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Merkels Außenpolitik: Die entzauberte Strategin
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Ukraine-Konflikt und Euro-Krise: Trotz großem Einsatz kommt Angela Merkel bei der Lösung der Probleme auf dem Kontinent kaum voran. Sie schätzt manche Entwicklungen falsch ein und ihr Einfluss ist auch nur begrenzt.

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broccoli 09.02.2015, 16:35
320. Serbien-Putin

Zitat von abc-xyz
Genau wie während der Balkankriege scheitert Europa erneut. Auch damals mussten die USA durch Härte die serbischen Aggressoren zu Verhandlungen zwingen. Nicht anders kann man mit Putins DNR Terroristen umgehen.
Aber bedenken Sie: Russland ist nicht Serbien. Und die USA werden es sich 2x überlegen Waffen in die Ukraine zu senden. Truppen werden die USA NIE entsenden. Denn dies käme einer Kriegserklärung an Russland gleich.
Und Putin wird ebenfalls Härte demonstrieren. Wem ist dann geholfen? Und wer muss am meisten darunter leiden? Auf alle Fälle nicht die EU und die USA.

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fc-herrenturnverein 09.02.2015, 16:35
321. Naiv bleibt naiv ...

Zitat von Berg
Da ziehen Sie einen komplett falschen Schluss. Gerade weil Merkel den Kalten Krieg seit Mauerbau bis Maueröffnung erlebt hat, gerade weil diese Zeit OHNE eine Kriegshandlung zwischen NATO und Warschauer Pakt überstanden wurde, hat sie gelernt, wie mit internationalen Krisen umzugehen ist.
... oder eben bis vor kurzem noch komplett fremdgesteuert. Wer den Kalten Krieg kennenlernen musste und gelernt hat wie der funktionierte (Strategie, Taktik und Waffentechnik sowie Märkte!), der wusste schon vorher was passieren würde, wenn jemand Russland die - seit Jelzins Geschenk - teuer angemietete Krim abnehmen wollte. Russland benötigt diesen Seestützpunkt, wenn es sich nicht vom Westen wirtschaftlich und militärisch "filetieren" und übernehmen lassen möchte. Ohne den Hafen gibt es keinen Eisfreien Zugang zum Westen und zum Schutz der Handelsrouten des Gases! Die Rolle Merkels ist hier nicht unglücklich, sondern US-devot und ohnmächtig. Die USA benötigen nun so langsam die Hegemoniedividende (da Pleite) und das sind nun eben die russischen Energiereserven (vgl. Syrien, auch da gings um ums Gas / Pipelines). Die EU /Nato haben zu kuschen und Deutschland besonders. Aber jetzt wo wirklich ein echter Krieg droht, weil Russland in die Ecke gedrängt ist und militärisch agiert, erkennt Merkel, dass sie den Natokonflikt abwenden muss, denn ansonsten regiert schon morgen die LINKE in Deutschland! Das hier ist ihr 2. Fukushima. Ernster als das Erste! Sie reagiert nur so schnell zwischen den Fronten USA und Russland, weil ihr ansonsten ihre Regentschaft um die Ohren fliegt, sobald die Nato und Russland "robust" diskutieren. Also: Gottseidank tickt sie so!!! Aber ihr lautes Bellen noch vor 14 Tagen zeigt mir nicht, dass sie mit Krisen diesen Formats überhaupt umgehen kann, weshalb hat sie sich so unglaubwürdig gemacht! Sie kann jetzt nur eine Position verlieren. Sie kann und muss sich innenpolitisch retten ... und damit Europa. So rum wird ein Schuh draus. Seien wir dankbar, dass sie so eine Egomanin ist.

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hei-nun 09.02.2015, 16:36
322. Na toll !

Zitat von ichbinmalweg
1. Einschreiten gegen NSA 2. keine Sanktionen gegen Russland 3. Forcieren, dass es keine systemkritischen Banken gibt 4. keine .....
Nichts als populistische Sprüche ! Das Fazit:
- Die Ukraine einfach einem Aggressor überlassen !
- Wie gegen NSA einschreiten ?
- Zu Griechenland hat sich Merkel gut positioniert
- Widerspruch: AfD und Pegida
- Wer soll das bezahlen - Sie sicher nicht !

