Merkel": Italiens Innenminister Salvini kommentiert den Rückzug der Kanzlerin hämisch. Andere europäische Spitzenpolitiker fürchten neuen Flüchtlingsstreit - und sorgen sich um den Euro.

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matteo51 30.10.2018, 10:56
50. Kraft

Als ich jetzt den Artikel las, kam mir in den Sinn, dass Angela Merkel vielleicht auch keine Kraft mehr hat, wenn sie tagtäglich in den Spiegel blickt und dort einfach etwas anderes sieht als das, was sie gerne sehen würde: eine menschenzugewandte Gesellschaft, die bereit ist, sich zu menschlichen Werten zu bekennen wie Hilfsbereitschaft, Wille zur Integration, Bereitschaft zum TEILEN (ähem). Vielmehr sieht sie im Spiegel vielleicht die festefahrene Gier der (deutschen) Gesellschaft, deren Angst, sich selbst zu verlieren, wenn sie teilt, das Feiern von "Werten" wie "am Ende zähl' ich" und "Hauptsache, ich gewinne".
Ich habe Sorge, dass nun auch in Deutschland einige Grenzen fallen, vor allem im menschlichen Umgang miteinander.

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derjoey 30.10.2018, 10:58
51.

Ach herrjeh, da geht den Rechten doch glatt ihr leerer Kampfspruch "Merkel muss weg" mittelfristig verloren. Eine Dose Mitleid. Aber wie der feixende Signor Salvini darauf kommt, dass jetzt eine Zeit der Freuden für ihn und seine Kompagnons anbricht, ist mir ein Rätsel. Erstmal soll er es schaffen, bis zum nächsten deutschen Kanzler noch irgendein nennenswertes politisches Amt innezuhaben.

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Liberalitärer 30.10.2018, 11:00
52. A la francaise

Zitat von ernestobecker
Was ist eine sinnvolle Weiterentwicklung der EU? Liegt das Heil darin, die EU weiter zu zentralisieren? Wollen das die EU-Bürger überhaupt? Man sollte ernsthaft ....
Das dürften eben viele ablehnen. Herr Lindner hat das schon richtig gesagt. Sind z.B. die Grünen zu einer europäischen Energiepolitik bereit und will man eine Rüstungsexportpolitik a la francaise? Da hilft dann Geschwafel auch nicht, dann muss man sich dazu bekennen oder eben nicht.

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berlin1136 30.10.2018, 11:01
53. Die Rechte wird leider stärker

Eines zeigt das alles. Die CDU ist eine kapitalistische Partei. Sozial nur insofern nicht an dem Fundament der Kapitalisten gerührt wird. Sozial wo denn? Ob nun die AKK, der Laschet, der Spahn oder auch der Merz das Ruder übernimmt, für den sog. kleinen Mann ändert sich nichts, aber auch gar nichts.

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kratzdistel 30.10.2018, 11:02
54. Macron müsste nicht bangen, wenn AKK....

in ihre Fußstapfen als nachfolgerin gewählt würde. bis dahin sind aber noch 3 jahre zeit. gerade AKK könnte brückenbauerin zwischen Deutschland und Frankreich werden. das Saarland hat damit als Grenzland gute Erfahrungen. die Nachbarn fahren ins Saarland zum wandern und essen und umgekehrt die Saarländer zum einkaufen nach F.

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Airkraft 30.10.2018, 11:02
55. Einfach mal abwarten...

Zitat von spadoni
Dieser provokante Salvini ist definitiv das Allerletzte! Er hält sich selbst für den Allergrössten, pöbelt nur herum und legt sich mit jedem an. Dieser Rassist hält ganz sicher keine 16 Jahre durch, wie Merkel, falls sie denn bis 2021 Kanzlerin bleiben sollte.
Einfach mal abwarten wer zuerst zurücktritt. Ich tippe da auf Salvini!

