Forum: Politik
Merkel bei Obama: Außen Ehre, innen Leere

US-Präsident Obama bereitet Angela Merkel den ganz großen Empfang: In Washington ehrt er die Kanzlerin mit pompösem Bankett und dem höchsten Orden der USA. Doch all der Glanz kann die Differenzen zwischen den beiden nicht übertünchen - Deutschland und Amerika sind einander fremd geworden.

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gonzago.mabuse 06.06.2011, 10:40
1. Fremd geworden?

Zitat von sysop
US-Präsident Obama bereitet Angela Merkel den ganz großen Empfang: In Washington ehrt er die Kanzlerin mit pompösem Bankett und dem höchsten Orden der USA. Doch all der Glanz kann die Differenzen zwischen den beiden nicht übertünchen - Deutschland und Amerika sind einander fremd geworden.
Wen überrascht's. Deutschland ist inzwischen ja auch schon vielen Deutschen fremd geworden...

g.m

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Marco Z. 06.06.2011, 10:42
2. ....

Wenn ich mir ansehe, was die USA quasi fordern:

nämlich eine stärkere Rolle in Afghanistan und bei Libyen mitmachen, die verqueren Antworten der USA auf die Weltwirtschaftskrise mitmachen und am besten die Türkei zur Schwächung der EU in selbige am besten sofort beitreten lassen,


dann bin ich recht froh, dass zwischen Deutschland und den USA nicht mehr viel Gemeinsamkeiten bestehen. Deutschland ist eine erwachsene Demokratie und die Adenauersche und Kohlsche Totalanbiederung an die USA ist vorbei und das ist gut so. MIt einer neuen Weltmacht China am Horizont ist die Verbindung zu den USA auf Gedeih und Verderb sowieso einschichtig und gefährlich. Merkel kann man kritisieren, aber sie scheint außenpolitisch klug abzuwägen was man machen sollte und was nicht. Das ist allemal besser, als in vorauseilendem Gehorsam im Enddarmtrakt der USA zu verweilen.

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südd. 06.06.2011, 10:43
3. Auch in Zukunft

Ich kann mich an keine Zeit nach dem 2 Weltkrieg erinnern indem sie nicht in bestimmten Themen unterschiedliche Meinung waren.
Jede Nation hat ihre eigenen Interessen und es gibt immer Schnittpunkte der gegenseitigen Interessen, so wahr es und so wird es immer bleiben.

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henningr 06.06.2011, 10:45
4. .

"Will Deutschland wie die Schweiz werden?", fragt er in der "Financial Times Deutschland".

Sehr gerne.


Doch diese Hoffnung hat die Kanzlerin enttäuscht. Die New York Times hinterfragt mittlerweile gar die "Fähigkeit Deutschlands, global eine Rolle zu spielen."

Sprich Deutschland kann global nur eine Rolle spielen, wenn es die Forderungen der USA voll und ganz erfüllt?

Gerade dann spielt Deutschland eben keine Rolle, sondern ist nur ein Vasall.

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grummeln 06.06.2011, 10:46
5. 1

Zitat von sysop
US-Präsident Obama bereitet Angela Merkel den ganz großen Empfang: In Washington ehrt er die Kanzlerin mit pompösem Bankett und dem höchsten Orden der USA. Doch all der Glanz kann die Differenzen zwischen den beiden nicht übertünchen - Deutschland und Amerika sind einander fremd geworden.
Deutschland hat eine skeptische Haltung zur Frage eines EU-Beitritts der Türkei?
Wo sind wir denn, wenn D jetzt selbst (mit)entscheiden will, wen es in die EU aufnehmen will?
Womöglich entwickelt sich D am Ende zu einem souveränen Staat!

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SNA 06.06.2011, 10:49
6. Gründe

Zitat von sysop
US-Präsident Obama bereitet Angela Merkel den ganz großen Empfang: In Washington ehrt er die Kanzlerin mit pompösem Bankett und dem höchsten Orden der USA. Doch all der Glanz kann die Differenzen zwischen den beiden nicht übertünchen - Deutschland und Amerika sind einander fremd geworden.
Die Gründe für das Fremdgewordensein liegen nicht in dem Streit um die Antwort auf die Weltfinanzkrise, Deutschlands eher zurückhaltende Rolle in Afghanistan oder der Skepsis in Berlin gegen einen raschen EU-Beitritt der Türkei, wie der Autor meint.

Die Gründe liegen tiefer. Während Deutschland an der Wahrung des Völkerrechts und der Menschenrechte uneingeschränkt festhält, haben die USA diese Grundwerte westlicher Zivilisation in Frage gestellt: staatlich angeordnete Folter, Exzesse in Abu Ghureib, , widerrechtliche Freiheitsberaubungen über Jahre in Guantanamo, Entführungen, der Irak-Krieg... all das widerspricht Werten, von denen wir glaubten, sie mit den Amerikanern zu teilen, Werten, die wir teilweise erst durch die Amerikaner nach dem zweiten Weltkrieg vermittelt bekommen haben.

Und dieses Problem ist viel größer, als die voom Autor genannten Punkte.

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Viva24 06.06.2011, 10:50
7. Uns Bürgern interessiert nicht

was die USA und ein Obama von uns halten. Wir sind für uns selbst vernatwortlcih und unere Politiker haben gefälligst nach dem derzeitigen Machtverhältnissen in Deutschland zu achten. Ausserdem, wer will schon Partner der USA sein? Der Staat ist peite und wird über kurz oder lang einen Exedus erleiden. Wenn die Merkel intellegent ist, dann wird Sie sich der asitaischen Sache widmen. Hier ist für "Volk" und "Bürger" mehr drin!

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schmitz-maier 06.06.2011, 10:54
8. USA mittlerweile weit sozialer als Deutschland

Mit Obama und Merkel treffen sich auch zwei politische Ideologien:

Auf der einen Seite Obama, der daheim für mehr Gerechtigkeit, Kontrollen der Banken und ein Gesundheitssystem für alle kämpft, auf der anderen Seite Frau Merkel, welche für Umverteilung, Deregulierung des Bankensektors und Abschaffung staatlicher Gesundheitssysteme eintritt.

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hansklauspeter 06.06.2011, 10:54
9. ...

Der eigentliche Grund, warum die Amerikaner über Deutsche Politik den Kopf schütteln ist der, dass sie nicht verstehen, warum sie funktioniert.

Geringe Arbeitslosigkeit, Solides Wirtschaftswachstum, ein starkes ökologisches Bewusstsein und damit ein Widerspruch zu vielen Thesen amerikanischer Politik.

In Amerika denken die meisten immernoch, dass Ökologie und Ökonomie einander ausschließen. Deutschland hat verstanden, dass Ökologie in allererster Linie Effizienz bedeutet und das spart dann auch Geld.

Wir werden nicht überall technologisch die Nr. 1 bleiben (Genetik in Indien oder Nuklearforschung in Russland/Frankreich), aber wir sind weiterhin das beste Beispiel, wie der Einsatz moderner Technologie ein Land nach vorn bringt... was nützt es Zeug zu erfinden, wenn man es nicht benutzt.

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