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Merkel-Besuch in London: Deutschlands Dominanz, Britanniens Angst

Der Auftakt zu Merkels London-Besuch verläuft denkbar schlecht: Volker Kauders Spruch, in Europa werde nun Deutsch gesprochen, sorgt für Protest in Großbritannien. Die Regierung von David Cameron fürchtet eine Zwei-Klassen-EU. Nun muss die Kanzlerin die Wogen glätten - sie braucht die Briten noch.

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claudio.sozzani 16.11.2011, 22:02
100. Nach 30 Jahren...

Zitat von sysop
Volker Kauders Spruch, in Europa werde nun Deutsch gesprochen...[/url]
...im europaeischen Ausland (Italien, Spanien, a bisserl Schweiz & Oesterreich) mit gelegentlicher, aber steter Rueckkehr an die Heimatfront habe ich eins gelernt... am deutschen Wesen wird Europa NICHT genesen.

Statt Siesta, Schmaeh und Leichtigkeit des Seins haben wir vor allem Sauberkeit & Puenktlichkeit, loesungsorientiertes Denken, den Glauben an den Wert der Arbeit an sich, sowie Burnout und 'Ruecken' anzubieten.

Das reicht auf Dauer nur zu einem Anstieg der Krankenkassenbeitraege.

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eshate 16.11.2011, 22:06
101. Schade...

Auf daily mail diskutieren die Briten, auf Spiegel Online die Deutschen sehr lebendig.
Schade, dass sie nicht MITEINANDER reden. Vielleicht könnte den Briten dann klar werden, dass niemand in Deutschland (mit Ausnahme einer kleinen, hohlköpfigen Minderheit) zum dritten Mal ein Deutsches Imperium anstrebt.
Und den Deutschen könnte bewusst werden, dass es auch in Groß Britannien durchaus EU-Befürworter und Deutschland-Sympathisanten gibt.

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Abberline 16.11.2011, 22:09
102. Naja

Zitat von Der Bruddler
Das ist Unsinn. Es geht hier nicht um eine Privatveranstaltung. Soll ansonsten derjenige der den Richter am besten bezahlt Urteile bestimmen, oder derjenige der die Politiker am besten bezahlt Gesetze?
Es geht aber auch nicht um eine Gerichtsverhandlung.
Bei den Politikern liegen so schon eher richtig.

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wolke4 16.11.2011, 22:11
103. lächerlich das Ganze...

Na ja, dieses "Jetzt wird in Europa Deutsch gesprochen" spricht eher für die zweitklassigkeit deutscher Politiker.
Die hysterische Reaktion in England zeugt eher davon, dass die ihren Abgang als Weltmacht (den Weltkrieg haben die ja als Siegermacht mit gewonnen - da sollte die Aufarbeitung abgeschlossen sein) noch nicht verarbeitet haben.
Deutschland als Dominanz zu betrachten ist in der globalisierten Welt doch etwas weit hergeholt, da gibt es doch ander (neben den üblichen Verdächtigen z.B. China).

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danduin 16.11.2011, 22:14
104. 2 Geschwindigkeiten, wieso nicht

Eigentlich spricht doch nichts gegen eine Zweiklassen-Europa.
Wieso auch nicht, es geht schließlich darum die Gemeinsamkeiten, wie der gemeinsame Markt und die europäische Identität oder ein europäisches Militär, als Grundlage anzuerkennen.
Dann bildet sich eben noch ein Kerneuropa, dass als souveräne Vereinigte Staaten von Europa mit dem Euro auftreten.
Dadurch ist wahrscheinlich Europa auch nur zu retten. Wobei möglichst alle Mitglieder bei politischen Entscheidungen immer mitgezogen werden sollten, aber die Sonderstellung mancher Länder anerkannt sollte. Diese sollten jedoch dann auch klar wissen, dass manche Bereiche, wie den Euro, sie nicht mitreden können.

