Forum: Politik
Merkel-Herausforderer Andreas Ritzenhoff: "Ich will ganz oben einsteigen"
DPA

Er ist erst seit diesem Jahr in der CDU - und will jetzt ihr Vorsitzender werden. Hier spricht Andreas Ritzenhoff über seinen Plan und wendet sich gegen Kritiker, die bloße Selbstdarstellung wittern.

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th2609 13.10.2018, 11:07
1. Ja, warum nicht

Wer etwas ändern oder bewegen möchte muß sich Hunderte von Wahlplakaten kleben, zig Bratwürste grillen, Hinterzimmermauscheleien oder x Jahre Parteizugehörigkeit kann für sich allein jedenfalls keine Qualifikation sein. Unternehmer kommt von unternehmen. Dann mal los. Und mir ist so ein Kandidat lieber als reine Parteokarrieristen wie Frau Nahles. Nur Schulr, Studium und Partei. Keine langfristige Beschäftigung in der Wirtschaft. Auch ein Grund warum die SPD da niederliegt. Und die CDU ebenfalls. Hier mit einer Dauerkanzlerin. Frischer Wind bringt Bewegung. Viel Erfolg!

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Siebengestirn 13.10.2018, 11:15
2. Tja, so kann das in unserer Parteiendemokratie möglich sein.

Allerdings wäre es sehr zu begrüßen, wenn bereits überregional ausgewiesene Personen mit charakterlicher Eignung und nachgewiesenem Verstand sich in allen demokratischen Parteien zur Verfügung stellen würden. Auch wenn das vielleicht einige nicht so sehen, würde ein Ausscheiden von Frau Merkel eine große Lücke hinterlassen, die qualitativ zumindest gleichwertig auszufüllen wäre. Das erfolgreiche Führen eines mittelständigen Betriebes reicht für das Anforderungsprofil wohl eher nicht aus.

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hansgustor 13.10.2018, 11:18
3. Gute Voraussetzung

Das inhaltsleere Gerede hat er schon mal sehr gut drauf. Ich bin zuversichtlich dass es klappt. Ansonsten sollte er in die SPD wechseln, da wird es keinen Widerstand geben.

Aber mal im Ernst. Ein bisschen Alpha-männchen gegen China spielen, reicht nicht. Die Infrastruktur wurde in letzten Jahren kaputt gespart: Stadtplanung, Schienenverkehr, Internet, ... wenn man nicht endlich anfängt von Prestige-Projekten zu langfristigen Verbesserungen wechselt, war es das. Deutschland ging es lange sehr gut, nichts hält ewig.

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quarkspitz 13.10.2018, 11:18
4. Warum nicht?

Ich bin selbst Mitglied einer Partei und kenne das: Die Platzhirsche und Leitdamen werden intern immer wieder gewählt/müssen immer wieder gewählt werden, weil das ihr Platz ist, weil sie schon lange dabei sind, weil sie Verdienste um die Partei erworben haben, weil usw. usw. Man kann auch sagen, sie drehen sich immer wieder um sich selbst, um nicht zu sagen, sie kochen immer im gleichen Saft.
Das kann ruhig mal einer aufknacken, dass dann alle Etablierten aufgeschreckt werden und sich verwundert die Augen reiben, wundert mich nicht nicht. Huch, was passiert denn jetzt, sowas haben wir noch nie erlebt und dann sind alle aufgeregt. Ich werde das mit Interesse verfolgen.

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240td 13.10.2018, 11:30
5. Das begrüße ich

Einen Macher können wir gut gebrauchen. Das jahrelange Rumgewurstel, das Aussitzen vieler Probleme, muss ein Ende haben. Politische Ziele formulieren und angehen, das wünschen sich doch viele, der politikmüden Bürger.
Man kann der AFD und Konsorten nur mit nachvollziehbarer und glaubwürdiger Politik Einhalt gebieten. Wir brauchen jemanden, der das Volk rechtsstaatlich mitnehmen und begeistern kann.