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telarien 30.10.2018, 11:03
56. Bitte mal erklären

Die CDU soll wieder wertekonservativ werden. Kann bitte mal jemand das konkreter fassen? Mit christlichen Werten kann es nichts zu tun haben, die bestehen nämlich nicht im Aufhängen von Kreuzen, eher in der Aufnahme von Flüchtlingen.
Oder meinen Sie ein älteres Lebensmodell, sollen Frauen wieder an den Herd?
Oder ist es nur ein dumpfes Ausländer raus, man schämt sich nur es auszusprechen?

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brunellot 30.10.2018, 11:06
57. Da liegen Sie wohl falsch...

Zitat von Psychotic
eine Merkel ohne Gestaltungsmacht wird Europa auf Jahre hinaus lähmen und wenn es in Deutschland nicht bald Neuwahlen gibt schweren Schaden anrichten. auf jeden Fall kann ....
...denn als Bundeskanzlerin hat Frau Merkel die Richtlinienkompetenz. Und da sie nicht mehr ängstlich auf die Wähler im allgemeinen und die Wutbürger im besonderen Rücksicht nehmen muss, ist sie nun gänzlich frei in ihren Entscheidungen. Frau Merkel hat 3 phantastische Jahre vor sich, in denen sie endlich frei von der Leber weg diejenige Politik umsetzten kann, die sie eigentlich schon immer machen wollte. Ich freue mich für Frau Merkel und bin gespannt, was sie aus dieser Zeit machen wird (falls sie nicht doch zwischendurch die Lust am Regieren verliert und sich in den verdienten Ruhestand zurück zieht)...

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heidebock 30.10.2018, 11:11
58. ......überfällig und eigentlich zu spät

um so richtig würdevoll abzutreten. Irgendwie ist das Schiff schon angeschlagen und die Kaptänin ist es nun wohl auch. Ich selber habe Frau Merkel immer sehr kritisch gesehen, insbesondere Ihr "Nichthandeln" in der Innenpolitik, als da wären u. a. Breitbandversorgung, Bekämpfung der Altersarmut, die Bürgerversicherung, Pflegenotstand, soziale Gerechtigkeit u. v. mehr. Auch das tlw. inkonseqeinte und zögerliche Vorgehen gegen rechte Strömungen und Gewalt war ein Versäumnis und letztendlich auch ihre fehlende Durchsetzungskraft bzgl. einer Entlassung unseres polarisierenden innenministers.
Dennoch, war und ist sie immer bemüht, für UNSER vereintes Europa zu kämpfen.
Wie dies Ihre/Ihr NachfolgerIn da wohl sehen wird, da habe ich große Befürchtigungen!!!
Die Achse Macron/Merkel wird nun eine Unwucht bekommen.

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quercusuevus 30.10.2018, 11:11
59.

Zitat von yogi65
Gerade Deutschland ist auf ein funktionierendes, wirtschaftlich gesundes Europa angewiesen. Jetzt nationale Egoismen zu bedienen hilft nur kurzfristig. Was Nationalismus und Abschottung anrichten können hat Europa im letzten Jahrhundert zwei mal schmerzlich......
Bitte keine Apotheosen von Angela Merkel, die sind nicht angebracht.
Die "kluge Kanzlerin" hat mit ihrer Migrationspolitik Europa tief gespalten. Das hat zum einen dazu beigetragen, dass die Bexitbefürworter in England das Referendum gewonnen haben, zum anderen hat es die Rechte in Europa gestärkt und die AfD in Deutschland in alle Länderparlamente gespült. Sie hat Griechenland im Euro gehalten, konnte aber das grundlegenden Problem - starke und schwache Länder in einer gemeinsamen Währung - nicht lösen. Das Rechung erhalten wir jetzt mit einer rechtspopulistischen Regierung in Italien, die mit abenteuerlicher Schuldenpolitik droht, den Euro zu zerstören.

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