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Merkel reagiert auf Trump: "Er hat seine Überzeugungen klar gemacht"
DPA

Kanzlerin Merkel reagiert kühl auf den neuen US-Präsidenten. Die radikale Antrittsrede Trumps nimmt sie zur Kenntnis - und pocht auf einen respektvollen Umgang miteinander.

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mikz 21.01.2017, 14:59
1. Trump erinnerte mich ein bisschen an Gerhard Schröder damals...

ein bisschen zu viel Adrenalin. Ich denke er hat sich durch diese doch sehr offene rede selbst in Gefahr gebracht. Die zurecht Gescholtenen werden ihm das Leben zumindest sehr schwer machen, vielleicht sogar nehmen.....Das sind sehr mächtige Feinde die er sich damit gemacht hat. Nichtsdestotrotz, viel Glück und gutes Gelingen

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blechschaden 21.01.2017, 15:03
2.

2016 hatte wir Exportweltmeister allein aus USA 80 Milliarden Dollar Überschuß eingefahren. Das ist das Problem sonst nix !!

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ficino 21.01.2017, 15:11
3. Respekt? Trump?

Jemand, der in seiner Einführungsrede nicht ein einziges Mal die Worte Demokratie, Parlament und Verfassung in den Mund genommen hat, der allen noch anwesenden Vorgänger-Präsidenten in einem einzigen Rundumschlag bescheinigt, was für elende Versager sie waren, der allen anderen Nationen und Hauptstädten offen mit "America first! - America first" droht, derjenige wird keinen Respekt zeigen oder respektvoll agieren. Was werden Sie denn dann tun, Frau Bundeskanzlerin?

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Jimbofeider 1 21.01.2017, 15:17
4. Moral

Merkels Moralpredigt an Trump in Verbindung mit Steinmeiers "Hassprediger" war ein schwerer politischer Fehler. Wenn sie damit erreichen wollte das Trump sie deswegen als gleichwertig ansieht, mit ihr auf Augenhöhe verhandelt , dann hat sie Trump völlig falsch eingeschätzt. Die Quittung kriegt sie für ihren Faux pas garantiert

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dborrmann 21.01.2017, 15:18
5. @mikz

Diese Rede war nicht offen, sie war würdelos und unanständig. Wer Dummheit mit Authentizität und Narzissmus mit Offenheit verwechselt, sollte bei jedem verwendeten Wort ein Bedeutungswörterbuch zu Rate ziehen.

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Rohrbruch 21.01.2017, 15:19
6. @ficino: Merkel wird einfach warten ...

... bis Trump das Amt wieder räumt. Spätestens zum Ende von Merkels fünfter Amtszeit wird es soweit sein. Da hat sie Dinge schon länger ausgesessen.

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ardbeg17 21.01.2017, 15:20
7.

Ich hoffe, dass Trump seine erste Amtszeit zu Ende bekommt und seinen Wählern dämmert, dass die Erwartungen an ihn bloße Wunschträume sind. Und für uns ist zu hoffen, daß wir kühlen Kopf bewahren und uns auf unsere Stärken besinnen - so blöd und unterlegen, wie Trump gerne hätte, sind wir in Europa nämlich nicht.

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frank_sitter2 21.01.2017, 15:22
8. Sie macht, was Sie am Besten kann ...

nichts! Wenn es konkret wird, wird Sie wie immer nach faulen Kompromissen suchen oder den Weg des geringsten Widerstands wählen. Alles zu unseren Lasten.

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felix_tabris 21.01.2017, 15:25
9. Europa-Armee

Mit dem Beginn der trump´schen Zeitenwende bedarf es verschiedene strategische Maßnahmen seitens Deutschland und Europa.
Ohne Hektik und Trotz - der Notwendigkeit der Gegenwart geschuldet.

Ein strategischer Strang ist die europäische Verteidigungspolitik, die massiv verbessert werden sollte.
Auch vor Trump war klar, dass die "Friedensdividende" nicht immer und ewig mit niedrigen Verteidigungskosten belohnt werden kann. Verträge müssen eingehalten und versprechen eingelöst werden:
2% Verteidigungshaushalt muss her!
Die Rahmenbedingungen verändern sich dramatisch; der Balkan wird unruhig und politische Hasardeure sehen ihre Chance kommen, neue Verhältnisse zu schaffen und Grenzen neu zu ziehen (auch die Türkei vs. Griechenland!).
Die verbindliche Wiedereinführung der Wehrpflicht sollte für die nächste Regierungsperiode eingeplant und umgesetzt werden!

Insgesamt sollte die Europa-Armee nun endlich ernsthaft vorangetrieben werden. Ein Problem der parlamentarischen Demokratie ist ja das immer und ewige Gerede hin zum Zerreden, wo wenig bis nichts geschieht. Das kann sich die EU nicht mehr leisten.


2007 sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir müssen einer gemeinsamen europäischen Armee näher kommen. Die Europäische Kommission wird handlungsfähiger werden, und zwar mit klar geregelten Zuständigkeiten.“ Zudem sagte der belgische Regierungschef Guy Verhofstadt: „Eine europäische Armee aus 100.000 Soldaten würde die europäische Verteidigungsbereitschaft deutlich verbessern.“

2015 fordert EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Gründung einer gemeinsamen europäischen Armee. Damit könnte Europa einerseits glaubwürdig auf eine Bedrohung des Friedens in einem Mitglieds- oder einem EU-Nachbarland reagieren, andererseits zugleich aufgrund der organisatorischen und finanziellen Vorteile zu einer intensiven Zusammenarbeit bei Entwicklung und Kauf von militärischem Gerät führen und erhebliche Einsparungen bringen.

2016 sprachen sich Deutschland und Frankreich für eine Europaarmee aus, um die EU nach dem Brexit als Einheit zu stärken. Daraufhin folgten weitergehende Vorschläge von Italien, die ein permanentes, gemeinsames Hauptquartier und eine EU-Forschungsförderung für Militärprojekte als Europäisches Verteidigungsforschungsprogramm vorsehen.
Widerstand zu dem Vorhaben zeigten die Briten und die drei baltischen Staaten.

Vor allem die USA sprachen sich unter der neokonservativen Regierung des Präsidenten George W. Bush aus Gründen des Verlusts von verteidigungspolitischer Einflussnahme der USA gegenüber der EU 2003 gegen eine Europaarmee aus.
Der Premierminister des Vereinigten Königreichs Tony Blair sprach sich aus Gründen einer möglichen Schwächung der NATO ebenfalls gegen eine solche Armee aus.
Auch die europäischen Linken hatten eine Europaarmee abgelehnt.

Fazit:
Es waren die USA und GB die die Europa-Armee blockiert haben aus ihren ganz speziellen Sonderinteressen. Die Bedingungen haben sich nun verändert. Die drei baltischen Staaten werden ihren Vorbehalt wohl auch nun fallen lassen.
Konsequenzen sind angesagt!

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