Forum: Politik
Merkel-Nachfolge: Was Washington von Merz, Spahn und AKK hält
AFP

In der Regierung von Donald Trump wird der politische Niedergang von Kanzlerin Merkel genau verfolgt. Die Unklarheit, wie es in Deutschland weitergeht, sorgt in Washington für Nervosität.

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misterknowitall2 01.11.2018, 13:23
10. Aber es geht im Artikel doch darum...

Zitat von paul.s
Eine Legislaturperiode dauert 4 Jahre. Auch wenn das dem Autor nicht gefallen mag. Vermutungen über ein baldiges Ende der GroKo sind natürlich erlaubt und überhaupt darf sich der Autor ja wünschen, was er mag, doch trifft es nicht die Wirklichkeit, wenn hier täglich so getan wird, als wäre schon alles längst rum. Auch wenn die Politiker in Berlin oft nicht der selben Meinung sind, so wissen sie durchaus, was ein Ende der GroKo bedeuten würde und welche Verantwortung sie für dieses Land haben. Ich wünsche mir nur etwas objektiveren und analytischen Journalismus. Hier ist etwas zu viel Meinung und Wunsch drin...
was die Amerikaner so denken und sehen und nicht darum, ob Merkel 4 Jahre regiert oder nicht. Außerdem steht im Artikel, dass kaum einer dort damit rechnet, dass Merkel bis zum Ende durchhält und man deswegen auf den möglichen Nachfolger schielt. Wo vermissen sie da objektiven und analytischen Journalismus? Oder gefällt ihnen einfach nicht, wie der Autor über die drei Kandidaten berichtet?

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grotefend 01.11.2018, 13:28
11. Vorsicht!

Zitat von misterknowitall2
Mit der Aussage wird weder der unabhängige -, noch der überparteiliche Journalismus beeinträchtigt. Wo sehen sie das denn? Wenn man Spahn als Rechtsaußen bezeichnet, ist das ja nun auch keine seriöse Nachricht, sondern eine Einordnung des Autors. Müssen sie nicht gut finden, ist aber im Rahmen der freien Meinung durchaus in Ordnung. Dann kommt hinzu, dass der Spiegel ja nicht die Bild ist und nicht mit solchen Sätzen wirbt. Der Spiegel ist auch kein öffentliche-rechtliches Medium und hat damit sogar das Recht die Dinge zu bewerten, wie er will.
Nicht die Dinge durcheinanderbringen! Handelt es sich bei diesem Artikel etwa um einen Kommentar? Wäre es so, dann wäre diese Einordnung völlig ok. Ich kann aber an keiner Stelle erkennen, dass es sich um einen Kommentar handelt. So gehört es eben zur journalistischen Gepflogenheit, nicht zu werten. Juristisch ist das natürlich völlig ok, was die journalistischen Standards allerdings anbelangt, nicht. Also muss man feststellen, dass dieses Gebahren nicht von qualitativ hochwertigem Journalismus zeugt. Der Autor sollte sich die Worte eines Hanns-Hiachim Friedrichs ins Gedächtnis rufen.

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robert.mantis 01.11.2018, 13:39
12. Spahn und Bannon

Alleine die Tatsache, dass Spahn sich mit diesem professionellen Rechtsradikalen, Demokratiesaboteur und Volksverhetzer Bannon getroffen hat, disqualifiziert ihn für jedes Amt in Deutschland. Trump will Deutschland und Europa vernichten. Das hat er unzählige Male erwähnt. Warum sollten wir dann gerade einen Mann unterstützen, der diesen Barbaren hofiert? Wenn Trump über Merkel siegt, ist das ein Sieg der Dummheit über die Vernunft und wenn Europa dann mal zu Grunde gerichtet ist, werden die USA schnell feststellen, dass sie keine Verbündeten und keine Handelspartner mehr haben. Aber das macht ja nichts, denn Amerika braucht niemanden und genügt sich selbst. Die US-Wirtschaft wird auch dann florieren, wenn sie ihre Produkte und Dienstleistungen nur noch in den USA selbst verkauft. Und alles wird great!

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Claes Elfszoon 01.11.2018, 13:39
13. An objektivem und ...

