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Merkel und Hollande reisen zu Putin: "Kämpfen um jeden Quadratmeter nutzt keinem"
REUTERS

Es ist wohl die vorerst letzte Chance, Frieden in der Ostukraine zu erreichen: Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande verhandeln heute mit Wladimir Putin. Beobachter mahnen: Die beiden dürfen nicht mit leeren Händen zurückkommen.

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MatthiasSchweiz 06.02.2015, 11:12
60.

Jazenjuk hat gestern verlauten lassen, "kein Frieden". Poroschenko wäre eher noch dazu bereit. Aber der Krieg ist scheinbar eh für das Regime in Kiew verloren, Geld ist auch kaum mehr vorhanden (Währungsreserven noch etwa 6,4 Milliarden, während das Elend der Normalbevölkerung nach dem gestrigen Kurssturz des Griwna noch zunimmt). Aber eine Niederlage oder einen Waffenstillstand können die sich in Kiew eigentlich nicht erlauben, da sie dann wahrscheinlich weg vom Fenster sind. Auch die wirtschaftliche Situation könnte dazu führen, dass die Regierung gestürzt wird. Frage ist, was kommt dann? Vernünftige Kräfte, die die Regierung übernehmen könnten sehe ich kaum, auch ist ein totales Auseinanderbrechen der Ukraine möglich. Ich denke, bis spätestens im Frühling ist die Regierung eh weg (kann mich natürlich auch irren).

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ka117 06.02.2015, 11:18
61.

Zitat von Spiegelkritikus
Die USA haben nichts zu suchen in der Ukraine.
Genau wie die Russen in der Ukraine nichts zu suchen haben. Und darüber ob die Ukraine sich für den Westen oder für Russland entscheidet, kann NUR die Ukraine entscheiden und nicht etwa Moskau.

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nesmo 06.02.2015, 11:18
62. Wer ist schneller?

Russische Panzer in der Ukraine oder der fallende Kurs russischer Aktien? Putin versucht den Westen zum schnelleren Einlenken zu drängen,weil ein eingefrorener Konflikt in der Ukraine auch die Wirtschatsentwicklung in Russland einfriert. Anders als in den anderen Randstaaten ist der Konflikt in der Ukraine zu groß und zu teuer geworden. Nun droht er Fakten zu schaffen und die halbe Ukraine oder ggf. mehr zu besetzen. Da der Westen erklärtermaßen "keine militärische Lösung" will, könnten Putin auch keine neuen amerikanischen Defensivwaffen hindern, da die in Auflösung begriffene ukrainische Armee gegen die russische natürlich keine Chance hätte. Damit das alle nicht vergessen, läßt er jetzt Panzer rollen. Und Schwub, kommt Merkel mit einem neuen Friedensplan nach Moskau, der mehr Zugeständnisse und mehr Land für die Separatisten enthält, weil der Westen und die Ukraine keine andere Chance hat. Und Merkel weiß, dass Putin schnell die Sanktionen aufheben lassen möchte, aber einen Erfolg zur Gesichtswahrung im Ukrainekonflikt ihm wichtiger ist.

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och.jooh 06.02.2015, 11:18
63. Expansionskurs West - Ost

Der Westen endeckt durch die Führung der USA neue Gebiete. Die Ukraine, seit Jahrhunderten das Schwesterland von Russland. Die beiden überbieten sich in Korruptionen. Putin wird die Situation eskalieren lassen. Der Westen hat sich in der NATO und EU Erweiterung verzockt. Die USA und EU stehen vor einem militärischen Einsatz, den eigentlich keiner will. Das hatten wir schon ein Mal. Die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung ist die Teilung der Ukraine. Aber da sind wir noch nicht.

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Robert_Rostock 06.02.2015, 11:22
64.

Zitat von Spiegelkritikus
Das interessiert die Scharfmacher und Russland- bzw. Putinhasser hier nicht. Sie blenden die Fakten schlicht aus. Putin = böse, Washington/Nato = gut, das ist aufgrund von Desinformation und ideologischen Vorurteilen quasi ins Hirn eingebrannt. ...
Und Sie tun dasselbe in Grün. Sprich gespiegelt.

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MadDoubleF 06.02.2015, 11:24
65.

