Forum: Politik
Merkel in der Türkei: Du, du, du!
DPA

Angela Merkel hat sich auf einen Deal mit der Türkei eingelassen, den sie besser unterlassen hätte. Jetzt reist sie ständig in die Türkei und zeigt "Besorgnis". Konsequenzen hat das keine.

Seite 1 von 15
KingTut 23.05.2016, 20:12
1. Europäische Union

Wo sind die Vertreter der EU? Ich dachte immer, dieser Deal sei zwischen der EU und der Türkei abgeschlossen worden, aber scheinbar wurden ich und die Öffentlichkeit getäuscht. Denn was diesen Deal betrifft scheint sich alles um Frau Merkel und Herrn Erdogan zu drehen. Letzter unter ständiger Missachtung der Verfassung seines Landes, die ihm wie in Deutschland eigentlich nur repräsentative Aufgaben zugesteht.
Ansonsten ein hervorragender Artikel des Herrn Kazim, dem ich vollinhaltlich zustimme. Frau Merkel versucht ständig, ihre schweren Fehler durch noch schwerere Fehler zu übertünchen. Sie ist damit als Bundeskanzlerin untragbar.

Beitrag melden
Dengar 23.05.2016, 20:13
2. Ts

Seehofer hat damit nun gar nichts zu tun. Der angeblich von Davutoglu eingebrachte Vorschlag ist so ziemlich die 1:1-Umsetzung eines ESI-Plans vom Sommer 2015.

Beitrag melden
prologo 23.05.2016, 20:15
3. Genau so ist es, keine Konsequenzen für beide, denn.....

....denn beide, die Amtierende und der Despot machen Politik mit der Flüchtlingskrise, mit Menschenhandel.
Also mit dem Elend von Menschen.

Merkel hat den Deal gemacht, um ihren Macht und Position zu retten, und hat damit Deutschland und die EU erpressbar gemacht. Zugleich hat sie die Eckwerte unserer Demokratie aufgegeben, siehe Böhmermann.

Erdogan hat sich damit 6 Milliarden erpresst, und das Visumsrecht für die Türkei dazu. Zugleich hat er die Meinungsfreiheit, die Justiz, und die Immunität der Abgeordneten aufgehoben.

Der ganze Misthaufen, den die beiden Politiker produzieren, hat aber überhaupt keine Konsequenzen für die beiden Täter zur Folge? Sie können munter weiter wursteln, zahlen, erpressen, und einsperren.

Darüber sollten wir doch einmal nachdenken, oder?

Beitrag melden
luny 23.05.2016, 20:20
4. Du, Du, Du

Hallo Herr Kazim,

die amtierende Bundeskanzlerin hat im Alleingang, also
ohne Abstimmung mit den EUR-Partnern, ihre per-
sönliche "Willkommenskultur" ausgerufen.

Um ihr Gesicht zu wahren, ist sie nun auf den türki-
schen Präsidenten angewiesen.

Der amtierenden Bundeskanzlerin geht es genauso wenig
um die "Flüchtlinge" wie dem türkischen Präsidenten.

Sie sind reine Verhandlungsmasse zum Ausbau der
politischen Macht bzw. zum Machterhalt.

Bislang hat die Türkei ja zwischen 100 und 200
"syrische Flüchtlinge" im Austausch für "syrische Flücht-
linge", die von Griechenland zurück in die Türkei ge-
schickt wurden, in die EU ausreisen lassen. Dabei han-
delte es sich wohl um Schwerkranke, wie zu lesen war.

Die "Flüchtlingspolitik" der amtierenden Bundeskanzlerin
ist grandios gescheitert. Je eher sie das zugibt, desto
besser.

In der Türkei zu Kreuze zu kriechen, löst das selbst-
verursachte Problem nicht.

LUNY

Beitrag melden
klausbacker 23.05.2016, 20:21
5. Gesicht verloren

Es ist demütigend, immer wieder in die Türkei fliegen zu müssen und dann eine Kröte nach der anderen schlucken zu müssen. Kritik darf ja nicht sein, sonst zeigt ihr Erdogan gleich die rote Karte. Die letzte Glaubwürdigkeit ist verspielt, wenn.man zu Hause von zu bewahrenden Werten spricht und dann beim Besteigen des Flugzeugs alles Geredete schnell vergessen muss.