Zitat von paul.s
Eine Legislaturperiode dauert 4 Jahre. Auch wenn das dem Autor nicht gefallen mag. Vermutungen über ein baldiges Ende der GroKo sind natürlich erlaubt und überhaupt darf sich der Autor ja wünschen, was er mag, doch trifft es nicht die Wirklichkeit, wenn hier täglich so getan wird, als wäre schon alles längst rum. Auch wenn die Politiker in Berlin oft nicht der selben Meinung sind, so wissen sie durchaus, was ein Ende der GroKo bedeuten würde und welche Verantwortung sie für dieses Land haben. Ich wünsche mir nur etwas objektiveren und analytischen Journalismus. Hier ist etwas zu viel Meinung und Wunsch drin...
... analytischem Journalismus besteht ja nun mittlerweile wirklich kein Mangel. Was aber das Thema dieses Artikels angeht, sind sicher einige Anmerkungen nötig. Der vermittelte Eindruck, dass man sich in Washington sorgt oder gar mit Nervosität plagt, ist schon weit hergeholt. Bei Trump persönlich dürfte es sich eher um Genugtuung und Schadenfreude bezüglich der deutschen Kanzlerin handeln. Das politische Washington dagegen, hat Deutschland nicht vor dem 7. Klick auf dem Schirm, aber man ist dort ja in der Regel höflich in der Vermittlung von Bedeutungsgehalten.
Es wäre angesichts der bekannten Personalalternativen ja auch nicht nachvollziehbar, inwiefern da irgendwelche Sorgen angebracht wären. Von außen betrachtet sind das doch relativ geringfügige aber durchaus notwendige "Gegenentwürfe" zu Merkels Politik, die ja alles andere als souverän, folgerichtig, berechenbar und fehlerfrei ist und war. Es kann diesbezüglich doch nur besser werden.

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NauMax 01.11.2018, 13:41
14.

Zitat von K. Larname
"pro Spahn" von US-Seite ist m.E. nicht erstaunlich. m.E. stehen - Kramp-Karrenbauer für "weiter so" - Spahn für "Rechtsruck" - Merz für "Back to CDU-Roots" Mehr rechts außen in der CDU kann außerdem weniger AfD-Prozente heißen. Aber wo war doch gleich der Gewinn, wenn rechts außen aus einer Volkspartei kommt? Wenn man sich einen fortschreitenden CDU-Niedergang wünschen würde, wäre wohl Kramp-Karrenbauer die beste Wahl. Wenn man sich ein Erstarken der CDU wünschen würde, kann das m.E. nur mit Merz funktionieren. Meine Vermutung wäre, dass ein Merz mehr Stammwähler wiederholt (z.B. von den Grünen) als ein Spahn von der AfD fischen kann.
Klar kann mehr "rechts-außen" in der CDU der AfD die Wähler abspenstig machen - wie aber das Beispiel CSU zeigt erfolgt dies auf Kosten der Mitte - und im Falle der CSU hat es auch die AfD nicht wirklich geschwächt. Am Ende stand dann der Aufstieg der Grünen. Vielleicht sollte die Volkspartei CDU/CSU sich nicht auch auf das Trivialthema Migration einschießen und dafür andere Inhalte über Bord werfen. Bei der AfD funktioniert dieser Fokus auf ein Thema auch nur, weil viele Politikverdrossene diese Partei aus Protest wählen. Man konnte bisher in jedem Wahlkampf so richtig schön sehen, was passiert, sobald die AfD mit Fragen konfrontiert wird, auf die sie keine Antworten hat: Erst versucht man, das Thema wieder auf Migration zu lenken. Führt das nicht zum Erfolg, setzt man die Diskussion auf unsachlicher Ebene fort und lenkt vom eigentlichen Thema ab. Hilft auch das nicht, dann marschiert man beleidigt aus dem Studio und stellt sich dann in der eigenen Propaganda als Sieger dar.

