Forum: Politik
Merkel-Dämmerung: Isch over
DPA

Angela Merkel ist am Ende. Sie hat keine Mehrheit und keinen Plan, wie es weitergehen soll. Merkel hat lange und mit Erfolg regiert. Wenn ihr jetzt der Mut zum radikalen Neuanfang fehlt, kann sie gleich aufgeben.

Seite 21 von 41
martin100 20.11.2017, 19:01
200.

Ich sehe durchaus noch eine Chance für eine große Koalition, wenn Frau Merkel zurücktritt. Sie sollte den Schritt tun. Große Politiker wissen, wenn es gut ist und es ist gut. Frau Merkel fehlen die Visionen, die Leidenschaft und mittlerweile auch die Kraft.
Wenn der SPD das Land wichtiger ist als die Partei, dann gehen sie nochmal in eine GroKo. Aber bitte ohne Frau Merkel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lalito 20.11.2017, 19:06
201. Srg

SchwarzRotGrün als nicht dividierbare politische Haltung in Koalition und dann die smarten rosagelben Girls&Boys sowie das Greisenbalett nach allen Regeln der Kunst in die parlamtarische Diaspora ohne Gestaltungsprokura schicken, das hätten sich diese Figuren allesamt redlich verdient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter Bernhard 20.11.2017, 19:07
202. We did not even agree to dis-a-green

We did not even agree to dis-a-green (über Varoufakis zu Schäuble: we agreed to disagree). Steinmeier's Aufruf zu "dienen" ordne ich vorläufig dem "to Sozialdemokratie" der Bundeskanzlerin zu. Die "Sozialdemokratie" müsse es wissen, ob somit "over" sei. Da muss man wohl konsequent sein. Auf TV kam mir am erbebtesten (erb-bebelsten) die Nahles vor: wolle sie denn nun die Kandidatin sein, wenn schnellstneuaufgestellt nun doch sein muss? Es kam mir gar nicht vorkaltkalkuliert vor, im Duktus der Nahles. Wenn ich etwa höre, Neuwahlen was solle das, den Schulz hätten wir doch gerade nicht gewählt, dann fällt viel ab für mich und meine Mengelehre: "das" Sozialdemokrati-Sieren ordne ich der lexikalischen "Intension" (Brockhaus zu Prädikat) zu: eine Menge ist sicher "immer" eine Gleichmachung. Während ich etwa FDP heute setze für ein Primat der Außenpolitik - somit "Extension", so die Sozialdemokratie für die Intension "per se": die Menge dient der internen Gleichmachung, die also möglichst weit so stattfindet, somit nicht vonstatten geht, so langsam, sondern: per Ordre einer Mutti oder von Schulz auch zu Neuwahlen rechtzeitig erfolgen dann. Da werde ich eventuell noch verblüfft sein. Weil es meinem Upbringing - wohl amerikanisiert: da braucht man nicht mal Parteimitglied zu sein, um sich als President zu bewerben, echt wahr, steht auch nur im Lexikon: keine Parteimitgliedschaft erforderlich zur Kanzlerbewerbung via Partei! --- meiner Sozialisation wohl zuwiderläuft, eine Gleichmachung von Einzelnen nicht in einem "Häuschen der Begegnung" stattfinden zu lassen (so fasse ich ein von Gabriel Gehörtes gegen Zurufer mal auf, als Ironisierung: finden Sie einen, der auch Ihre Meinung hat -- das wiederum ist bei mir affin zu Costa Cordalis über dessen DDR-Tour-Teppich an Makler: finden sie Einen Käufer..), sondern durch die Menge vornehmen zu lassen. Kurz zuspitzt mir heute somit: die abbrechende FDP als Mengenhersteller gegen außen - und so fand ich auch das Scheitern sehr gut mir, nach außen also, dargestellt: mir wird von LInder erläutert, wie und was da gelaufen sei, es wird nicht etwa wie bei Kauder oder Steinmeier das Ich als kleines Rädchen ein ganz Großes dargestellt, darin es aufgehe. Extension und Intension hat es also in sich! Setze ich mal SPD für Intension, so liegt die ganze Arbeit im Herstellen einer einheitlichen Menge - die sich so durchsetzt und auch gegen die Wand fährt bzw. nicht zur Verfügung stehe etwa als die "Sozialdemokratie", demgegenüber vermag ich heute die FDP zu setzen für "Extension", Primat des Außen: die Herstellung innerer Gleichheit ist nicht die Maloche oder das Dienen; sie diene und sei Basis nur für eine Auseinandersetzung mit dem Außen, nämlich einer Herstellung und Erzeugung von Einigkeit - das können Auslieferungsländer sein, das könnte aber auch "das Volk" sein, dem erklärt und erläutert wird. Warum soll es dann nicht in einer Neuwahl in einem Dialog und in solchem Gleichstellungsprozess neu und auch anders wählen? Und jeder Wahlgang ist auch Demokratie und Gefragtwerden überhaupt. Das weiß jeder zu schätzen, der eine Lebenshälfte DDR hatte, unterstelle ich mal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jam_butter_problem 20.11.2017, 19:07
203. Sehe ich auch so

