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Merkel in Griechenland- und Ukraine-Krise: Härte hilft
AP

Griechenland und die Ukraine, beide Krisen haben eines gemein: Sie bedrohen die Grundfeste Europas, den european way of life. Wer ihn retten will, muss Härte zeigen.

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t.h.wolff 23.02.2015, 09:38
90.

Aus dem "european way of life" ist die europäische Krankheit geworden: Wachstum als Ideologie, Wettbewerb statt Wohlstand, geostrategischer Poker statt Entspannungspolitik. Was Europa dringend braucht ist eine Exit-Strategie, denn einen europäischen Großstaat mit Deutschland als Zuchtmeister darf es niemals geben: schon allein deshalb, weil die Europäer seiner Verfassung niemals zugestimmt haben und niemals zustimmen werden.

Aus dem Kommentar spricht, untertänigst, der Geist eines neuen kalten Krieges von Washingtoms Gnaden.

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hermannheester 23.02.2015, 09:39
91. Merkels Härte ist sie selbst!

Frau Merkel hat alles andere als "Härte" gezeigt. Ihre Lippenbekenntnisse waren Populismus pur und ihr Einlenken dürfte kaum etwas anderes als einen Anfall von Venunft bedeuten. Immerhin ist ihr eigenes Rezept der Konsolidierung nicht mal im eigenen Land fruchtbar und die Entwicklung zeigt, dass alte Schulden nun doch nur auf künftige Generationen vertagt wurden, wenn man Staatsaufgaben wie den Autobahnbau auf Private überträgt und laufende Einnahmen denen als quasi "Tilgung" überläßt. Wer selbst im Glashaus sitzt....

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gunpot 23.02.2015, 09:41
92. ich weiß nicht

was man hätte besser machen sollen; anfangs gab es viele kritische Stimmen, die vor allzu großer Härter warnten, da wir uns nur selbst schaden würden. Das Jammern fing schnell an, als Russland ein Teilembargo für bestimmte EU-Agrarprodukte verhängte. Russland wird sein Öl auf anderen Märkten verkaufen. Man sollte auch verfolgen, mit wie vielen Ländern Russland Verträge oder Absichtserklärungen für den Bau neuer Kernkraftwerke abgeschlossen hat. Indien, Brasilien und China werden sich wohl kaum einem Embargo anschließen. Langfristig führt ein Embargo zu einer Importsubstitution, wie es uns das ehemalige Nordrhodesien vorgemacht hat. Russland hat hierfür die Technologie, u.a.......

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nofreemen 23.02.2015, 09:43
93. Glauben macht seelig; Propaganda nicht

Es ehrt Merkel/ Holland also das sie die Kriese angezettelt haben und nicht härter gengen die Separatisten vorgegangen sind. Nun die angewandte Härte und Beratung die von ihren Marionetten umgesetzt wurden, haben ja genug Zerstörung gebracht mit über 5000 Toten. Klar hätte man die Zshl leicht verdoppel können und so gesegen muss man den Beiden dankbare sein. Trotzdem fuhren sie klar nach dem Motto, "wenn schon verlieren dann aber gleich alles zerstören". Toten und verbrannte Erde wurde auf einem Feld hinterlassen durch Anstiftung und Verbreitung von falscher Hoffnug. Das ist nicht gerade Ehrenhaft. Aber bekanntlich ist ja alles Ansichtssache.

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ketzer2000 23.02.2015, 09:45
94. Typisch Blome

Auch wenn man die Geschichte immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann, Härte hat nie zum Erfolg geführt, denn Erfolg wird nicht an dem gemessen, der "gewonnen" hat. Und, um mit Härte vorgehen zu können, muss man immer die Situation desjenigen betrachten, gegen den man mit Härte vorgeht. Selbst die Sanktionen gegen den Iran haben substantiell an der Situation der "Achse des Bösen" nichts geändert und Kuba ist keinen Deut besser. Wirtschaftssanktionen gegen eine Atommacht wie Russland, die miltiärisch in der Region einen eindeutigen Vorteil hat, bringen ebensowenig Erfolg, wie Waffenlieferung an eine ukrainische Armee, deren Kampfkraft eher bescheiden sein soll. Und was heisst "european way of life" - das gibt es nicht und das wird es auch nie geben. Wir haben ein Europa der Regionen und das ist auch gut so!

