Forum: Politik
Merkel, Hollande und Renzi in Berlin: "Nichts ist schlimmer als die Ungewissheit"
AFP

Druck machen oder abwarten? Bei einem Treffen von Merkel, Hollande und Renzi in Berlin zu den Folgen des Brexit-Votums gab es Unterschiede. Einig war man sich darin, "neue Impulse" setzen zu wollen.

Seite 1 von 3
martin58 27.06.2016, 20:29
1. Time waits for no one

Die Politiker tuen so als waere Zeit da. Aber die Kurse kollabieren, die Wirtschaft hat keine Zeit fuer das Durchsitzen. Wie kann die EU Entscheidungen treffen wenn man nicht weiss was der Status eines ihrer wichtigsten Mitglieder ist?
Wie kann die EU Infrastrukturprojekte in UK finanzieren wenn es wahrscheinlich zum Halt kommt?
Das Durchsitzen von Merkel ist doch unertraeglich.

Beitrag melden
joes.world 27.06.2016, 20:41
2. Nichts gelernt? Aber wirklich gar nichts?

Vor GB nicht den Austritt formell beantragt, wird über das Verhältnis EU – GB nicht verhandelt. Tönt es aus Brüssel.

Brüssel ist also beleidigt. Die pöhsen Briten sollen jetzt zu spüren bekommen, was es heißt sich nicht mehr von der monatlich anwachsenden Anzahl an Lobbyisten, unbekannten Beamten, aus ihren Heimatländern nach Brüssel abgeschobenen 2. Reihe-Politikern, fremdbestimmen zu lassen.

Dieses Verhalten, wird Brüssel bei immer mehr Bürgern der EU unbeliebt machen.

Die Briten selber, werden sich schon zu wehren wissen. Und haben ja auch noch den großen Bruder USA an ihrer Seite. Der Druck machen wird, wenn man GB zu sehr ärgert.

Wir haben nur Merkel. Wahrscheinlich überrascht und deshalb diesmal sogar ohne Plan A.

Mit Merkel und ohne GB, haben Renzi und Hollande es einfacher, eine sozialistische Union zu schaffen. In der einer zahlt und weniger Marktwirtschaft herrscht.

Mit dieser Konstellation, könnte der Austritt GB uns Deutsche am meisten kosten.

Also kein Grund zur Schadenfreude für uns.

In ein, zwei Jahren könnten wir, dank dem Verlust eines großen, marktwirtschaftlich denkenden Landes in der Union und gleichzeitig Merkels Kurzsichtigkeit, zu wenig außenpolitischem Geschick und Durchsetzungskraft, die wahren Verlierer des Brexits werden....

Beitrag melden
denker111 27.06.2016, 20:52
3. The same percedure as every year

Wie immer wird GB auch hier versuchen das Beste für sich rauszuholen und dafür ist abwarten und taktieren im Moment besser als Fakten schaffen. Und wie immer lassen wir uns das gefallen.

Beitrag melden
tuedelich 27.06.2016, 20:54
4.

Komisch: da treffen sich drei von siebenundzwanzig Regierungschefs, um über das Verhalten der EU zu reden! Und wo treffen sie sich? Natürlich in Deutschland. Ob die restlichen vierundzwanzig Staaten nicht auch etwas zur Diskussion beitragen wollen? Und da wundert sich der interessierte Zuschauer, dass in der EU über Demokratieverständnis diskutiert wird!

Beitrag melden
joes.world 27.06.2016, 20:55
5. Klar will Hollande, dass GB ab nun nichts mehr innerhalb der EU mitzureden hat.

Denn nur dann kann er leichter an seiner sozialistischen Union arbeiten. In der Deutschland die Zeche für (fast) alle zahlt.

So könnte Hollande frisches Geld in sein Land bekommen; den Kurs der EZB weiter in seine Richtung lenken – denn die war bisher schon nie wirklich unabhängig, sondern immer nur politisch gut an der Spitze besetzt – und die Regeln der EU immer mehr zu Gunsten seines eigenen politischen Überlebens ändern.

Merkel ist im zwischenmenschlichen Geschick erstaunlich durchsetzungsschwach und scheint – ich sage es mal so direkt, immerhin geht es hier nicht nur um die Zukunft von GB, sondern auch um die zukünftige Richtung der EU und damit um unser aller Zukunft – gegen ein Team Renzi und Hollande hoffnungslos unterlegen.

Und während der unaufmerksame Deutsche sein Auto mit Fahnen schmückt und ob der Siege der Nationalmannschaft in Jubelstimmung ist – verlieren wir gerade das politische Match. Durch unser Team Merkel. Und keinem fällt es auf...

Beitrag melden
Hilfe2011 27.06.2016, 21:14
6. 28/27 Mitglieder

Entscheiden wollen die Drei von der Tankstelle. Na dann.

Beitrag melden
lemmy 27.06.2016, 21:40
7. @denker 111: Das heißt Procedure

Zitat von denker111
Wie immer wird GB auch hier versuchen das Beste für sich rauszuholen und dafür ist abwarten und taktieren im Moment besser als Fakten schaffen. Und wie immer lassen wir uns das gefallen.
Und nicht "percedure".

Beitrag melden
ruku 27.06.2016, 21:40
8. 1. Martin58

was ist unklar?
Die Märkte richten sich schon mal auf EU minus GB ein.
Für die Briten heißt es jetzt aufstehen, Krone richten und einen neuen Weg finden.

Beitrag melden
bernd.stromberg 27.06.2016, 21:46
9.

Zitat von joes.world
Vor GB nicht den Austritt formell beantragt, wird über das Verhältnis EU – GB nicht verhandelt. Tönt es aus Brüssel. Brüssel ist also beleidigt. Die pöhsen Briten sollen jetzt zu spüren bekommen, was es heißt sich nicht mehr von der monatlich anwachsenden Anzahl an Lobbyisten, unbekannten Beamten, aus ihren Heimatländern nach Brüssel abgeschobenen 2. Reihe-Politikern, fremdbestimmen zu lassen.
Im Artikel steht klar und deutlich warum man Gewissheit haben möchte - weil niemand planen kann, wenn man nicht weiß woran man ist. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein, oder?!

Es ist einfach kindisch und unprofessionell solch eine Show abzuziehen wie die Briten. Erst ist die EU und alles schlecht, man wählt dagegen setzt die ganze Welt damit in Aufruhr und jetzt verschleppt man das Ganze oder wie?

Beitrag melden
Seite 1 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!