Guter Beitrag, Herr Augstein und eine willkommene Abwechslung zum viel vertretenen geradezu apokalyptischen Pessimismus. Ich sehe nicht, warum eine Minderheitsregierung schlechter funktionieren sollte als eine ohnehin wackelige Koalition -- Mehrheiten werden von Fall zu Fall ausgehandelt, und es betont in der Tat, dass der Souveraen das Parlament und nicht die Regierung ist. Ich haette mir Jamaika gewuenscht, wurde eine Minderheitsregierung aber Neuwahlen ganz klar vorziehen; mit geringerer Wahlbeteilung und dadurch staerkerem Gewicht ist keinem geholfen -- die Situation waere weniger demokratisch und politisch schwieriger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
speedy 20.11.2017, 19:12
204. An #200. Herr Augstein,

Nicht Herr Augstein ist verbohrt sondern sie.Wer nach diesem Desaster noch an dieser unfähigen Kanzlerin festhält der hat jedwede Realität verloren und muss eigentlich zur Therapie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hotgorn 20.11.2017, 19:14
205.

Zitat von whitemouse
Ich danke der FDP. Ich habe vor grüner Politik Angst. Gefördert ist die SPD. Will sie politische Verantwortung? Dann muss sie in die GroKo. Sonst kann sie sich auflösen.
Die sPD hatte ihr hoch mit den Grünen erst mit Union ging es Bergab, Okay das Seelenleben der SPD auseinanderzunehmen ist ein leidiges Thema da Schröder im Umfragehoch auch viel verbockt hat das Merkel aber nicht korrigiert. Das Schröder Merkel Erbe zerbröselt schneller als man denkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hotgorn 20.11.2017, 19:15
206.

Zitat von tommi316
Perfekte FDP ! Bravo. Endlich einer der Rückrad hat. 5 Wochen hatten alle Zeit. Nicht einmal ein Schlüpfer hatte Herr Kubicki mehr zum wechseln. Bitte Neuwahlen in der Hoffnung, der Sauhaufen tritt ab
FDP Alleinregierung alles andere ist Sauhaufen grunz grunz

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fuscipes 20.11.2017, 19:18
207.

Diese Kolumne ist für mich ein Plädoyer für eine Minderheitsregierung, und die Suche nach Lösung, einvernehmlich, konstruktiv, kein Fehler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-ecker 20.11.2017, 19:24
208. Wenige sehen hinter die Merkelstrategie

sie hat die FDP kaputtregiert, als diese unter die 5 Prozent fielen, zeigte sie in einer Dokumentation während eines Interviews zum Verlust des Regierungspartners ein kurzes, schadenfrohes Lächeln. Zwar haben die FDPler mit ihrer Mehrwertssteuerregelung fürs Hotelwesen ihren Niedergang selbst eingeleitet, nicht desto trotz hat es merkel sehr gefreut. Kaum bemerkt. Genau kaputt regiert hat sie die SPD mit dem naiven Gabriel, der sich einen auf seinen Vizekanzler einbildete und das Absaufen der SPD nicht mehr bemerkte. Die einzigen, welche selbst noch nicht gemerkt haben, auf welchem absteigenden Ast die Person Merkel ist, ist die CDU inklusive Merkel selbst und der CSU Großmundige Seehofer trotz seiner früheren Krakele offensichtlich auch nicht. Die CDU/CSU ist mittlerweile mit Lemmingen vergleichbar. In den Untergang ohne es zu merken. Kräftig unterstützt werden sie dabei von der etablierten Mainstreampresse, die das Merkel auch nicht loslassen möchten. Selten soviel Hinterhalt hinter so wenig tatsächlichem Engagement gesehen, ausser für Hereingelaufene, wenn Sie wissen, was ich meine.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
53er 20.11.2017, 19:26
209. In einer Koalition kann

Zitat von seinedurchlaucht
Die Schuld bei der FDP zu suchen, ist mir zu billig. Sie konnten ihre Parteiprogramm nicht durchsetzen, deshalb ziehen sie sich zurück, das ist nur konsequent. Der Versuch der Medien, Jamaika herbeizuschreiben ist ebenso gescheitert, wie Frau Merkel. Ein Rücktritt wäre jetzt angebracht.
prinzipiell keine Partei ihr Parteiprogramm durchsetzen, sollte die FDP tatsächlich davon ausgegangen sein dass sie ihr Parteiprogramm vollständig umsetzen kann, so ist es für Deutschland nur von Vorteil, dass sie sich davongeschlichen hat. Man kann dann davon ausgehen, dass das Chaosduo Lindner/Kubicki weder zu Kompromissen bereit war noch verstanden hat, was Demokratie bedeutet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 21 von 41