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ingnazwobel 13.10.2018, 11:35
6. So sollte es sein!

Leider ist es wirklich so das man in den Parteien den Gang durch die Instanzen gehen muss, sich Mehrheiten suchen muss, Kompromisse eingehen muss und man am Ende selbst ein Kompromiss ist. Das heißt, das man fast alle guten Ansätze vorher hat über Board gehen lassen (müssen).
Aber selbst oben angekommen geht der Rest auch noch flöten. Das kann man sehr gut bei der SPD sehen, der Partei die die besten Ansätze und Ideen für Deutschland hat und von jedem halbwegs intelligenten und uneigennützigen Bürger (also sicherlich75% der Bevölkerung) eigentlich gewählt werden müsste. Was aber oben rauskommt sind neben dummen Kompromissen die mehr schaden als nützen auch Politiker die eben durch die Instanzen haben gehen müssen.
Daher wäre ich CDU Delegierter - ich würde ihn wählen!

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ingo.wachtberg 13.10.2018, 11:39
7. So symphatisch mir ein erfolgreicher Unternehmer an der Spitze...

....wäre - er hat in so einem festgefügten Laden, wie der CDU, keine Chance. Tausende von Bedenkenträger und Neider würden für den Fall eines Wunders, nämlich dem, er würde gewählt, das Leben schwer machen. Merkel hinterlässt eine interllektuelle Wüste. Die zu kultivieren, ist eine Herkules-Aufgabe. Die Parteien, nicht nur die CDU, sind durchsetzt von Karrieristen, die noch nie im Leben einen Cent zur Wertschöpfung beigetragen haben. So ein Unternehmer wird bitter feststellen, daß Mitglieder mit wertschöpfenden Berufen und den daraus resultierenden Verhaltensweisen die absolute Minderheit sind. Dann kommen die Juristen dazu, die die waren Bremser und Bedenkenträger sind. Das ist eine Kultur die diametral zu einer mittelständischen Firmenkultur ist. Die Sedimente dieser alten Parteien haben sich zu Gebirgen aufgehäuft. Wer hat den Mut, das zu sprengen und anzutragen. Ich sehe nur "meinen" Abgeordneten: Von der Schulbank über die Junge Union in die Partei. Jura studiert und promoviert. Nie als Jurist gearbeitet. Nie in einer Internationalen Grosskanzlei (Law Company) eine Bewährung gehabt. Möglichst schnell in den Bundestag und Angehöriger der Pizza-Connection. (Pofalla, Altmeier und Co). Die haben ihn auch nach der Strafe von Mutti vor dem totalen Absturz bewahrt. Mit denen müsste man sich als Unternehmer auseinandersetzen. Es ist, wie in verschiedenen Welten. Unsere Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht und überlassen das nicht einem Außenseiter!

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haarer.15 13.10.2018, 11:41
8. Vermessen ...

... ganz oben einsteigen zu wollen. Das wäre wohl zu kometenhaft. Mag sein, dass es Ritzenhoff weniger um Selbstdarstellung geht, aber das was er von sich gibt, ist viel zu unausgegoren - und auch ein bisschen kühn. Da könnte sich jeder hinstellen mit seiner Wunschliste. Ohne Netzwerk wird man sowieso nichts mehr. Der nächste bitte.

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kael 13.10.2018, 11:45
9. Irritationen?

Die Irritationen in der hessischen CDU kann ich zwar verstehen aber nicht goutieren. Die Parteien brauchen sehr viel mehr "Irritationen", um sie aus ihrer "es-war-schon immer-so"-Lethargie zu befreien. Frischer Wind durch wen oder was auch immer ist bitter nötig.

Nun bin ich gespannt, ob es wirklich zu einer "Kampfabstimmung" kommen sollte. Hoffentlich!

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