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Merkel-Dämmerung: Isch over
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Angela Merkel ist am Ende. Sie hat keine Mehrheit und keinen Plan, wie es weitergehen soll. Merkel hat lange und mit Erfolg regiert. Wenn ihr jetzt der Mut zum radikalen Neuanfang fehlt, kann sie gleich aufgeben.

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k.michael62 20.11.2017, 15:59
1. Minderheitenregierung?

Herr Augstein, eine Minderheitenregierung Schwarz-Grün oder Schwarz-Gelb? Tolerierung durch Rot/Dunkelrot oder durch blau?

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sir wilfried 20.11.2017, 16:01
2. Merkel und Neuanfang?

Merkel und Neuanfang? Wie soll das gehen? Sie müsste ja das ganze Porzellan, das sie zerdeppert hat, selber wegräumen. Sie müsste Fehler eingestehen. Das geht gar nicht.

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zeichenkette 20.11.2017, 16:01
3. Wenn Merkel aufgibt...

...ist die CDU genauso am Ende wie die SPD. Es ist traurig, aber wir stehen vor einem völligen Scherbenhaufen. Ein Zusammenraufen in einer Jamaika-Koalition wäre fast die letzte Chance gewesen, Deutschland überhaupt noch regierbar zu erhalten.

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seinedurchlaucht 20.11.2017, 16:02
4.

Die Schuld bei der FDP zu suchen, ist mir zu billig. Sie konnten ihre Parteiprogramm nicht durchsetzen, deshalb ziehen sie sich zurück, das ist nur konsequent. Der Versuch der Medien, Jamaika herbeizuschreiben ist ebenso gescheitert, wie Frau Merkel. Ein Rücktritt wäre jetzt angebracht.

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garno 20.11.2017, 16:03
5. Minderheitsregierung

Die Parteien sollten sich endlich daran machen den Wählerwillen umzusetzen, und da der Wählerwille sehr vielgestaltig ist, geht das wohl am besten mit einer Minderheitsregierung, in der die Regierung gezwungen ist für jedes Gesetzesvorhaben sich die entsprechenden Stimmen bei den Volksvertretern zu holen. Damit könnte auch das politische Deutschland endlich in Europa ankommen, wo das fast schon selbstverständlich ist. Man schaue nur in die Schweiz wo das seit langem ganz ähnlich und hervorragend funktioniert. Das Denken in 2 großen Blöcken (Regierung und Opposition) dürfte nicht mehr zeitgemäß sein, auch erhöht das die Gefahr einer tiefen Spaltung im Land, wie man aktuell in den USA sehen kann.
Und keine Angst vor einer Nichtregierung, das Establishment sitzt fest im Sattel. Die Staatsmaschine läuft auch ohne Regierung eine ganze Weile. Manchmal ist das sogar besser als einen Psychopathen an der Spitze des Staates zu haben, wo die Zeit und die Energie der Volksvertreter verschwendet wird um die Ideen des Psychopathen abzuwehren.
Die Noch-Kanzlerin sollte endlich das machen, was sie am besten kann, nämlich ihr Fähnchen in den Wind hängen, oder positiv ausgedrückt: Als Kanzlerin der Mitte, den Ausgleich suchend, die verschiedenen bei der Bundestagswahl zum Ausdruck gekommenen Volkswillen zusammen zu führen und die entsprechende Politik machen - ja auch mit wechselnden Mehrheiten.
Vielleicht lassen sich so sogar schneller alle relevanten Probleme lösen: Den Klimaschutz mit den Grünen, die Kapitalinteressen mit der FDP, die Gewerkschaftsinteressen mit der SPD, Zuwanderung und Flüchtlinge mit CSU und AFD und mit den Linken auch irgendwas. Der letzte Satz ist nicht ganz ernst gemeint.

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comfortzone 20.11.2017, 16:04
6. Wie wahr

Merkel ist ein Auslaufmodell - nur merkt das in der CDU offenbar keiner. Es braucht eine andere Ausstrahlung, um über die parteipolitischen Grenzen hinaus, Interessenbündnisse zu schließen. Lindner lässt die Kanzlerin alt aussehen.
Allerdings müssen jetzt auch alle - auch der Bundespräsident - konzedieren, dass es heuchlerisch ist, die demokratisch gewählten Parteien in eine Regierungsbildung zu zwingen - dabei aber die AfD kategorisch auszuschließen. Auch sie - so fern man ihr inhaltlich auch stehen mag - verkörpert einen Teil des Wählerwillens.

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santoku03 20.11.2017, 16:08
7.

Zitat von k.michael62
Herr Augstein, eine Minderheitenregierung Schwarz-Grün oder Schwarz-Gelb? Tolerierung durch Rot/Dunkelrot oder durch blau?
Wieso Tolerierung? Der Weg ist doch einfach und sehr demokratisch: SchwarzGelb und je nach Thema rot, grün oder blau zur Unterstützung. Es wird sich bei jedem Thema eine Mehrheit finden lassen. Man muss eben dann überzeugen statt im stillen Kämmerlein zu mauscheln.

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susie.soho 20.11.2017, 16:09
8. Pflichtbewusstsein

....war Merkels Motor für ihre letzte Kandidatur, nicht die Lust an der Macht. Ich hätte Sie u.a. lesen/sehen/hören wollen, wenn sie mitten in der Bewältigung der Flüchtlingsfrage von Bord gegangen wäre. Diese Vermutungen wurden doch allerorten vor Merkels Entscheidung zur erneuten Kandidatur lautstark geäußert!

Im Interesse Deutschlands und seiner Kanzlerin wünschte auch ich mir eine Minderheitenregierung. Aber ich fürchte, Frau Merkel hat die Kraft dafür nicht mehr....Dennoch: sie war und ist in diesen Zeiten m.E. die beste Besetzung des Kanzleramts, die man sich nur denken konnte!

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muellerthomas 20.11.2017, 16:10
9.

Zitat von seinedurchlaucht
Die Schuld bei der FDP zu suchen, ist mir zu billig. Sie konnten ihre Parteiprogramm nicht durchsetzen,
Natürlich nicht - in einer Vier-Parteien-Koalition kann keine Partei ihr gesamtes Wahlprogramm durchsetzen.

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