Forum: Politik
Merkel-Dämmerung: Isch over
DPA

Angela Merkel ist am Ende. Sie hat keine Mehrheit und keinen Plan, wie es weitergehen soll. Merkel hat lange und mit Erfolg regiert. Wenn ihr jetzt der Mut zum radikalen Neuanfang fehlt, kann sie gleich aufgeben.

Seite 11 von 41
tempus fugit 20.11.2017, 17:06
100. Dazu fehlen diesen ....

Zitat von garno
Die Parteien sollten sich endlich daran machen den Wählerwillen umzusetzen, und da der Wählerwille sehr vielgestaltig ist, geht das wohl am besten mit einer Minderheitsregierung, in der die Regierung gezwungen ist für jedes Gesetzesvorhaben sich die entsprechenden Stimmen bei den Volksvertretern zu holen. Damit könnte auch das politische Deutschland endlich in Europa ankommen, wo das fast schon selbstverständlich ist. Man schaue nur in die Schweiz wo das seit langem ganz ähnlich und hervorragend funktioniert. Das Denken in 2 großen Blöcken (Regierung und Opposition) dürfte nicht mehr zeitgemäß sein, auch erhöht das die Gefahr einer tiefen Spaltung im Land, wie man aktuell in den USA sehen kann. Und keine Angst vor einer Nichtregierung, das Establishment sitzt fest im Sattel. Die Staatsmaschine läuft auch ohne Regierung eine ganze Weile. Manchmal ist das sogar besser als einen Psychopathen an der Spitze des Staates zu haben, wo die Zeit und die Energie der Volksvertreter verschwendet wird um die Ideen des Psychopathen abzuwehren. Die Noch-Kanzlerin sollte endlich das machen, was sie am besten kann, nämlich ihr Fähnchen in den Wind hängen, oder positiv ausgedrückt: Als Kanzlerin der Mitte, den Ausgleich suchend, die verschiedenen bei der Bundestagswahl zum Ausdruck gekommenen Volkswillen zusammen zu führen und die entsprechende Politik machen - ja auch mit wechselnden Mehrheiten. Vielleicht lassen sich so sogar schneller alle relevanten Probleme lösen: Den Klimaschutz mit den Grünen, die Kapitalinteressen mit der FDP, die Gewerkschaftsinteressen mit der SPD, Zuwanderung und Flüchtlinge mit CSU und AFD und mit den Linken auch irgendwas. Der letzte Satz ist nicht ganz ernst gemeint.
...miesmutigen Furzsesselbesitzer die Eier und die
Kreativität, politische Gedanken zu entwickeln und
durchzusetzen - für die Bürger/Wähler und nicht für die Chargen, die wohl Merkel diesen saublöden und
enthüllenden Satz untergeschoben haben - der des Bekenntnisses zur

MARKTKONFORMEN DEMOKRATIE!

Das hat öffentlich gemacht, wie 'Politik' tickt und
die SPD soll sich da mal raushalten.
Mal gespannt, was die Gurken- und Wildsautruppe
uns demnächst anbietet - vielleicht sind reichlich Monate ganz gut ohne 'verunstaltende' Regierung.

Hat Belgien und Spanien auch - besonders wirtschaftlich - gut getan, in Belgien dauerte der Patt irgendwo so 2 Jahre?!

Also ran - mal wieder Demokratie wagen - und die
Abnicker müssen dann im BT zeigen, was sie drauf haben - oder ob es nur Dampfplauderer sind.

Siehe Drehhofer, die Ilse, der Dofrindt - u.v.a.!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hypnos 20.11.2017, 17:06
101. 12 Jahre sind genug

Die Amtszeit sollte auf maximal 12 Jahre begrenzt sein. Merkel wurde von dem Medien geschont und mit Samthandschuhen angefasst. Sie war weder die mächtigste Frau der Welt (Springer Medien), noch eine begnadete geschickte Verhandlerin. Ihre einzige politische Idee war der Neoliberalismus. Juchhu, Kanzlerinnendämmerung. Bloß keine weiteren ideenlosen vier Jahre mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lemmy 20.11.2017, 17:07
102. Mit Erfolg ?

