Forum: Politik
Merkel in Griechenland- und Ukraine-Krise: Härte hilft
AP

Griechenland und die Ukraine, beide Krisen haben eines gemein: Sie bedrohen die Grundfeste Europas, den european way of life. Wer ihn retten will, muss Härte zeigen.

Seite 1 von 21
snof 23.02.2015, 05:22
1. Das Prinzip

der Unversehrtheit europäischer Grenzen wurde bereits im Kosovokonflikt gebrochen, also gabe es den Präzedenzfall schon. Schwache Leistung für einen studierten Historiker Herr Blome. Zu den Vertragsbrüchen innerhalb der EU und EWG auch von Deutschland (siehe Maastrichter Kriterien) vor Griechenlands Finanzmisere ganz zu schweigen...

Beitrag melden
spon-facebook-10000132861 23.02.2015, 05:24
2. Härte gegen Agressoren

Ja! Definitiv. Aber die Griechen sind keine kriminellen Verbrecher die Völkerrecht brechen. Nach innen ist zuviel Härte nicht angebracht. Erst recht nicht, wenn zum Teil Griechenland in die Schuldenlast von außen gelockt wurde. Söder meinte neulich im Interview Deutschland hätte sie Hausaufgaben gemacht. Wo denn? Familien mit dem mehrfachen Durchschnittseinkommen können sich keine Wohnungen mehr leisten, wir haben den grössten Niedriglohnsektor und eine mächtige Altersarmutswelle rollt heran, während Superreiche und Konzerne gewinnen... in Deutschland. Nein das haben die Griechen zum Teil recht!

Beitrag melden
aender 23.02.2015, 05:31
3. Den european way of life

hat es noch nie gegeben. Das ist Illusion.

Jedes europäische Land hat seine Ansichten, Gewohnheiten. Auf französisch heisst es: "Unis dans la diversité"
Diese Diversität besteht und bestand noch immer. Es geht ganz einfach nicht alle europäischen Länder über einen Kamm zu scheeren.
Dazu sind wir zu verschieden.

Beitrag melden
blindgaenger 23.02.2015, 06:00
4. European Way of Life?

...Gibt es nicht. Es gibt schlicht keinen "European Way of Life". Es gibt die Art der verschiedenen Nationalitaeten. Und es gibt einen undefinierbaren Grundkonsesus (ich lebe in Indien und hier gibt es den auch bei aller Verschiedenheit der regionalen Besonderheiten). Aber es gibt keinen European Way of Life, es sei denn man meint damit die Ruecksichlosigkeit mit der die Bankenelite unter Beihilfe der Buerokraten in Bruessel die Laender Europas eines nach dem anderen auspluendert.

Beitrag melden
dill 23.02.2015, 06:36
5.

.....ja, die Osterweiterung der NATO widersprach den Vereinbarungen mit Russland von 1990. Ist die nordirische, die serbische, die katalanische, die schottische Grenze von der EU mit Waffengewalt garantiert?
Aber all das meinte Blome nicht.
Es ist für die Bürger Zeit, gegenüber der Kriegstreiberei der EU Härte zu zeigen.

Beitrag melden
analyse 23.02.2015, 06:38
6. Sehr geehrter Herr Blome,

Sie haben nur recht im Ton (Frau Merkel "gewährt" Brief und Siegel..")und in der Sache,wenn Sie die Teilung der Ukraine als casus belli ansehen !Das ist m.E. aber aus historischen und geostrategischen Gründen falsch,und beruht zudem auf einer Fehleinschätzung Rußlands und Putins und einer Verniedlichung der Militäraktion Kiews mit westlicher Rückendeckung. Auch bei einem völkerrechtlich gedecktem Militäreinsatz gilt: Alles was du tust,bedenke es gut und betrachte das Ende !Wenn sich die Politiker Europas 1914 nur daran gehalten hätten !Der Konflikt hätte im Vorfeld vermieden werden können,durch Einbindung Rußlands in eine europäische Wirtschaftszone,statt den verhandlungsbereiten Vertreter der 2.größten Atommacht zu behandeln wie einen Schuljungen.(Baroso) Noch ist es m.E.nicht zu spät diplomatische Lösungen zu erreichen statt Krieg,schon aus Grund der sehr vielen gemeinsamen Interessen.(Einschließlich der USA,die mal mehr an morgen und übermorgen denken sollten/ Pazifik!)

Beitrag melden
warum_denkt_keiner_nach? 23.02.2015, 06:39
7. Härte

Feststehende Grenzen sind als die Grundlage Europas? Das muss der EU im Kosovo doch glatt entfallen sein. Und das ist nur ein Beispiel.

Und die Härte gegen Griechenland wird uns noch um die Ohren fliegen. Abgesehen davon, dass die griechische Regierung wahrscheinlich nur ihre Taktik geändert hat und in Zukunft nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand will, wird da herrische Auftreten unseres Finanzministers die Zentrifugalkräfte in Europa stärken. Die EU ist unter anderem auch entstanden, weil Deutschland seine große Macht taktvoll eingesetzt hat. Auf Befehle aus Berlin hat auf Dauer niemand Lust in Europa. Diese "Härte" (=Überheblichkeit und Arroganz) wird die EU langfristig zerstören.

Beitrag melden
karl.kunze76 23.02.2015, 06:45
8.

"drei Dinge halten Nachkriegs-Europa zusammen. Erstens, Grenzen; zweitens, Verträge; und drittens, das Vertrauen, dass weder das eine noch das andere einseitig aufgekündigt wird."

Schon der erste Satz des Artikels zeugt von manipulativer Einseitigkeit. Der Mastricht- und der Lissabonvertrag wurden gebrochen (no bail out...). Der Abschluss dieser Vertraege kam allein deshalb zustande, weil die damalige Kohlregierung die vom Volk formulierten Bedingungen (naemlich: keine Haftungsuebernahme fuer anderer Laender Schulden) akzeptierte. Diese Voelkervertraege sind nicht nur Vertraege zwischen Regierungen sondern auch zwischen den Regierungen und ihren Voelkern! Und an dieser Stelle wurden die europaeischen Vertraege sehr wohl und zu Hauf einseitig gekuendigt. Wer hat denn das deutsche Volk gefragt ob es die (sinnlosen) "Rettungsmillarden" uebernehmen will?

Beitrag melden
Mister Stone 23.02.2015, 06:45
9. Krisen können nicht bedrohen

Herr Blome, es sind nicht die Krisen, die uns bedrohen, sondern die Menschen, die sie bewusst verursachen.

Beitrag melden
Seite 1 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!