Beitrag melden
warkeinnickmehrfrei 23.05.2016, 20:27
6. Seehofer hat dafür gesorgt das Merkels

Plan ihre Flüchtlinge munter auf die EU zu verteilen nicht durchsetzbar war ? Selten so einen Unsinn gelesen. Willkommenskultur gab es nur in Deutschland. Der Versuch von Frankreich , England , Norwegen, etc. gegen die Stimmung der dortigen Bevölkerungen in grosser Zahl muslimische Einwanderer aufzunehmen wäre für die dortigen Regierungen politischer Selbstmord. Da braucht es keine CSU aus Bayern.

Beitrag melden
JKStiller 23.05.2016, 20:29
7. Da, Da, Da!

Hat mir dazu jemand auf Twitter geschrieben, und ja, es passt: "Ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht" bleibt - neben den zum Glück weniger Toten im Mittelmeer - die einzige Erkenntnis des faulen Deals. Unsere Demokratie jedoch ist richtig schwer beschädigt. Sie lässt sich nicht mal eben beliebig teilen in Präzedenzfälle, Ausnahmeregelungen, Kanzlermandate, und auch nicht dauerhaft einwickeln in die Plattitüde angeblicher Alternativlosigkeit. Sie wäre stattdessen irgendwann einfach so verschwunden. Notverordnungen blieben noch, allerdings als letzte Lösung. Ich frage mich diese Tage, wie oft Freiheit tatsächlich teilbar ist, bevor man im selbst gebauten Gefängnis aufwacht. Wir werden es zusammen erleben.

Beitrag melden
luny 23.05.2016, 20:32
8. Sie sagen es

Zitat von KingTut
Wo sind die Vertreter der EU? Ich dachte immer, dieser Deal sei zwischen der EU und der Türkei abgeschlossen worden, aber scheinbar wurden ich und die Öffentlichkeit getäuscht. Denn was diesen Deal betrifft scheint sich alles um Frau Merkel und Herrn Erdogan zu drehen. Letzter unter ständiger Missachtung der Verfassung seines Landes, die ihm wie in Deutschland eigentlich nur repräsentative Aufgaben zugesteht. Ansonsten ein hervorragender Artikel des Herrn Kazim, dem ich vollinhaltlich zustimme. Frau Merkel versucht ständig, ihre schweren Fehler durch noch schwerere Fehler zu übertünchen. Sie ist damit als Bundeskanzlerin untragbar.
Hallo KingTut,

die EU hat dem Deal zwischen der amtierenden Bundes-
kanzlerin und der Türkei (der damalige Vertreter der
Türkei ist inzwischen nicht mehr im Amt) nur zugestimmt,
weil es keinerlei Verpflichtungen gab.

Die amtierende Bundeskanzlerin dachte fälschlicherweise,
die anderen EU-Länder würden ihre eigenmächtige
"Flüchtlingspolitik" unterstützen und entsprechende
Kontingente übernehmen.

Diese Einschätzung war/ist falsch.

Nun kriecht die amtierende Bundeskanzlerin in Istanbul
zu Kreuze, um von ihrer Fehlentscheidung abzulenken.

Der Gang nach Canossa wird ihr nicht helfen, denn der
türkische Präsident verfolgt ganz andere Ziele.

Der Preis für den Machterhalt der amtierenden Bundes-
kanzlerin ist für den gemeinen Steuerzahler zu hoch.
Sie sollte abtreten. Meine Meinung.

LUNY

Beitrag melden
jufo 23.05.2016, 20:43
9. dumm gelaufen

Merkels Flüchtlingspolitik war undifferenziert und wurde als Generaleinladung missverstanden. Der Rest ergab sich daraus. Die europäischen Nachbarn fühlten sich vor vollendete Tatsachen gestellt und verwigerten sich und so blieb das Thema an Merkel hängen.
Sie muss jetzt immer zum Bosporus bzw weniger schön nach Ankara und dem Pascha schmeicheln. Der Rest Europas darf müde lächeln.
Energiewende, Familienpolitik, Rüstungspolitik, ist alles von Frau Merkel nie durchdacht worden. Immer nur populistische Schnellschüsse die für das Land teuer werden. Wie lange soll das Elend noch so weitergehen?
ok die Grundlagen für die soziale Spaltung hat die SPD gelegt, kann weder Merkel noch Merkel2 Frau von der Leyen viel dafür.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!