Linker AfD-Anhänger !
Da bin ich aber froh, dass Sie kein Bundeskanzler sind !

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ade 09.02.2015, 16:36
323. Wenn

ich die meisten Kommentare lese wundert mich nicht das die Merkel so beliebt ist ! denn jeder ist schuld nur die Merkel nicht !

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Schokoschabe 09.02.2015, 16:36
324. Irak etc.

was soll denn deine Aufrüstung der Ukraine bringen? wohin eine Einmischung des big brother führt hat die Geschichte doch immer wieder gezeigt: Vietnam, Irak, Afghanistan etc. also ich bin kein Fan von Mutti aber kriegerische Auseinandersetzungen führen nicht zum Ziel.

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evanildo 09.02.2015, 16:39
325. Keine Ahnung?

Einen so überflüssigen Kommentar habe ich selten gelesen. Es wird nicht einmal klar, was genau Herr Nelles der Kanzlerin eigentlich vorwirft. Untätigkeit ja wohl kaum - das wäre auch eigenartig in genau dem Moment, in dem Frau Merkel um die Welt fliegt, um einen Ausweg aus der verfahrenen Situation in der Ukraine zu suchen, was ich aller Ehren wert finde. Wenig hilfreich in dem Zusammenhang schon jetzt das Scheitern der Mission geradezu herbeireden zu wollen. Was sollte sie tun? Deutsche Soldaten an die Front? Oder ja sagen zur US-Waffenlieferung? Da möchte ich Herrn Nelles und den Spiegel aber mal sehen, wie sie auf die Barrikaden steigen. Und was heißt bitte "Ein Telefonat hier, ein Vermittlungsbesuch da"? Was genau stellt sich Herr Nelles sonst unter Verhandlungen, unter Diplomatie vor? Oder sollte sie eben doch nicht auf Diplomatie setzen sondern besser den dritten Weltkrieg endlich in Gang bringen?
Es ist leicht, im warmen "Spiegel"-Büro zu sitzen und die Kanzlerin niederzuschreiben. Keiner ihrer Amtsvorgänger hatte je mit derart komplizierten politischen Lagen, noch dazu in dieser Häufung (Euro, IS-Terror, Ukraine, um nur drei zu nennen) zu tun. Wenn Herr Nelles kritisiert, was sein Recht und als Journalist sicher auch seine Aufgabe ist, sollte dies aber konstruktiv sein: was wäre der Gegenentwurf zu "einem Telefonat hier, einem Vermittlungsbesuch dort"? Nein, er ist nicht der verantwortliche Kanzler, der hier eine fertige Lösung zu präsentieren hat. Aber einfach nur mal drauf los zu kritisieren und nicht einmal einen Hauch davon preiszugeben, was denn ein anderer denkbarer Handlungsansatz wäre (aus seiner Sicht), das erwarte ich dann doch. So ist es einfach nur das sinnlose Gefasel eines geltungssüchtigen Schreibers, der womöglich keine Ahnung von der Materie hat, über die er da fabuliert. Und nein: das "entzaubert" dann die Bundeskanzlerin keineswegs, der ich bei ihrem Einsatz um einen Schritt zum Frieden in der Ukraine jeden denkbaren Erfolg wünsche. Das sollten wir übrigens alle, auch Herr Nelles.

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ultimaratiofarm 09.02.2015, 16:40
326. Na endlich merkt das auch mal jemand...

...dass Angela M. kaum Einfluss hat in der Welt!
Und warum ist das so? Weil sie es jedem Recht machen will und bloß keinen Stress mit niemanden will!
Sowas kann auf Dauer nicht gutgehen! Erst lässt sie sich von den Griechen auf der Nase herumtanzen, dann von den Russen und auch beim Kampf gegen den menschenverachtenden IS sind wir ganz hinten dran.

Eine Durchwurstel-Politik ist irgendwann nicht mehr weitsichtig, sondern einfach nur schlecht. Und das merkt die Welt jetzt.

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kaktusah 09.02.2015, 16:41
327. zu hart

meinen sie ihr Beitrag ist ein wenig übertrieben? es sind problemhafte Zeiten und sie macht was sie nur kann
wie wäre es mit besseren Vorschlägen statt so dermaßen zu meckern?
Sie wäre bei den linken ein top Kandidat!