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meinung2013 23.02.2015, 09:46
95. genau: Härte - endlich einmal gegen die Banken

es ist wirklich na der Zeit, daß sich die regierungen mit Hätre gegen die Sozialisierung der Verluste von Banken & Konzernen stellen ... Tja, nur leider mit Merkel nicht machbar
"Euro-KriseWohin die Griechenland-Milliarden fließen
Griechenland braucht den Großteil der Gelder, um seine Kredite zu tilgen, zeigt unsere Grafik. Nur ein geringer Teil landet am Schluss bei griechischen Bürgern. (...)Bislang haben die Euro-Mitgliedsländer und der Internationale Währungsfonds Griechenland mit rund 226 Milliarden Euro ausgeholfen, doch davon flossen nur 15 Milliarden in den unmittelbaren Betrieb des Staates, also etwa in die Polizei und in Renten. Inklusive indirekter Staatsausgaben kommt man auf 27 Milliarden Euro – gerade einmal elf Prozent der Gesamtsumme. Der Grund dafür: Die griechische Regierung musste ihre Ausgaben massiv kürzen.Dagegen wendete Griechenland mehr als 40 Milliarden Euro für Zinszahlungen auf. Um fällige Kredite abzulösen, musste Athen sogar auf 81 Milliarden Euro zugreifen. Addiert man zu diesen beiden Werten noch Rückzahlungen an den Internationalen Währungsfonds im Umfang von circa neun Milliarden, wird klar: 132 Milliarden Euro flossen allein in den Schuldendienst. Mehr als Hälfte der Hellas-Hilfen.
Außerdem kostete der Schuldenschnitt im Frühjahr 2012 fast 35 Milliarden Euro, rund 14 Prozent der Troika-Unterstützung.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/eurokrise-griechenland-eu-hilfen-grafik

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capote 23.02.2015, 09:55
96. Propaganda

Zitat von snof
der Unversehrtheit europäischer Grenzen wurde bereits im Kosovokonflikt gebrochen, also gabe es den Präzedenzfall schon. Schwache Leistung für einen studierten Historiker Herr Blome. Zu den Vertragsbrüchen innerhalb der EU und EWG auch von Deutschland (siehe Maastrichter Kriterien) vor Griechenlands Finanzmisere ganz zu schweigen...
Das war und sollte auch gar keine Analyse sein, sondern ein von/für die US lancierter Propagandaartikel!

Nur Europa im Allgemeinen und die Deutschen im Speziellen wollen keinen Krieg, schon mal gar nicht mit Russland. Was östlich von Polen-Tschechien-Slowakien und Ungarn liegt geht uns nichts an, auch de jure nichts, in Jalta hat man sich zum Ende des zweiten Weltkrieges so geeinigt. Was sollen wir auch mit diesen pleiten Korruptokratien? Die sollen erst mal Ihre Hausaufgaben machen, ein Griechenland, was seine Hausaufgaben nicht macht, langt vollkommen.

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Reinhardt Gutsche 23.02.2015, 09:56
97. „European way of life“

Der Enthusiasmus der obdach-und arbeitslosen Griechen, Spanier, Portugiesen usw. und der hungernden Kosovaren, um nur von denen zu reden, für den „european way of life“, so wie sie ihn täglich real erdulden müssen, scheint sich offenbar in sehr, sehr engen Grenzen zu halten. Auch dürfte sich deren „Way of Life“ von dem ihrer jeweiligen steuerflüchtigen Fat Cats in gewissen Details unterscheiden...

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vrs 23.02.2015, 09:56
98. wo steht das,

Wo steht, dass die Osterweiterung der Nato irgendwelchen Absprachen widerspricht?
Mir hat noch niemand den schriftlichen Beweis für diese Aussage vorgelegt. Ich glaube eher das ist eine Behauptung Russlands denen hier einige wieder einmal auf de Leim gehen.

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auweia 23.02.2015, 10:00
99. Also, ich finde Härte gut.

Mir geht die die Konsenssoße hier auf die Nerven. Ich will mehr Konflikt. Weniger Leisetreterei gegenüber Russland (daselbe auch gerne gegenüber China und den USA) und keinen Beliebtheitspreis gewinnen.

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