Forum: Politik
Merkel zum Brexit: Keine Vorverhandlungen, keine Rosinenpickerei
AFP

Kanzlerin Merkel warnt vor Spaltung Europas nach Brexit-Votum. Die Briten mahnt sie in ihrer Regierungserklärung, sich nichts vorzumachen. Es wird keine Vorverhandlungen geben, weder "formell noch informell".

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Rot2010 28.06.2016, 12:38
140. Die Forderung der Briten

Wie bei einer normalen Scheidung werden die Anteile zum Aufbau des gemeinsamen Hauses aufgeteilt. Damit sollten die Briten mehr als 100 Milliarden zurückfordern die in Infrastrukturprojekte in der EU gesteckt wurden. Die Projekte bleiben ja in der EU und können von den Briten nicht mehr genutzt werden. Die Nettozahlungen an die EU waren britische Steuergelder welche die Regierung nun nicht einfach als Geschenk der EU überlassen kann. Wenn Cameron erst einmal auf die Idee gekommen ist wird es richtig schmutzig bei dieser Scheidung.

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k.Lauer 28.06.2016, 12:38
141. der Zugang der Briten zum europäischen Markt bleibt

ich habe zwar noch nie etwas von Merkel gehalten, aber mit ihrer britenfreundlichen Haltung in Sachen Marktzugang hat sie Recht. Nachdem Deutschland mehr nach GB exportiert als von dort her importiert, würden Handelsrestriktionen den Deutschen mehr schaden als den Briten. Und dass Deutschland der Idee und dem Projekt Europa zuliebe den einzuhandelnden Eigenschaden in Kauf nimmt, wird ja niemand ernsthaft befürworten. Deshalb: der Marktzugang für die Briten bleibt! Alles andere ist dumme Propaganda von EU-Politikern und medialen EU-Heilsüberzeugten.

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ulfD 28.06.2016, 12:39
142.

Zitat von chwe
Warum bekommen die USA mit TTIP vollen Zugang zum EU-Binnemarkt ohne die gleichen Bedingungen erfuellen zu muessen ? Geht es der EU etwa um ihre eigene Macht und nicht um das Wohl der Buerger und der Wirtschaft ? Da waere ich aber sehr enttaeuscht.
keine Sorge, die Britten werden alles bekommen was sie möchten und die EU Gelder werden weiter fließen nur mit dem klitze kleinen Unterschied das sie nichts mehr einzahlen werden.
Man muss kein Prophet sein um das jetzt schon zu wissen.

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kenterziege 28.06.2016, 12:40
143. Das ist diesmal nicht eine Frage der Courage, sondern...

Zitat von erst nachdenken
Die britischen Schmarotzer werden am Ende genau das bekommen, was sie wollen. War schon immer so und Frau Merkel hat nicht die Courage, daran etwas zu ändern.
....der rechtlichen Möglichkeiten des EU-Vertrages. Außerdem sind die gegenseitigen wirtschaftlichen Verbindungen zu GB auf "Augenhöhe" und nicht nur durch Olivenöl und Feta-Käse bestimmt. Gerade Deutschland exportiert nach GB mehr, als es von dort importiert. Selbst wenn Frau Merkel die Möglichkeiten und Courage hätte, würden ihr die Betriebsräte und Manager einiger Firmen ganz schön Dampf machen. England ist eine andere Hausnummer, als Griechenland und der restliche Club-Med!

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derBob 28.06.2016, 12:40
144. Och bitte...

Zitat von genaumeinding
Ohne ihre unabgestimmte alternativlose Politk wäre die Abstimmung anders ausgegangen.
Welchen Einfluss hätte Merkel wohl auf das Abstimmungverhalten britischer Bürger nehmen können?

Wie stellen Sie sich denn die Welt vor?

