Forum: Politik
Merkel über Seehofer: "Er ist mein Innenminister"
REUTERS

Nach seiner Ankündigung, den Vorsitz der CSU abzugeben, lässt Seehofer weiter offen, ob er Innenminister bleibt. Kanzlerin Merkel äußert sich nun diplomatisch.

Gunnicus 13.11.2018, 23:54
1. Grundlage entfällt

Als Parteivorsitzender hatte er Zugriff auf eines der CSU zustehenden Ministerien.
Ist er das nicht mehr, wird es nicht lange dauern, bis der neue Parteivorsitzende sich für eine andere Person entscheidet.

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mirage122 14.11.2018, 00:00
2. Krach gehabt?

Die Aussagen von Frau Merkel zu unserem Heimat Horsti werden von SPON als diplomatisch beschrieben. Genau das ist ihre "Qualifikation": Nie eine konkrete Ansage, Fragen möglichst so beantworten, dass hinterher alles offen ist: Das beherrscht sie aus dem Effeff. Und er hat ein "Herz für Menschen", allerdings offensichtlich nicht, wenn sie aus allzu "fremden" Ländern kommen. Diese Politiker-Generation hat zum Glück ausgedient. Ich wünsche mir keine Künstler auf dem diplomatischen Parkett, sondern mehr Ehrlichkeit und "klare Kante". Wollte sie sich damit schon das Wohlwollen von Seehorsti sichern, wenn ihre Zeit gekommen ist? Vielleicht bastelt der schon eifrig an ihrem "Nachruf"!

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k.Lauer 14.11.2018, 01:08
3. wetten, dass ....

Folgender Fahrplan schwebt Seehofer vor:
1. Nach Merkels Verzicht auf eine Wiederwahl als Parteichefin wird Merz als ihr Nachfolger von der CDU gewählt.
2. Mit dem Amtsantritt von Merz ist Merkel nicht mehr Parteichefin, Seehofer tritt - nachdem er Merkel überlebt hat, als CSU-Chef ebenfalls zurück
3. Merkel stellt fest, dass ihr Job als Bundeskanzlerin den der Pareivorsitzenden erfordert, was sie ja nicht mehr ist und mit Merz und der von ihm orchestrierten CDU-Partei sie ihre Politik nicht mehr umsetzen kann, worauf sie als Bundeskanzlerin aufgibt und ihren Rücktritt erklärt.
4. Anschließend - aber auf jeden Fall nicht vor Merkel - tritt dann Seehofer auch als Innenminister zurück. Damit die SPD mitspielt bei der Wahl einer(s) neuen Bundeskanzlers/in oder um bei einer eine Neuwahl des Bundestages die Wahlchancen von CDU und CSU nicht zu schwächen.

Merkel politisch überleben ist alles für Seehofer. Von ihr, die er mit seiner CSU zur Kanzlerin gemacht hat, will er nicht nach Hause geschickt werden.

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fireb 14.11.2018, 03:39
4.

und wieder nur innerparteiliches Gemunkel und Geschiebe, die nächsten Wochen steht nichts anderes mehr auf der Agenda, es geht wieder los... Regieren tut diese Groko wohl echt nicht mehr. Wann auch...

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dasfred 14.11.2018, 04:09
5. Noch nicht das vollste Vertrauen ausgesprochen

Damit gibt sie Seehofer die Möglichkeit zum ehrenvollen Rückzug oder sie geht davon aus, dass er nach dem Ergebnis der Bayernwahl und der Verdrängung aus dem Amt als CSU Vorsitzender jetzt kleinere Brötchen backt. Ein neuer CSU Innenminister will sich schließlich auch erstmal profilieren und auf solche neuen Machtspiele wird sie derzeit keine Lust haben. Der Druck aus Bayern auf Seehofer ist jetzt nicht mehr da. In Bayern hat er nichts mehr zu verlieren.

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biobayer 14.11.2018, 18:26
6. Bewerber-Mangel

Zitat von Gunnicus
Als Parteivorsitzender hatte er Zugriff auf eines der CSU zustehenden Ministerien. Ist er das nicht mehr, wird es nicht lange dauern, bis der neue Parteivorsitzende sich für eine andere Person entscheidet.
Ein neuer Parteivorsitzender der CSU kann keinen Bundesminister entlassen und einen anderen ernennen. Das kann allein die Kanzlerin. Und die hat aktuell und mittelfristig ganz andere Probleme und Rivalen in ihrer eigenen Partei.

Seehofer steht für Merkel in der derzeitigen Situation eher für Stabilität. Man kennt sich - und die Kontroversen der Vergangenheit sind weitgehend ausgefochten. Jüngere, unerfahrene Kandidaten würden sich mit Sicherheit profilieren wollen und Unruhe ins Kabinett bringen. Wobei ohnehin keine Bewerber vorhanden sind, die der GroKo noch eine längere Zukunft geben und in dieses Kabinett auf Abruf eintreten wollten.

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fritzberg1 15.11.2018, 10:47
7.

Zitat von biobayer
Ein neuer Parteivorsitzender der CSU kann keinen Bundesminister entlassen und einen anderen ernennen. Das kann allein die Kanzlerin. Und die hat aktuell und mittelfristig ganz andere Probleme und Rivalen in ihrer eigenen Partei. ....
Völlig richtig.
(Ist schon erstaunlich was manche Foristen für Vorstellungen haben.)
Abgesehen davon, dass Seehofer als Innenminister dem Söder wohl ziemlich egal ist. Sein Ziel hat er schließlich erreicht, der Rivale ist neutralisiert.
Aber ganz sicher kann Seehofer sich zukünftig keine Kapriolen mehr erlauben.
Merkel kann ihn dann ganz einfach rauswerfen und weder Söder noch sonst jemand in der CSU werden da irgendwelche Einwände haben.

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