Mitnichten Herr Augstein. Diese Frau hinterlässt einen Scherbenhaufen in Deutschland und der EU, der sich nicht mal zusammenfegen ließe, wenn alle europäischen "Müllmänner" für 10 Jahre im Dauereinsatz wären. Ich weiß nicht, wo Sie da die "Erfolge" sehen. Aber man kann sich ja auch alles schön reden. Merkel hat das Land gegen die Wand gefahren. Und deshalb möchte auch keiner mehr mit ihr zusammen arbeiten, nicht wirklich. Außer denen natürlich, denen es weder um Inhalte noch dieses Land geht, sondern um Macht und Posten. Da nimmt "man" dann auch gerne Kompromisse in Kauf, die so faul sind, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel stinken, siehe Grüne.
Und zur Union? Ich sage nur "fedidwgugl". Sagt doch über nicht vorhandene Ziele, Visionen und Politik: ALLES. Wie gesagt, SIE wollte nie wirklich Politik machen. Sie will einfach "nur" Kanzlerin sein. Egal wie. Deshalb ist dieses Land nur noch zu retten, wenn SIE endlich geht. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern dieser Republik schon so lange, nur eine will es einfach nicht hören. Oder kann sie vielleicht auch nicht?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SeasickSteve 20.11.2017, 17:10
103. ... Schlauer Winkelzug ...

Die Grünen als Teil der "'bürgerlichen' Mitte" zu bezeichnen zeigt, wie sehr das politische Koordinatensystem eines Großteils der deutschen Journalisten schon verrutscht ist.

Auf diese Weise lassen sich gerade die "klass." Bürgerlichen wunderbar als "Neue Rechte" diffamieren ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friedrich_eckard 20.11.2017, 17:11
104.

Zitat von schockschwerenot
Die lustige Vorstellung, jede Partei kann mit jeder anderen Partei koalieren (außer der AfD natürlich, die sind außen vor), löst sich durch Lindners Ausstieg gerade in Luft auf. In Zukunft wird es wieder politische Lager geben. Um eine glaubwürdige Machtperspektive zu bieten, wird sich jede Partei vor der Wahl festlegen müssen, mit welchen anderen Parteien sie ggf. eine Koalition anstrebt. Das wiederum setzt Inhalte voraus, die dem Volk im Wahlkampf kommuniziert werden, und die wieder unterscheidbar sind von den Inhalten der Konkurrenz. Wir werden das neue Lagerdenken schon in der anstehenden BT-Neuwahl erleben. Erste Folge wird die Neuorientierung der SPD nach links sein.
Ihr Wort in wessenauchimmer Ohr! Tatsächlich ist ja die breiige Verwechselbarkeit aller Parteien, von denen grundsätzlich jede mit jeder koalitionsfähig ist, eine Krankheit zum Tode für jede parlamentarische Demokratie, die davon lebt, dass wirklich zwischen echten Alternativen zu wählen ist, und ein Boden, auf dem rechte Sumpfgewächse bestens gedeihen. Bei meinen Ausflügen in den diesbezüglichen Sumpf begegnet mir ja schon häufiger der Begriff "Systemlinge" - sogar in der Terminologie greift man da auf sozusagen "Bewährtes" zurück - und so sehr ich mich jedesmal giften muss, wenn die LINKE diesen "Systemlingen" zugezählt wird: möcht' ich sie auch zusammenschmeissen / könnt' ich sie doch nicht Lügner heissen.

Ein Lagerwahlkampf zwischen CDU/CSU, Partei der Steuervermeider und den Krrräften derrr nationalen Errrneuerrung einerseits und SPD, LINKEN und GRÜNEN andererseits - das wäre etwas, auch wenn ich gar nicht sehr optimistisch bin, was den Ausgang angeht, was unter anderem mit dem Zustand unserer marktkonformen Meinungsfabrikation zu tun hat, für die der Feind unter allen Umständen links steht, und die ich sehr im Verdacht habe, dass sie in dubio den Richter Maier aus Sachsen als Innenminister einer Finanzministerin Wagenknecht noch immer vorziehen wird. Aber "Orientierung der SPD nach links", solange an eintscheidenden Stellen Seeheimer sitzen? Das muss ich sehen, damit ich es glauben kann. Aber wie gesagt: Ihr Wort in wessenauchimmer Ohr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
political_incorrect 20.11.2017, 17:14
105. Zu kurz gedacht!