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kajoter 01.11.2018, 13:50
15. @ #5

Zitat von ingnazwobel
Für die SPD wäre Jens Spahn die Beste Wahl. Er verköpert am ehesten den Politiker mit den meisten Ambitionen, der wenigsten Ahnung und Emphatie mit rückwärts gerichteten Ansätzen und derjenige der politisch am rechten Rand fischen wird und ist ein Spalter. Bei Merz kann man auch die FDP wählen und bei AKK würde man meinen, das sie am Besten in die SPD oder bei den Grünen beitreten sollte - wie Merkel übrigens auch. Allerdings wäre für Deutschland AKK die bessere Wahl.
Ich kann es Ihnen sagen:
Wir brauchen eine neue politische Kultur. Deshalb ist ein Wechsel heute so sinnvoll, wie er es damals zu Zeiten der Machos Schröder und Fischer war.
Wir brauchen mehr Rhetorik, mehr Diskussionen vor Entscheidungen, mehr Parlamentarismus. Ich will damit noch nicht einmal behaupten, dass Frau Merkel all das in vollem Bewusstsein so und nicht anders gestaltet hat. Es entspricht vielmehr ihrem Naturell, da sie sich ganz offenkundig nur sehr schlecht öffnen kann und eine ausgesprochen schlechte Rednerin ist.
Daneben hat ihr wirtschafts- und bankenfreundlicher Kurs Deutschland als Staat zwar in eine beachtlich starke Position gebracht, es ist dabei aber die soziale Komponente deutlich zu kurz gekommen. Und zukunftsträchtige Entscheidungen und Investitionen sind lediglich in kleinen Maßstäben erfolgt.
Deshalb ist es an der Zeit, einen Machtwechsel zu vollführen. Aber sicher nicht wegen der Punkte, mit den die AfD ihr "Merkel muss wäch" hinausposaunt.

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burgundy 01.11.2018, 13:56
16.

Zitat von grotefend
Man kann von Jens Spahn halten, was man will. Ich bin auch nicht sein größter Verehrer. Ihn aber als Rechtsaußen der CDU zu bezeichnen, ist schon ziemlich vermessen, wertend und verlässt den Boden eines unabhängigen und überparteilichen Journalismus. Sehr bedauerlich!
Da haben Sie recht. Eine solche Qualifikation würde ihm eine politische Dimension zuweisen, die er sich bislang einfach nicht verdient hat. Spahn muss erst noch überzeugen. Projekt Transplantation Teil 1 ist nicht schlecht, zeigt aber Ansätze zum Datenkontrollverlust, was nachdenklich stimmen muss, bei Teil 2 könnte er sich die Zähne ausbeissen. Die Kandidatur zum Vorsitz kommt für ihn noch zu früh, für Merz zu spät. In der Mitte, bei AKK ( noch besser wäre Laschet) liegt holdes Bescheiden.

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schröderschröder 01.11.2018, 14:03
17. Wer kennt

in den USA Merkel? Wer kennt dort Kramp-Karrenbauer? N i e m a n d. Und der Autor will uns weiss machen, F. Merz sei dort sehr bekannt und seine Worte in aller Munde. Hochachtung, in Deutschland kennt ihn nämlich praktisch niemand!

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Romulus 01.11.2018, 14:04
18. Der Statthalter Amerikas

heißt Grenell. Er bestimmt die deutsche Politik und steht nun mal auf Jens Spahn. Ist das so schwer nachzuvollziehen? Und Herr Nelles darf es aufschreiben. Ende der Geschichte.

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böseronkel 01.11.2018, 14:08
19.

Zitat von at.engel
Was hielt Washington 1982 von Helmut Kohl...? Was hielt Washington 2005 von Angela Merkel...? Nichts! Weil sie die Leute nicht einmal kannten! Und ehrlich gesagt hatte das auch kaum einen deutschen Wähler beeinflusst, noch überhaupt interessiert. Und Obama - so beliebt er auch in Deutschland sein mag - hatte sich noch.....
Ich bezweifle, dass eine Wagenknecht als Bundeskanzlerin in den USA für mehr Aufmerksamkeit sorgen würde als eine Kramp-Karrenbauer. Einen gigantischen Vorteil hat eine Wagenknecht aber gegenüber den gesamten CDU-Granden, sie versteht etwas von wirtschaftlichen Zusammenhägen.

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