Zitat von ka117
Derartige Zusagen gab es nicht und es konnte sie auch nicht mal geben. Oder wie stellen Sie sich das vor? Die Deutschen machen einen Super-Deal mit den Russen und lassen dafür andere - ohne sie zu fragen! - Jahrzehnte lang "blechen"? Wie würde es Ihnen schmecken, wenn z.B. Polen einen Super-Deau mit den Amis ausgehandelt hätte mit der Gegenleistung: Deutschland darf nicht in eine Organisation aufgenommen werden, der Deutschland aber unbedingt angehören möchte?
Was zum Henker haben denn die Amis damit zu tun? Das war ein Deal zwischen den Russen und der NATO, dass sich die NATO nicht weiter gen Osten ausbreitet. Selbst die neuen Bundesländer sollten dabei weitestgehend verschont bleiben. Dummerweise wurde das nicht vertraglich festgehalten. Der damalige russische Außenminister war zu blauäugig und hat dem Vertreter der NATO einfach "geglaubt". Da dieses Abkommen (wenn auch nur mündlich) aber Schritt für Schritt weiter gebrochen wurde, brauch man sich nicht wundern, dass die Russen nicht gerade in Jubelschreie ausbrechen. Ich denke aber, dass sie daraus gelernt haben. Vertraue niemanden.

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magier 06.02.2015, 11:25
66. Wahrscheinlich erfolglos

Solange die ukrainische Regierung sich der uneingeschränkten Rückendeckung des Westens sicher sein kann, wird es keinen Frieden geben. Leider ist der Einfluss von Merkel und Holland nicht annähernd so groß wie der der US-Scharfmacher. Offensichtlich ist den Europäern die Brisanz der derzeitigen Eskalation durch die USA (Lieferung von "nichttötenden" Waffen) bewußt geworden. Ich gehe davon aus, das in vorbereitenden Gesprächen eine Übereinkunft in Aussicht gestellt wurde, ansonsten wären die beiden nicht nach Moskau gefahren. Angesichts der aktuellen Äußerungen von US-Politikern kann leider davon ausgegangen werden,dass selbst wenn es gelingt, in Moskau eine Einigung zu erzielen, kein Interesse an einer gesichtswahrenden Lösung besteht und zeitnah eine weitere Provokation, durch wen auch immer, den Konflikt wieder anheizen wird. Das ist der Ablauf, den man bisher beobachten konnte. Immer, wenn Gespräche zur Deeskalation stattfanden, gab es vor Ort Verschärfungen.

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GrinderFX 06.02.2015, 11:26
67.

Zitat von Spiegelkritikus
Das interessiert die Scharfmacher und Russland- bzw. Putinhasser hier nicht. Sie blenden die Fakten schlicht aus. Putin = böse, Washington/Nato = gut, das ist aufgrund von Desinformation und ideologischen Vorurteilen quasi ins Hirn eingebrannt. Wie oft hat Washington in der Nachkriegszeit das Völkerrecht gebrochen und die Souveränität von Staaten verletzt, auch in der Ukraine? Eben. Da ist es mehr als heuchlerisch, wenn man die friedliche Sezession der russisch geprägten Krim als Bruch der Nachkriegsordnung bezeichnet und Russland mit harten Sanktionen belegt.
Ach und Russland hat was zu suchen in der Ukraine oder wie?
Ihre Logik ist schon sehr verdreht!

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hazerlee 06.02.2015, 11:29
68. Komisch

Zitat von MatthiasSchweiz
Aber der Krieg ist scheinbar eh für das Regime in Kiew verloren, Geld ist auch kaum mehr vorhanden (Währungsreserven noch etwa 6,4 Milliarden, während das Elend der Normalbevölkerung nach dem gestrigen Kurssturz des Griwna noch zunimmt).
Vor kurzem haben Sie uns den Kurssturz des Rubels als völlig harmlos verkauft...

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arnold.susana 06.02.2015, 11:30
69.

Zitat von Provernunft
ganz genau, dass diese Mission scheitern wird (muß). Es wird nun der Weg bereitet für umfassende Waffenlieferungen an die Ukraine. Alternativlos.
"Die letzte Chance Frieden zu erreichen" schreibt Spon. Ich hätte noch drangehängt: " auf diplomatischem Weg". Zieht man nur Tatsachen herbei dann muss die Ukraine unbedingt mit modernen Waffen beliefert werden, weil: 1. Diplomatie an Putin und seinen Terroristen gescheitert ist. 2. Die Ukraine und die demokratische Idee die Besetzung von eigenem Staatsgebiet durch irgendwelche terroristischen Gruppierungen nicht dulden darf. 3. Putin Kenner wissen das es dann für ihn viel zu heiß würde und es mit Sicherheit nicht zu einer internationalen Eskalation kommen würde.

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