Zitat von smilesuomi
werden Sie bei Neuwahlen anders wählen...ich habe mir meine Entscheidung reichlich überlegt und werde die jetzt nicht über Neujahr ändern...mag sein, dass manche Leute in der Wahlkabine erst per Abzählreim ihr Kreuz machen. Wenn diese Wähler dann die Entscheidung über die nächste Regierung bilden...? Soll ein Unionswähler sein Kreuz anders machen, weil die FDP auf egotrip ist...? Soll ein Grünenwähler bei der SPD sein Kreuzchen machen? Die Umfragen sind und waren relativ konstant...ich glaube, dass wir nach Neuwahlen die gleiche Konstellation haben wie vorher...es sei denn die SPD zaubert noch jemanden aus dem Hut, den wir alle nicht auf dem Schirm hatten. Fragt sich nur, wen? Und ob der dann noch mal so einen Hype erfährt wie Schulz ist auch mehr als fraglich... Bliebe alles beim alten...und was wenn ess dann weder für Schwarzgelb oder RRG reicht? Dann hat´s viel gekostet, aber wie sind genauso weit wie vorher.... Es wurde auch weniger eine Regierung abgewählt, sondern sowohl bei der SPD als auch bei CDU/CSU gab es halt ein paar Wähler, bei denen das solidarische/christliche bei der Hautfarbe aufhört. Das wird sich bei Neuwahlen kaum ändern...
Wenn neues Personal aufgebaut wird und diese gruselige "Weiter-So-Mentalität" durch inhaltlich identifizierbare Parteien (mal abgesehen von Linke und AdD, die das gut hinkriegen) abgelöst wird, würde ich sogar wieder wählen gehen!
Merkel ist ausgebrannt. Seehofer ist ein alter Bayer. Da müssten ein paar frische Gesichter 40+ mit Profil und Energie an den Start.
Bin mir sicher, dass dann Wahlergebnisse anders aussehen würden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AlBundee 20.11.2017, 17:14
106. Autodidaktische Empfehlung

Hat einen Doktor über die Statistik der Zerfallsreaktionen gemacht und kann weder den Zerfall der Volksparteien erkennen noch Wahlcharts interpretieren. Vielleicht sollte sie ihre eigene Doktorarbeit mal lesen. Dann könnte sie erkennen, dass ihre Zeit vor 4 Jahren abgelaufen war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
midastouch 20.11.2017, 17:14
107. Weg mit der CSU!

Es ist Zeit, dass die CDU sich von der CSU lossagt und mit SPD und Grünen eine Koalition bildet. CDU/SPD/Grüne ohne CSU. DAS ist eine Koalition der Mitte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tempus fugit 20.11.2017, 17:18
108. Die SPD kann sehr wohl....

...aus der Oppositio bei einer Minderheitsregierung mitregieren.
Das mag die deutschen Wähler irritieren, aber es geht und wäre mehr als gesund, dass mal wieder Politik im BT und nicht in den Mauschelstuben
disputiert und entschieden wird.

Z.B. der Ausstieg aus dem Ausstieg im November 2010 im BK-Amt zwischen Merkel, dem unsäglichen Brüderle und dem EVU-Vertreter Grossmann von der RWE.
$Rüttgen, Umweltminister, musste vor der Tür bleiben.
Und ein wackerer Politiker - CDU! - hat sich entsprechend geäussert - fast zu diplomatisch:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kritik-vom-parlamentschef-lammert-bringt-atomkoalition-gegen-sich-auf-a-726518.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/atom-moratorium-lammert-wirft-regierung-wurstigkeit-vor-a-751594.html

Die Menschen in DE merken immer massiver, wie sie verarscht werden in der Merkelschen "marktkon-formen Demokratie!"

Im BT kann dann jeder zeigen, was er kann und an
politischer Substanz besitzt!

Hat irgendwie was mit 'Arbeit' zu tun, die alle anderen auch - und gut! - tun müssen, um sich
ihren Job zu verdienen!

Scheint in Vergessenheit geraten zu sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirtymary 20.11.2017, 17:19
109. Trauerspiel

Herr Lindner und die FDP ist bestimmt nicht schuld daran, dass Frau Merkel in der Sackgasse steckt. Sie wollte zocken und wieder als Moderatorin gefeiert werden. Ich bae nie verstanden was eine Moderatorin in der Politik zu suchen hat. Ich zumindest erwarte von einem BK, dass er die Richtlinien der Politik vorgibt und eine Regierung zustande bringt, die das Land vorwärts bringt. Die Vermittlung von Inhalten oder Entscheidungen war nie die Stärke von Merkel. Daher ist sie am Ende. Wenn sie jetzt nicht den Absprung selber wählt, wird es peinlich. Würde sie auch weiter machen, wenn nur das Mitleid groß genug wäre? Ich will das dieses Land aus dem selbstgewählten Krisenmodus, wobei er eigentlich doch Schlafmodus ist, heraus kommt. Hierzu braucht es auch Ideen zur Lösung der anstehenden Probleme. Paradise Papers, Reformvorschläge von Macron...... Gibt es hier auch nur eine Reaktion? Aus der früheren Europapartei ist ein lebloser Kanzlerwahlverein geworden. Für mich ist Frau Merkel ein Missverständnis der Geschichte!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 41