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dasbertl 16.11.2011, 22:15
105. Das 2-Klassen Europa

ist spätestens seit dem Zeitpunkt, als einigen Mitgliedern der EU zugebilligt wurde, ihre eigene Währung zu behalten, entstanden. Denn: Mitreden wollen sie bei der Währung der "Anderen" schon und sei es nur des Blockierens willen. Sarkozy hat durchaus recht (mich schauderts, ausgerechnet Frankreichs Rumpelstilzchen rechtgeben zu müssen), Cameron sollte die Klappe halten, sonst baut sich der Euroraum nämlich einfach ne eigene EU. Eine die vielleicht demokratischer ist und die mit einer Transaktionssteuer daherkommt. Die ist dringend nötig. Wie so viele Reformen die mit 27 Staaten einfach nicht zu schaffen sind, solange das meiste erst daheim abgesegnet werden muss, anstatt mit demokratischer Mehrheit in der gesamten EU.
Die Briten fürchten sich eine 2-Klassen-EU? Sorry Boys, die habt IHR doch erschaffen?!

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danduin 16.11.2011, 22:16
106. 2 Geschwindigkeiten, wieso nicht

Eigentlich spricht doch nichts gegen eine Zweiklassen-Europa.
Wieso auch nicht, es geht schließlich darum die Gemeinsamkeiten, wie der gemeinsame Markt und die europäische Identität oder ein europäisches Militär, als Grundlage anzuerkennen.
Dann bildet sich eben noch ein Kerneuropa, dass als souveräne Vereinigte Staaten von Europa mit dem Euro auftreten.
Dadurch ist wahrscheinlich Europa auch nur zu retten. Wobei möglichst alle Mitglieder bei politischen Entscheidungen immer mitgezogen werden sollten, aber die Sonderstellung mancher Länder anerkannt sollte. Diese sollten jedoch dann auch klar wissen, dass manche Bereiche, wie den Euro, sie nicht mitreden können.

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richard-kendel 16.11.2011, 22:27
107. Der Materialismus hat sie abgestumpft - Deutschland existiert nur in der Vergangenhei

Zitat von eshate
Auf daily mail diskutieren die Briten, auf Spiegel Online die Deutschen sehr lebendig. Schade, dass sie nicht MITEINANDER reden. Vielleicht könnte den Briten dann klar werden, dass niemand in Deutschland (mit Ausnahme einer kleinen, hohlköpfigen Minderheit) zum dritten Mal ein Deutsches Imperium anstrebt. Und den Deutschen könnte bewusst werden, dass es auch in Groß Britannien durchaus EU-Befürworter und Deutschland-Sympathisanten gibt.
Die "Deutschen" in der ursprünglichen "Form" und Denke gibt es nicht mehr. Nicht mal mehr auf dem Fußballrasen.
Cameron und Merkel sind Repräsentanten von einem gewissen Papier her. Mit GB identifizieren sich schon viele im Inland nicht mehr. Und in der BRD ist es nicht anders. Die Kulturen sind längst zu einem unattraktiven Gemenge geworden.
Es ist auch nicht mal mehr an einen national-politischen Widerstand in einer gewissen kritischen Masse zu denken, sollte es wirtschaftlich rasant bergab gehen.
Wie viele identifizieren sich mit Deutschland politisch?
Deutschland hat seine Kulturhoheit schon lang verloren.
Und damit gibt es kaum noch Identifizierung.

Briten haben nichts zu befürchten.

r.k.

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claudio.sozzani 16.11.2011, 22:30
108. Wirklich?

Zitat von danduin
Eigentlich spricht doch nichts gegen ein Zweiklassen-Europa.
Ob's Ihnen/uns (gerade) passt oder nicht... auch Thueringen ist Deutschland, auch Griechenland Europa.

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talkbully 16.11.2011, 22:30
109. Stimmt

Zitat von Capture_1
Tja! Die Briten waren schon immer etwas schlauer .....!
Die haben ja auch mit der EFTA angefangen und sind erst später als die EWG EU hieß dazugestoßen.
Wenn der "sprechende Hosenanzug" mit Sarko den Euro in Ordnung haben, werden die Angeln (so ca. 2025)
wieder an der EU/Euro - Tür bollern und sich Zutritt verschaffen.

Aber, die andere Möglichkeit ist: Raus aus der EU und mit der EFTA mal zeigen wos lang geht; die Schlauen.

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