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Merkel-Nachfolge: Merz kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an
REUTERS

Friedrich Merz will im Dezember auf dem Parteitag in Hamburg für den CDU-Vorsitz kandidieren. Das teilte der frühere Fraktionschef in einer Pressemitteilung offiziell mit.

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Hörbört 30.10.2018, 16:18
300. Der rheinische Kapitalismus ist Geschichte

Zitat von KingTut
Immerhin waren es die Konservativen, die die Weichen zu unserem beispiellosen Wirtschaftsaufschwung gestellt haben, als die Sozialdemokraten unsere Republik in eine ganz andere Richtung lenken wollten.
Der rheinische Kapitalismus war in der Tat eine angenehmere Wirtschaftsform als der heutige Neoliberalismus. Da gab es auch noch den Typus des gütigen Firmenlenkers, auf den Sie in Ihrem Beitrag abstellen. Etwas zu kurz kommt indes die ausgleichende Rolle der Sozialdemokraten bei der Verhandlung des Wirtschaftslebens. Die von Ihnen erwähnten Errungenschaften für Arbeitnehmer sind doch gerade der SPD und den Gewerkschaften zu verdanken - neben den einsichtigen Unternehmern, die immer auch das Wohl der Belegschaft im Auge hatten. Man nannte das die soziale Marktwirtschaft. Davon sind Politiker wie Merz jedoch meilenweit entfernt, weshalb er - wie erwähnt - viel besser zur FDP passen würde.

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Hans_Suppengrün 30.10.2018, 16:19
301. @ ernestobecker

Hui...
Heuschrecken spielen sich also gegenseitig Posten zu? Und das ist schon ein Argument für den totalen Sachverstand?

Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Privatisierung führt zu Lohndumping, kaputten Strassen, Chancenungleichheit, schlechter Pflege, ganzen Ausbeutungsbranchen usw.

Aber Merz is'n doller, weil ihm die Kriegsgewinnler der Wirtschaft mit Geld zuschütten. Voll der gute Grund Merz super zu finden....

Vielleicht hätten Sie besser geschwiegen?

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Papazaca 30.10.2018, 16:24
302. Merz, die Inkarnation des Bösen, bereitet den Gang in die Hölle vor!

Zu mindestens könnte man das denken, wenn man das Forum liest.
Der böse Merz! Hoffentlich wird er auch den Erwartungen gerecht. Wobei die Frage ist, wer hier schreibt und mit welchen Intentionen.

Letztlich wählen nicht die Kommentatoren bei SPON sondern die Delegierten des CDU-Parteitages. Und da haben der NRW-Laschet wegen der vielen Delegierten, die aus NRW kommen und AKK, weil Parteisoldatin, gute Chancen. Will heißen, nicht die Besten oder die Bösen gewinnen, sondern die Stimmensammler. Siehe Angela Merkel.
Oder Kauder. Also alles wahre Genies. Die SPD ist da nicht besser.
Wir müssen nicht vor den Bösen Angst haben, sondern vor der Fortsetzung des Merkel-Biedermeiers unter anderem Namen.

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regnib 30.10.2018, 16:24
303.

Zitat von isi-dor
Wenn die Union wirklich einen abgehalfterten neoliberalen Politgreis zum Chef machen will, dann ist das eine Verweigerung der Zukunft. Die CDU bräuchte dringend neue, kreative, junge Leute anstatt die Rentner der Vorzeit. Ein Wiederauferstehen der bleiernen Kohl-Ära kann in diesem Land niemand mehr gebrauchen. Wir müssen an der Zukunft arbeiten, nicht an der Vergangenheit.
Einen neoliberalen Ideologen und Klugschwätzer wie Merz hat unsere in Superreiche und Habenichtse zerfallende Gesellschaft so nötig wie einen Furunkel am Hintern . . .

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hoppla_h 30.10.2018, 16:25
304. Bierdeckel-Witz? - Merz nicht unterschätzen!

Zitat von tonhalle
Sicher ist Herr Merz jemand mit Standing, aber dennoch sollte nicht vergessen werden, dass er als Jurist nun einmal wenig praktische Veranlagung hat. Die Sache mit der Steuererklärung auf dem Bierdeckel war damals derart peinlich, dass man die Komplexität einer AfD fast schon schätzen könnte.
Wenn Merz sich als neuer CDU-Partei-Vorsitzender profilieren will, dann mit der Ansage: "MEINE Steuerreform kommt!"
Ob nun wirklich wie auf einem Bierdeckel; klar ist: "Eine Steuerreform muss kommen!"
ALSO: Merz nicht unterschätzen. Sein Hut zur Wahl des CDU-Vorsitzenden liegt im Ring. Gegen Kramp-Karrenbauer als Merkel-Klon und Spahn als Schönling hat er sicher noch andere Pfeile in seinem Köcher.

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Sibylle1969 30.10.2018, 16:25
305.

Zitat von herbix
Der "Modernisierungskurs" Merkels hat der Union seit 2013 ca 16% gekostet. Mit Merz könnte es wieder aufwärts gehen.
Nicht nur die CDU, sondern auch die SPD hat in der Zeit massive Verluste erlitten. Die Verluste der CDU liegen also sicherlich nicht ausschließlich am Modernisierungskurs, der den einen oder anderen konservativen Wähler vergrault hat. Zu glauben, durch ein Zurückdrehen des Modernisierungskurses würde man die verlorenen Wählerschichten komplett zurückgewinnen, ist m.E. unrealistisch.

