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Merkel gegen Schulz: Darum ging es im TV-Duell
DPA

Flüchtlinge, Türkei, Diesel, Nordkorea: Wie haben sich Angela Merkel und Martin Schulz im TV-Duell positioniert? Die wichtigsten Streitpunkte im Überblick.

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hawaii17 04.09.2017, 00:24
40. Sieger: Kanzleramt und Seibert

Es stand doch von vorne herein fest, was gefragt wurde. Das Format war eindeutig pro-Merkel, alleine schon das man die Hälfte der Zeit nur über Flüchtlinge und die Türkei redete. Peter Klöppel war parteiisch für Merkel. Strunz war wohl von der AfD honoriert und Maischberger hätte sich die Frage mit den Kirchenbesuch auch sparen können.
Schulz wirkte trotzdem nicht souverän, vielleicht lag es auch daran dass Themen wie Armut, Bildung, Umweltschutz, Zukunft gar nicht besprochen wurden. Da haben die Herrschaften im Kanzleramt gute Arbeit geleistet, die Moderatoren und TV-Sender haben sich als Marionetten entblößt. Einzig Illner war noch okay. Journalistisch echt unterste Kanone.

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wolke:sieben 04.09.2017, 07:43
41. Im DEUTSCHEN Wahlduell

...ging es größtenteils nur um Flüchtlinge, Türkei, Nordkorea und Trump, die DEUTSCHEN Angelegenheiten die den Bürger betreffen würden sind nur ganz kurz erwähnt worden, arme Veranstaltung, ich wähle die AFD !!

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Spiegelleserin57 04.09.2017, 08:32
42. Pauschlisierungen führen zu keinem Ergebnis!

Zitat von dilimi11
Darüber muss man im Einzelfall entscheiden. ;) Ich hasse solche schwammigen Aussagen! Tatsache ist, dass Martin Schulz nach gesetzlichen Vorgaben gefragt wurde, die er initiieren möchte. Mit dem "Entscheidung im Einzelfall -Statement"hat er für mich bewiesen dass er noch nicht DEN großen Plan hat. Sorry Martin :(
selbst vor Gericht werden die Urteil schon unter Berücksichtigung der Vorgeschichte gefällt. Das ist auch korrekt denn wir Bürger sind nun mal Unikate. Somit hat Herr Schulz absolut Recht...Einzelfallentscheidungen!

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Heiner Hannappel 04.09.2017, 11:31
43. Das war nix!

Prädikat: Nicht sehenswert!
Das war Merkel-Puderzuckerwohlfühlschlafwagenwahlkampf pur mit Moderatoren, die es tatsächlich schafften, 95 Minuten die wichtigsten Fragen auszublenden und sich zu früh zufriedenzugeben, eben wie viele Deutsche. Es ist halt so, dass wenn man lange genug zusammen im Großkoalitionären Bett liegt, jeder weiß, wo der Plümozipfel oder das Kissen des anderen liegt.
Was in dieser Diskussion noch nicht einmal angedeutet und von den Moderatoren nicht einmal nachgefragt wurde, waren die Eurosituation, die Nullzinsen, innere Sicherheit, die verbotenen Staatsanleiheaufkäufe der EZB,die Target2-Saldenforderungen der BUBA von 860 Mrd. Euro, sowie die dadurch risikofreier mit ihren Schulden umgehenden Staaten und maroden Banken und Firmenzombies, die eine Zeitbombe sind. Das, obwohl von dieser Situation im Euroraum die höchsten Risiken ausgehen und deshalb unser aller Wohlstand mit einem Schlag zusammenbrechen kann! Das alles war flach, sehr flach ohne Tiefgang. Noch nicht einmal eine Reisewarnung, die dringend nötig wäre bei dem Auftritt von Erdogan, kam ins Gespräch! Auch die Flüchtlingskosten von ca. 50 Mrd. Euro pro Jahr nicht und wer diese letztlich bezahlen muss. Marode Schulen, Bildung und marode Infrastrukturen blieben unerwähnt. Man eierte um Altbekanntes und ließ das Wesentliche außen vor! Schade, so wurde diese Veranstaltung zu einer Begründung für viele Bürger an die AfD als Alternative zu denken. Diese wird es freuen! Das war kein Duell, sondern ein Duett mit freundlicher Empfehlung für eine Neuauflage der GROKO!
Heiner Hannappel.

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Knossos 04.09.2017, 13:03
44. Und das Unausgesprochene?

Zu Merkels Korsett gehörte offenbar, nicht auf die Augenwischerei zu verweisen, mit der sie Software-updates der Autohersteller als Wiedergutmachung bezeichnete.

Ist es nicht wundersam, wie Maßgebliches zu Debatten unisono aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit zu entfleuchen pflegt?

Wenn es um Grundrechte und groteskes soziales Gefälle geht, weiß kein Schwein mehr, was Mehrwert aus der Arbeitskraft ist. Wird landesweit wegen Desasters im Gesundheitswesen auf der Straße demonstriert, weiß niemand, daß die Pharmaindustrie das Loch im Eimer ist.

Und gestern als auch heute, wußte und weiß niemand, was es mit dem Abgasbetrug auf sich hat.

Zur Erinnerung: Die Hersteller haben sich Einsparungen einfallen lassen, um Gewinne um ein Weiteres zu erhöhen. Dazu haben sie u.a. den Behälter für Harnstoff unterdimensioniert. Ohne Einbau von Neigungswaage und Manipulation der Software und Abschaltung des Filters wäre der zu kleine Behälter nun laufend aufzufüllen, was nicht allein Ungemach für den Kunden bedeutete, sondern auch einen bei Anschaffung zu berücksichtigenden Kostenfaktor im Unterhalt, den sich Hersteller zusätzlich zu besagter Einsparung als Aufschlag genehmigten.

Eine Reparation bedeutete mithin also Auswechseln und Einbau adäquater Hardware. Diese kostet umweltbewußt nachrüstende Kunden zwischen 1500 und 1800 EUR; die Hersteller indes wenige Hundert Euro, um Vorgetäuschte Leistung nachzureichen. Derweil behielten sie immer noch jenen Aufschlag ein, den der Kunde im Betrieb nachzahlt.

Der nachträgliche Einbau benötigter Hardware bedeutete eine nicht einmal vollumfängliche Wiedergutmachung, welche ergo keinem Ertragsverlust gleichkommt, sondern immer noch verstecktem Gewinn. (Verlust tritt erst mit den Strafgeldern in USA ein, welche Abnehmer in D und anderswo tragen.)

Das ist der Sachverhalt, von dem mit betriebsstörendem Eingriff in die Software
abgelenkt wird. Im "TV-Duell" einhellig übergangener Sachverhalt.

Warum aber weiß der SPIEGEL es nicht besser? Ebenso wie zu sonstigen Tabus, die er artig mittrug? Sein Name wird weltweit mit investigativem Journalismus assoziiert. Dabei verdient er sich seit etlichen Jahren eher einen Titel wie "Amtsspiegel" oder "Kielwasser".

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