Forum: Politik
Merkel und Schäuble: Die gedemütigte Kanzlerin
AFP

Wolfgang Schäuble vertritt in der Griechenlandkrise andere Positionen als Angela Merkel. Die Kanzlerin kann nichts dagegen tun, wie sich im ARD-Sommerinterview zeigte. Langfristig dürfte ihr der Autoritätsverlust zu schaffen machen.

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eckawol 19.07.2015, 19:48
1. Langfristig ist immer 'mal ein Ende

Für alle auf dieser Welt. Nur Modus und Weg dorthin sind unterschiedlich

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oojep 19.07.2015, 19:51
2. Gedemütigt?

ich halte das für ein abgekartetes Spiel zwischen den beiden: Guter Polizist, böser Polizist
Der "Grexit auf Zeit "von Herrn Schäuble wird nur ins Spiel gebracht, um die zunehmende Euroskepsis in Schach zu halten.
Eine durchsichtige Show die gerade wieder abläuft.

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Tristan@yours 19.07.2015, 19:52
3. Demütigung?

Wegen eines normalen Demokratieverständnisses? Blödsinn! Als ob Kritik innerhalb der Koalition eine Unverschämtheit darstellt...

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hoppla_h 19.07.2015, 19:53
4. Schäuble! - Götterdämmerung für Merkle

Ein Artikel, der das Problem nennt:
'Schön-Wetter-Kanzlerin' Merkle überzeugt nicht mehr 'alternativlos': Der Konflikt zwischen Schäuble und Merkel ist unübersehbar. Bleibt Schäuble bis 2017 Finanzminister? - Wohl kaum: Entweder er tritt jetzt zeitnah zurück, oder er profiliert sich weiter als Interims-Kanzler für die Zeit 'nach Merkel'.

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warkeinnickmehrfrei 19.07.2015, 19:54
5. Alles nur Nebelkerzen.....

Niemand erwartet , dass das Ganze funktioniert, auch die EU nicht. Die Nummer dient nur der Rechtfertigung des Auskehrens weiterer Milliarden vor der erstaunten und erbosten Öffentlichkeit in den EU Ländern. Die EU hofft, dass sich der Sturm in der öffentlichen Meinung legt, kauft sich mal wieder etwas Zeit, verschiebt das Problem wieder mal in die Zukunft, geht die grundsätzlichen Probleme des Euro weiter nicht an und hofft weiter auf ein Wunder.

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tomleufen 19.07.2015, 19:54
6. Orakel von Delphi

Der Spiegel liest Probleme im Kaffeesatz der deutschen Politik wie die Wahrsager im griechischen Orakel von Delphi... Ich sage nur: Kann so sein, kann aber auch nicht so sein. Hauptsache man hat was, worüber man berichten kann: Nach den grossartigen Leistungen von Merkel und Schaeuble im Kampf fuer Europa beginnt das Sommertheater der Journalisten: Hauptsache man hat was zu Orakeln - gehört zum Geschaeft wie bei den alten Meistern von Delphi.

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Nr43587 19.07.2015, 19:56
7.

Wie lange denn noch soll dieser vermeintliche Interessenskonflikt hochstilisiert und ausgeschlachtet werden?

Schäuble hat volkswirtschaftlich-logisch Recht. Die Mehrheit der Deutschen und der meisten Länder der Eurozone (stabilitätsorientiert) steht hinter ihm.
Seine Verhandlungsvorlagen, die Zuspitzung auf entweder oder konnte die Kanzlerin zum Matchball verwandeln.
Der vereinbarte Fahrplan ist ein Formelkompromiss.
Wenn er tatsächlich dazu führen würde, dass keine nervigen (Spitzenpersonal bindende) Griechenlanddiskussionen mehr notwendig sind, wäre das ein neues Wirtschaftswunder.

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benyakov 19.07.2015, 19:56
8. Gedemütigt?

Es geht doch darum, wer von beiden in einer Sachfrage recht behalten wird.
Das kann zur Zeit niemand beantworten. Was soll also die Personalisierung der Frage durch den Spiegel?

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NewHuman 19.07.2015, 19:56
9. Merkel kann trotzdem froh sein

Sehen Sie es doch mal anders herum, Herr Gathmann: Hätte Merkel Schäuble wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten mitten in den Verhandlungen gefeuert, hätte es eine Regierungskrise gegeben, die Merkel mit Sicherheit politisch nicht lange überlebt hätte. Insbesondere, weil das auch die Bürger auf die Barrikaden gebracht hätte. Insofern ist Merkels Verhalten unter Machterhalt als usual zu verbuchen - auch wenn es ihr dabei einen Zacken aus der Krone gehauen hat.

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