Ich bin überhaupt nicht konservativ, die CDU zu wählen wäre mir im Leben nicht in den Sinn gekommen. Wegen Merkel und des Modernisierungskurses konnte ich es mir zum allerersten Mal ein wenig vorstellen (ich hab aber trotzdem nicht die CDU gewählt...). So ging es wohl vielen Frauen. Ein konservativer Backlash und eine wieder männlichere CDU würde mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einem Rückgang bei den Wählerinnen führen. Nicht vergessen: der Anteil der Frauen unter den CDU-Wähler*innen ist unter Merkel gestiegen.

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statistic-man 30.10.2018, 16:25
306.

Zitat von ein_leser999
Aus meiner Sicht ist er einer der größten Talente der deutschen Politik und ich habe es sehr bedauert, dass er gegangen ist damals. Ich hatte uch die Hoffnung schon aufgegeben, dass er je wiederkommt. Endlich nochmal jemand der reden kann, der einen Standpunkt und Rückgrad hat. Ich mag AKK, aber wir brauchen was Neues. Und Jens 'ich möchte gern' Spahn braucht kein Mensch. Hoffentlich sieht die Partei das auch so und er wird auch gewählt. Aber wahrscheinlich hätte er seinen Hut garnicht in den Ring geworfen, wenn er nicht wüsste, dass er gewinnt...... Hoffentlich!
Schön, er hat einen Standpunkt, er kann reden. Gilt auch für Sarah Wagenknecht, aber politisch bewegt hat die auch ziemlich wenig.

Friedrich Merz wäre der optimale Sparrings-Partner für einen Lindner, mit SPD oder Grünen sehe ich wenig Berührungspunkte. Da müsste er die CDU nach rechts öffnen (viel Spaß).

Das vielversprechenste Konstrukt mit echter Mehrheitsoption wäre Jamaika. Und das geht mit einer AKK oder einem Laschet besser als mit einem Merz oder einem Spahn.
Das wissen auch die Parteitagsmitglieder der CDU.

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die-metapha 30.10.2018, 16:26
307.

Zitat von Sibylle1969
Der Neoliberalismus ist meiner Meinung nach die Mutter aller Probleme, denn diese Ideologie ist die unmittelbare oder mittelbare Ursache für viele der Probleme/Herausforderungen, die Deutschland derzeit beschäftigen oder beschäftigen sollten.
Sie sagen es. Und nicht nur in Deutschland - in allen westlich geprägten Gesellschaften ist das ein Problem.
Nicht, dass ich Anhänger einer anderen Form der Marktwirtschaft wäre - es ist nur der Zusatz "Soziale" dabei verloren gegangen - und die neoliberalen Strömungen wollen diesen Zusatz noch weiter verdrängen.
Herr Merz ist einer, dessen juristischen Fähigkeiten und Kalkül in genau diesem Umfeld gesucht wurde und der dies auch mit Hingabe umsetzte.
Was Herrn Merz dann auch in erster Linie für diese Interessenverbände und deren Lobby interessant macht.
Wer sich da etwas politisches im Sinne für unsere Gesellschaft verspricht, liegt da irgendwie völlig daneben.
Noch ist dessen Kandidatur nicht gleichzeitig die Wahl zum Parteivorsitzenden - da sind noch einige Hürden zu überspringen.
Btw - die CDU wird im Falle seiner Wahl zum Parteivorsitzenden ein kantigeres Gesicht bekommen und die Parteienlandschaft wird sich dadurch auch etwas anders sortieren.
Was es im Einzelnen für die Tagespolitik und die Lösung der Sachfragen bringen wird, wird sich zeigen.

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Sibylle1969 30.10.2018, 16:30
308.

Zitat von harnack-schuetz
Mag ja sein das die verehrte Frau Kramp Karrenbauer einen modischen Doppelnamen hat, aus einem einmal begonnenen Satz heil wieder rauskommt aber als militanter Frauenversteher begreife ich nicht wie eine erwachsene Frau in besten Jahren dauernd in die falsche Kleiderkiste greift. Mit so einem Sammelsurium aus der Grabbelkiste kannste heute kein Staat mehr machen. Grauslich.
Beurteilen Sie Frau Kramp-Karrenbauer doch bitte anhand ihrer politischen Aktivitäten und nicht anhand ihres Aussehens und ihrer Kleidung. Männliche Politiker werden ja auch nicht anhand ihres Kleidungsstils beurteilt.

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ernestobecker 30.10.2018, 16:30
309. Jung oder jung

Ich frage mich, wieso ein Parteivorsitzender jung nach Jahren sein soll. Ich ziehe intelligent, geistig flexibel und körperlich ausreichend fit vor. Ein Mensch kann mit 30 schon alt und unbeweglich sein, oder mit 62 geistig topfit.

Mit 50 oder 60 hat man übrigens den Vorteil, eine gewisse Lebenserfahrung gesammelt zu haben, und man nicht irgendwelchen jugendlichen Träumen nachläuft.

Wenn ich mir die Photos von Friedrich Merz anschaue, wird er verutlich die Leichtathletik-Abteilung der CDU nicht sonderlich stärken, aber für den Parteivorsitz sollte die geistige Frische ausreichen. Ab 75 darf dann auch er abdanken.

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