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Crossi71 28.06.2016, 12:40
145. Europa wird nicht so hart sein

Bei den Verhandlungen wird Europa nicht so hart sein, wie die BK sich hier gibt. Erstens, weil sie selbst wieder umkippen wird, ist sie schon immer bei so ziemlich jedem Thema, fast schon FDP-like. Zweitens, weil die EU nicht nur aus der BK besteht. Es gibt viele andere Länder, die ähnlich denken wie die Briten. Bestes Beispiel ist doch die Flüchtlingspolitik, wo die BK als absolut einzige in Europa eine "Willkommen" verkündet hat, bis sie merke, dass sie NICHT für Europa spricht, sondern nur für sich selbst.

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Hilfskraft 28.06.2016, 12:40
146. Zustimmung

Zitat von Oxymoron1985
Vielleicht ist das Referendum auch ein warnendes Beispiel für die deutschen Wähler, dass wenn man etwas wählt was man gar nicht will nur um "den da oben" eins auszuwischen unter Umständen etwas dabei rauskommt was man eigentlich gar nicht haben wollte.
hier können wir sehen, wie es dann läuft.
Finde auch, das wirkt eher abschreckend als anregend.
Für uns und für all die anderen Länder.
Mit GB erwischt es ja nun kein armes Land.
Aber, wenn ich mir vorstelle, dass Griechenland diesen Weg gehen wollte.
Na dann, herzlichen Glückwunsch.
Für uns Rest wäre es gut, aber für Griechenland der Rückfall in die Steinzeit.

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neoleo99 28.06.2016, 12:40
147. Es gibt mehr als nur 2 Möglichkeiten. Eine Alternative

Wenn, das Unterhaus morgen sagt: OK, wir haben uns geirrt, wir wollen doch nicht austreten, dann sollte man darüber nachdenken. Brüssel sollte zumindest sagen: Hey, wenn ihr doch nicht aussteigt, dann denken wir darüber nach. Aber dann zu UNSEREN Konditionen, die wir euch gerne mitteilen.
Diese Möglichkeit habe ich bisher vermisst. Die Message an alle Austrittswillige sollte also lauten: Ja, ihr könnt sicher austreten, aber wenn ihr doch kurzfristig zurückwollt, dann ist der Preis dafür hoch.

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hansriedl 28.06.2016, 12:40
148. Junker verbietet Geheimverhandlungen

mit den Briten.
Anstatt nun gegen die Briten eine Treibjagd zu veranstalten, um sie schnellstmöglich hinauszuwerfen, sollte man dem Land die Möglichkeit geben, sich im Inneren neu zu sortieren. Auch für UK ist dieser Prozess schwerer als gedacht. Das zeigt der Rücktritt von Cameron als auch die drohende Abspaltung der Schotten. Traurige Gestalten sind weiterhin Herr Schulz und Herr Juncker, die dauerbeleidigt ein Ultimatum nach dem anderen formulieren. Beide Herren haben m.E. ihren Rücktritt ebenso verpasst und symbolisieren die EU-Bürokratie. Die EU braucht einen Neuanfang, egal ob mit UK oder ohne UK.
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Der EU droht eine neue Konflikt-Linie: Die polnische Regierungschefin Szydlo lehnt eine deutsch-französische Führung der EU ab. Polen werde den von Paris und Berlin anvisierten Weg einer stärkeren Integration der EU nicht mitgehen. Auch andere Osteuropäer wollen nicht mitziehen. Erste Rufe nach einer Entmachtung der EU-Kommission

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undog 28.06.2016, 12:41
149. Sie stellen eine zielführende Frage,

Zitat von el Ron
Ich verstehe es nicht. Vor einem Jahr schmeißt Europa Milliarden Euros Griechenland hinterher, damit sie bleiben, und die drittgrößte Wirtschaftsmacht in Europa GB kann man gar nicht schnell genug loswerden. Kann mir das einer mal erklären?
an der man den hohen Grad der Ideologisierung erkennt. Denn wenn man den Briten ähnliche "Hilfen" angeboten hätte wie den Griechen, hätten die Brexitgegner mit über 70% gewonnen.
Anders gesagt: Die grieschische Sonderwurst ist erheblich teurer (und sinnloser) als die Britenwurst + weiterer Sonderwünsche.

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