Forum: Politik
Merkel-Dämmerung: Isch over
DPA

Angela Merkel ist am Ende. Sie hat keine Mehrheit und keinen Plan, wie es weitergehen soll. Merkel hat lange und mit Erfolg regiert. Wenn ihr jetzt der Mut zum radikalen Neuanfang fehlt, kann sie gleich aufgeben.

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rakatak 20.11.2017, 16:17
20. Das Grauen hat eine Steigerung

"Christian Lindner, der erste gleichsam überkonfessionelle Kanzler der Republik werden. Was für eine grauenhafte Vorstellung." Zitat Augstein

Und das womöglich noch in einer Koalition mit den beiden Pretzell und Petry als "gemässigte Konservative".
Das Grauen hat eine Steigerung ...

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Dr. Bernd Fabry 20.11.2017, 16:17
21. Den Splitter im Auge deines Bruders

... siehst du, doch den Balken in deinem eigenen Auge nicht. Dies alte Zitat sollte sich Herr Augstein einmal zu Herzen nehmen. Der von ihm zu gerne hofierten SPD steht er gerne das Recht zu, schmollend am Spielfeldrand stehen zu dürfen, wenn die FDP nach Wochen frustrierender Sondierungen nun einen Schlussstrich zieht, weil sie eben nicht zum Zwecke der Selbstentleibung auf jeden Fall regieren will, dann ist das zwischen Vaterlandsverrat und Fahnenflucht inklusive. Königinnenmord anzusiedeln. Ein ebenso tendenziöser wie armseliger Kommentar.

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ulrichbecher 20.11.2017, 16:17
22. Einfach mal ...

... dem Bundespräsidenten zuhören. Herr Augstein, besser ist es manchmal nicht zu kommentieren und einfach der maßgeblichen Stelle zuzuhören. Oder lösen Sie neuerdings den Bundestag auf?

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BettyB. 20.11.2017, 16:18
23. Irgendwie halbherzig

Das irre Zusammenspiel von Lindner und Seehofer konnte letztendlich nicht gut ausgehen, weil die Grünen nicht als die Schuldigen dastehen wollten. Lindner wollte meines Erachtens keine Koalition dieses Ausmaßes, sein Ziel war aber, Merkel-Wähler auf die Seite der FDP zu ziehen, indem er den Grünen die Schuld für das jamaikanische Aus geben konnte. Seehofer wollte eigentlich nur Merkel schädigen, um so wie dereinst Strauß und Stoiber "endlich" auch Kanzlerkandidat zu werden. Nun kann auch er den Grünen nicht die Schuld zuschieben, nicht weiter auf "starken Mann machen" und wohl nur noch zurücktreten. Aber dieses mal haben sich die Herren getäuscht, denn obwohl Merkel geschwächt wurde, sind die wirklichen Verlierer wohl sie selbst...

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tipsylaird 20.11.2017, 16:19
24. Hat mal einer die Verfassung gelesen?

Neuwahlen sind nicht vorgesehen, insofern hat Augstein so oder so Recht. Am Ende kann ein Kanzler mit einfacher Mehrheit gewählt werden. Und muss! Es wird also eine Minderheitenregierung geben, wenn die SPD nicht doch noch ein Erbarmen hat. Und zwar eine, in der CDU/CSU alle Minister stellen. Wenn Frau Merkel clever ist, wird sie jede Menge parteilose Fachleute in die Regierung holen. Vielleicht tritt sie auch nicht selbst an. Gibt trotzdem ne Minderheitenregierung.

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schockschwerenot 20.11.2017, 16:20
25. Es wird wieder politische Lager geben

Die lustige Vorstellung, jede Partei kann mit jeder anderen Partei koalieren (außer der AfD natürlich, die sind außen vor), löst sich durch Lindners Ausstieg gerade in Luft auf. In Zukunft wird es wieder politische Lager geben. Um eine glaubwürdige Machtperspektive zu bieten, wird sich jede Partei vor der Wahl festlegen müssen, mit welchen anderen Parteien sie ggf. eine Koalition anstrebt. Das wiederum setzt Inhalte voraus, die dem Volk im Wahlkampf kommuniziert werden, und die wieder unterscheidbar sind von den Inhalten der Konkurrenz. Wir werden das neue Lagerdenken schon in der anstehenden BT-Neuwahl erleben. Erste Folge wird die Neuorientierung der SPD nach links sein.

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calvi 20.11.2017, 16:20
26. Mehrheiten...

sind auch ohne die CDU möglich. Die SPD hat die Groko ausgeschlossen (zu Recht), aber warum nicht mal die große Ampel (Rot-Rot-Gelb-Grün) sondieren? Verstehe ich nicht, dass da niemand der FDP mal die Pistole auf die Brust setzt, "das Lager" zu wechseln. Von den Grünen wurde es wie selbstverständlich verlangt. Herr Steinmaier, bitte thematisieren!

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djchrisi 20.11.2017, 16:20
27.

In einer Demokratie werden Staatsmänner bzw. Staatsfrauen für gewöhnlich abgewählt. Das ist weder anrüchige noch jämmerlich, auch wenn Herr Augstein das anders sieht.

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spon_3026850 20.11.2017, 16:21
28. Bedenkliches Demokrativerständnis

Es gibt keine Pflicht zu regieren? Falsch Hr. Augstein. Wer für den Bundestag kandidiert, muss grundsätzlich dazu gewillt sein, Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft des Landes zu übernehmen. Wer sich dem - aus welchen Gründen auch immer - verweigert, sollte gar nicht erst antreten bzw. nicht mehr wiedergewählt werden. Die SPD treibt ein ganz mieses Spiel und entzieht sich aus rein parteipolitischen Überlegungen dieser Verantwortung, obwohl die inhaltlichen Schnittmengen mit der Union massiv sind. Die FDP argumentiert wenigstens noch damit, dass sie ihre inhaltlichen Prinzipien in einer Jamaika-Konstellation nicht durchsetzen kann. Auch das heisst aber im Endeffekt, dass sie sich ein Stück weit davor scheuen, Verantwortung zu übernehmen.

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geschädigter5 20.11.2017, 16:21
29. Schuld der CDU

und der CSU, dass sie für Neuwahlen keinen Anreiz für die Wähler bietet. Sie haben auf ganzer Linie versagt. Keine Nachfolger oder Nachfolgerinnen, die nach Merkel, die ja jetzt wohl abdanken muss, aufgebaut. Eine große Chance für die SPD, hier mit neuen Ideen und Zielen wieder die Regierungsverantwortung zu übernehmen.

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