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spmc-135322777912941 09.02.2015, 16:42
328. Nelles kann man am leichtesten widerlegen indem man Ihre Arguemente auseinander nimmt

Zitat von sotomajor
Beeindruckend ist dabei eigentlich nur, das sie uns in diese Lage gebracht hat.Wo war die Diplomatie zur Ukraine Krise, der Eurokrise, der Bankenkrise ? Wo waren die selbst gesetzten Maßstäbe, bei der zu schnellen Aufnahme von Ländern in die EU, wobei sämtliche Alarmsignale ignoriert wurden. Jetzt wo diese Lobbypolitik an ihr Ende kommt, ist Schadensbegrenzung das Ziel, nicht für Deutschland und seine Menschen sondern für sie selbst !
Deutschland (Merkel und Steinbrück) haben die Bankenkrise hervorragend gelöst. Wo haben Sie persönlich Nachteile erlitten ? Siehste, nirgendwo.
Aus der Eurokrise sind Spanien, Portugal, Zypern und Irland heraus. Selbst Griechenland hätte eine Chance gehabt wenn die korrupten Politiker dort auch einmal die Reichen ins Visier genommen hätten.Dass das griechische Volk auf die Syrizabetrüger hereingefallen sind kann man Frau Merkel nicht zum Vorwurf machen.Sie hat versucht die EU und den Euro im Sinne des Kohl'schen Vermächtnisses zusammenzuhalten und dies ist bisher gelungen. Wie es Ende März aussehen wird weiß ich auch nicht. Zu den Ukrainekrisen vermag ich wenig zu sagen, ich verstehe das alles nicht. Es gibt da auch zu viele Köche, die EU, die USA, die einzelnen Staaten mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen (Baltikum, Polen vs. Deutschland und Frankreich) und dann die undurchsichtigen Personen in Kiew und Moskau.
Ihr Bemühen ist ehrenwert aber sie ist eben keine Zauberin die man nun entzaubert hätte. Der Vorwurf wir, die Deutschen,und sie, die Merkel,würden ständig den anderen sagen wollen wie sie ihre Haushalte zu führen haben, ist falsch.Das steht in den Maastrichtverträgen ganz klar drinnen,wenn sich einige nicht daran halten muss eben jemand auch einmal etwas sagen. Und das erwartet man von Deutschland.

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acre 09.02.2015, 16:42
329. Gordischer Knoten

Zitat von breguet
Genau, und es geht sie auch nichts an was in der Ukraine passiert. Die Ukraine ist nicht in der EU und nicht in der NATO. Frau Merkel ist nur ein Werkzeug von den Amerikanern. Dass Problem in der Ukraine ist ein russisches Problem und geht niemanden was an. Die Ukraine muss versuchen mit ihrem großen Bruder klar zukommen, wenn sie das nicht schaffen sind sie selbst schuld. Man muss sich mit seinem Nachbarn vertragen und kann nicht drei Dörfer weiter Hilfe suchen.
Was in der Ukraine gechieht, geht A L L E etwas an.
Die Ukraine ist für Putin nur der erste Schritt auf dem Weg sich Europa untertan zu machen. Mit der "Eurasischen Union" unter der Führung Moskaus will Putin seinen Machtbereich nicht nur geografisch erweitern. Das würde für die Europäer bedeuten, sich den Vorschriften des Kremls zu beugen. Wie diese Vorstellungen aussehen erfährt man in den Aussagen der russischen Hardlliner. Sie werden bereits Schritt für Schritt umgesetzt. Russland hat bereits in einigen europäischen Staaten ein Netzwerk zur Errichtung der eurasischen Union aufgebaut.
Wie Ernst es Moskau mit dieser Ideologie ist, zeigt auch der milit. Ausbau.
Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat kürzlich wieder daran erinnert, dass die von Putin gesetzte Maßgabe,
n i e m a n d e m einen militärischen Vorteil gegenüber Russland zu erlauben, egal was auch immer geschehen mag, eingehalten wird.
Der Militärhaushalt wird in diesem Jahr um 33 Prozent erhöht. Umgerechnet etwa 43 Milliarden Euro.
Der 1987 mit der UdSSR geschlossene INF-Vertrag ist bereits vor Jahren von Putin gebrochen worden.

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