Forum: Politik
Merkel-Dämmerung: Isch over
DPA

Angela Merkel ist am Ende. Sie hat keine Mehrheit und keinen Plan, wie es weitergehen soll. Merkel hat lange und mit Erfolg regiert. Wenn ihr jetzt der Mut zum radikalen Neuanfang fehlt, kann sie gleich aufgeben.

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schwaebischehausfrau 20.11.2017, 17:20
110. @Susie Soho: Merkel's "Motor"....

Zitat von susie.soho
....war Merkels Motor für ihre letzte Kandidatur, nicht die Lust an der Macht. Ich hätte Sie u.a. lesen/sehen/hören wollen, wenn sie mitten in der Bewältigung der Flüchtlingsfrage von Bord gegangen wäre. Diese Vermutungen wurden doch allerorten vor Merkels Entscheidung zur erneuten Kandidatur lautstark geäußert! Im Interesse Deutschlands und seiner Kanzlerin wünschte auch ich mir eine Minderheitenregierung. Aber ich fürchte, Frau Merkel hat die Kraft dafür nicht mehr....Dennoch: sie war und ist in diesen Zeiten m.E. die beste Besetzung des Kanzleramts, die man sich nur denken konnte!
Merkel's "Motor", nur dürftig kaschiert von ihrer so demonstrativ zur Schau gestellten Askese und Unteitelkeit - ist ist seit langem ihre Gier, nicht nur ein politisches Erbe, sonderngleich ein "weltpolitisches Erbe" zu hinterlassen. Als müsste sie ihren Ziehvater Kohl unbedingt übertreffen: Nicht nur , indem sie Kohl's fatale Euro-Entscheidung an Naivitität noch getoppt hat und sich bei der erstbesten Gelegenheit den Weg in die Euro-Schuldenvergemeinschaftung hat aufschwatzen lassen. So doof wäre noch nicht mal Kohl gewesen in seinem Wahn. Nein, Merkel will Kohl unbedingt auch übertreffen in der längsten Amtszeit als Rekord-Bundeskanzler. Bezahlen müssen das ihre Untertanen. Und der Schaden, den Merkel angerichtet hat, beläuft sich mittlerweile auf hunderte Millarden Euro und auch die nächsten 1,2 Generationen werden mit Merkel nur die personifizierte Vollkatastrophe in Verbindung bringen.
Und nein, Merkel hätte nicht "mitten in der Bewältigung der Flüchtlingsfrage von Bord gehen" müssen. Sondern idealerweise 1 Jahr vorher. Denn dann wäre Europa ein Großteil der von Merkel's "Selfies" und ihrer "Einladung an die Welt" erst geschaffenen Massen-Migration nach Europa erspart geblieben.

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Spiegelkritikus 20.11.2017, 17:22
111. Merkel sollte zum Rückzug gedrängt werden

Merkel ist am Ende und müßte sich nun anstandshalber zurückziehen.
Doch die Codenhove-Kalergi-Preisträgerin ist absolut machtbesessen und will ihre Mission: den nachhaltigen sozio-politischen Umbau Deutschlands und Europas, unbedingt fortführen.

Daher wird sie eine Minderheitsregierung mit den am gleichen Strang ziehenden Grünen anstreben und die SPD zur Duldung drängen. Damit könnte sie eine Art inoffizieller GroKo mit Unterstützung der Grünen etablieren.

Für die deutschen Bürger wäre das eine veritable Katastrophe, nachdem sie die GroKo und letztlich auch Merkel abgewählt haben.
Bisher hat sich die SPD gegen eine etwaige Duldung ausgesprochen und man kann nur hoffen, daß es dabei bleibt.
Die Chaos-Kanzlerin muß zwecks Schadensbegrenzung abtreten - je früher, desto besser.

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hypnos 20.11.2017, 17:22
112.

Zitat von caspe98
Sorry, aber ich verstehe dieses Draufhauen auf Frau Merkel nicht. Sie hat versucht, eine Koalition vorzubereiten, hat mit FDP und Grünen verhandelt, hart und kontrovers. ..?
Merkel bemühte sich. Aber ohne eine einzige tragende Idee für die Politik der kommenden vier Jahre. Stattdessen tröges Verwalten und für eine größere Spaltung der Gesellschaft. Klimawandel ja, nur so tun. Merkel hat dieses Land sediert?

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al2510 20.11.2017, 17:23
113. Ehrlichkeit statt Machtkalkül

Warum kämpft einer für ein Ziel das viele Jahre nach seinem Machtende liegt? Das ist doch blöd. Man hat sich einfach nur überschätzt. Sinnvolle Politik ist nur kurzfristig planbar. Die Linken hätten oft eine Mehrheit nur keine Einheit. Also wählt man nur noch C Parteien, die Anderen können nur streiten. Das Plus der Konservativen ist ihre Fähigkeit zu Dienen und zur Demut. Da scheut man keinen Umweg um ans Ziel zu kommen.

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spon_4_me 20.11.2017, 17:23
114. „Radikaler Neuanfang“! Eine Minderheitsregierung

als „Belebung der deutschen Demokratie“ - das ist Augsteinsches Salbalbern vom Besten. Berauscht von der eigenen Rhetorik im Wirtshaus der Stammtische mit Abitur. Wieso kann unser Land nicht einfach nur kompetent regiert und die Probleme solide angegangen werden. Was, Jacob, glauben Sie denn, was nach AM kommt? Ein Philosoph im Kanzleramt? Abgesehen davon: Ich rate davon ab, die Lady zu unterschätzen.

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hypnos 20.11.2017, 17:25
115.

Zitat von Idinger
Jämmerlich finde ich die SPD mit ihrer trotzköpfigen Haltung; hier hat kleinkarierte Parteipolitik die Oberhand vor staatspolitischer Verantwortung gewonnen. Selbst dem Bundespräsidenten geht das offensichtlich zu weit. „Erst kommt das Land, dann kommt die Partei“ (so Willy Brandt 1992 im Spiegel-Interview). „Für uns gilt und hat immer gegolten: erst das Land und dann die Partei“ (so der SPD-Vorsitzende Schröder 2004). Das allerdings sah der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel völlig anders: „Den Spruch Erst das Land, dann die Partei habe man fünf Jahre lang gehört“, sagte er nach der SPD-Niederlage 2010, "wir müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, das weiter zu treiben." Erst als er merkte, dass er damit konsequent auf die Durchsetzung sozialdemokratischer Interessen (und natürlich auch attraktiver Posten zur politischen Einflußnahme für viele Genossen) verzichtet hätte, war eine GROKO wieder möglich. Unerfindlich, warum der Kandidat Schulz diese überholte Position eingenommen hat und auch beibehalten will; der Einfluss des linken Flügels (Stegner, Nahles) auf Schulz ist bisher offenbar deutlich unterschätzt worden.
8 (in Worten acht) Jahre hat die SPD die neoliberale Merkel und damit die Spaltung der Gesellschaft ermöglicht?

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hugahuga 20.11.2017, 17:26
116.

Zitat von Caty25
Bin sicher,dass die CDU einen Ersatz aus dem Ärmel zaubert . Derjenige muss nur lesen und schreiben können,kein Studienabbrecher sein und kein dreistes Dr. Plagiat vorweisen müssen. https://www.youtube.com/watch?v=lGGdU2djWFA
Da mag sich so mancher Atlantiker schon mal warm laufen - denn die "Fürsorgemächte" werden nicht erlauben, dass jemand ins Rennen geht, der nicht diesem Kreis angehört.

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platominor 20.11.2017, 17:26
117.

Die genaue Entwicklung war natürlich nicht vorhersehbar. Aber der Auslöser für die jetzige prekäre Lage war die katastrophale Entscheidung des letzten Parteitages der CDU, mit Frau Merkel als Gallionsfigur erneut in die Bundeswahl zu gehen, statt überdeutliche Zeichen der Zeit zu begreifen und sie aus der Schußlinie zu nehmen. Man ließ lieber sie, die eigene Partei und - wie man befürchten muß - die Regierung Deutschlands ins Messer laufen, statt rechtzeitig Manns genug zu sein und dem immer deutlicher gewordenen Unheil ihrer Politik Paroli zu bieten. So ist die FDP nur der Auslöser der jetzigen Zuspitzung, deren eigentlicher Grund aber Merkels seit Jahren nachgewiesene politische Irrtumsfreiheit ist.

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political_incorrect 20.11.2017, 17:26
118. Gute Idee!

Zitat von midastouch
Es ist Zeit, dass die CDU sich von der CSU lossagt und mit SPD und Grünen eine Koalition bildet. CDU/SPD/Grüne ohne CSU. DAS ist eine Koalition der Mitte.
Aber vorher friert erstmal die Hölle zu, denn dann wird Bayernland AfD ;-)
Aber warum eigentlich nicht?
Wie sagte Comedian Jim Jeffries sinngemäß zum US-Wahlverhalten so schön: lass uns doch einfach mal Trump wählen und nachher gucken wir uns die Show an!
Jamaika war schon witzig!
Aber das geht noch besser!

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Michael 1234567 20.11.2017, 17:29
119. Zeit für was Neues!

Wenn ich in die Gesichter der jetzigen Politiker schaue sehe ich nur Ratlosigkeit, es ist Zeit um die Jungen nach vorne zu lassen. Viele der Alten sollten jetzt den Weg frei machen, das ist die Lösung. Schuldzuweisungen an der FDP halte ich für zu einfach im Gegenteil hier hat eine Partei Charakter bewiesen, natürlich kann man das anders auslegen aber ich meine das war ehrlich von Herrn Lindner übrigens sehe ich ihn als einzigen an der verstanden hat was für Deutschland gut ist, ihm geht es nicht um Macht wie bestimmten anderen Personen sondern sehr wohl um Deutschlands Zukunft.

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