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Merkels Flüchtlingspolitik: Meine Kanzlerin
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Merkel? Unwählbar. Das dachte unser Autor jedenfalls, bis er die Kanzlerin in der Flüchtlingskrise erlebte. Es mag sein, dass sie gerade Zuspruch verliert - einen Anhänger hat sie gewonnen.

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Newspeak 08.10.2015, 17:12
1. ...

Merkel? Unwählbar. Das dachte unser Autor jedenfalls, bis er die Kanzlerin in der Flüchtlingskrise erlebte. Es mag sein, dass sie gerade Zuspruch verliert - einen Anhänger hat sie gewonnen.

Solche Meinungswechsel zeigen doch nur, daß die Abneigung vorher auch nicht begründet war.

Inwiefern ist Merkel denn z.B. heute weniger verlogen als gestern? Hat Merkel seit Beginn der Flüchtlingskrise irgendeinen Rüstungsexport zu "unseren Freunden" nach z.B. Saudi-Arabien gestoppt? Wieso können die Menschen denn nicht mal nachdenken? Wieso, sich nicht mal ordentlich informieren? Wieso wird Merkel beliebt, wenn sie an einem Tag einen Eisbären streichelt oder ein Flüchtlingskind, aber wenn sie 364 Tage lang eine asoziale Politik für die Reichen und Begüterten macht, dann macht das gar nichts? Und allen Ernstes als Journalist verfällt man auch diesem Nonsens?

Hören Sie mal, Sie wissen es vielleicht selbst nicht, aber verdammt noch eins, Sie gehören zur intellektuellen Elite dieses Landes und lassen sich so leicht über den Tisch ziehen?

Mir wird nur noch schlecht, wenn ich Nachrichten lese. Jeden Tag dieselbe verlogene Sch... in Sch...land. Diese Abkürzung ist ausnahmsweise mal richtig, auch wenn die meisten Leute die drei Punkte vergessen.

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epins 08.10.2015, 17:15
2. Danke!

Sehr guter Artikel, ich glaube der spricht heute vielen Menschen aus dem Herzen.

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boysetsfire 08.10.2015, 17:16
3. Im Dämmerschlaf

Glückwunsch Herr Kuzmany, einen Fan mehr hat sie nun also. 165.000 Menschen haben übrigens heute klickend auf einer Ihrer Konkurrenzseiten anders abgestimmt: 96 zu 4 Prozent gegen die aktuelle Politik.

Schön auch Ihr Zitat:
"Der bemerkenswerte Auftritt bei Anne Will zeigte eine Kanzlerin, die bei aller Anspannung mit sich selbst im Reinen ist."

Bemerkenswert fand ICH vor allem, dass unsere Kanzlerin völlig ohne Konzept auf ihrem Stuhl saß und auf die Frage ob wir das schaffen mit "wenn wir das wollen, schaffen wir das" antwortete.
Sollten Sie wirklich so leicht von Politikern zu beeindrucken sein, tun Sie mir schon ein bisschen leid.

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Stephan-MichaelPatzke 08.10.2015, 17:17
4. Ja, aber leider...

... gibt es sie nun einmal nur im Paket mit der CDU einschl. tiefschwarzem Rand.
Also: Unwählbar. zumindest für mich.

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Universaldilletant 08.10.2015, 17:17
5. Lösung

Wirklich schön wie sich alle liebhaben. - Aber wie schaut die Lösung jetzt aus?

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ockhams_razor 08.10.2015, 17:18
6. Satire

at its best!

Oder ist das ernst gemeint?
Kann man heutzutage ja nur schwer entscheiden.

Sie hat keinen Plan, führt diesen aber entschieden durch - absurd.

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logabjörk 08.10.2015, 17:19
7. Beitrag 1 hat alles gesagt

und zwar deutlich.
Für ein freundliches Gesicht kann man mal schnell 10-12 Milliarden Euro losmachen.
Ich glaub der ihre Gutmenschlichkeit nicht.
Das Volk ist ihr schon 10 Jahre wurscht!

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jubelyon 08.10.2015, 17:20
8. Endzeitstimmung

Wenn sogar der Herr Kuzmany die Merkel lobt, dann kann etwas nicht stimmen. Dies belegen auch die heutigen Zahlen auf den Foren über den rasanten Stimmungswandel in der Bevölkerung (86% gegen die BK). Sie hatte einen guten Auftritt, ok, aber mit vagen Statements zu den von einer willfährigen Journalistin vorgebrachten Stichworten. Interessanter wäre ein politischer Gegner gewesen, der ihr wirklich Kontra gibt. So blieb es im Ungefähren, Wolkigen, voller Gottvertrauen, aber ohne konkrete und rasch umsetzbare Lösungsvorschläge. Die Frau ist sichtlich überfordert. Sie fährt das Land gegen die Wand.

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yet_another_comment 08.10.2015, 17:20
9. So einfach finde ich es nicht

Das "Ding" mit der öffentlichen Meinung ist, dass diese gerne mal wie ein Pendel funktioniert. Individuen passen Meinungen auch mal schneller an, Masse ist träge,
Wenn die öffentliche Meinung wie diesen Sommer geschehen ausschlägt verbleibt sie typischerweise nicht auf der Spitze des Ausschlags sondern schlägt über den Ausgangspunkt hinaus in die andere Richtung bevor sie sich letztlich an neuer Stelle einpegelt.

Sehr schlecht ist, wenn Politik und auch Medien aus ja durchaus nachvollziehbaren Gründen versuchen den "positiven" Ausschlag (hier Richtung Willkommenskultur diesen Sommer) zu unterstützen und zu bewahren. Das verstärkt den Ausschlag und damit letztlich den zu erwartenden entgegengesetzten Ausschlag der nicht zu verhindern sein wird. Leider ist genau dieser nachvollziehbare aber halt letztlich nicht hilfreiche Instinkt weiterhin zu beobachten. Die "Deutungshoheit" soll im Bereich des maximalen positiven Pendelausschlags bewahrt werden.

Gegen die Intuition scheint es sinnvoller zu sein, den Ausschlag der öffentlichen Meinung in Extreme eher begrenzt halten zu wollen und im Bereich des Ausgangspunktes zu bewahren. Damit hat man dann zwar nicht die schönen Bilder und die moralische Selbstbestätigung bei denen die bereits in dem Extrem dachten, erspart sich aber den Gegenausschlag.
Nur dumm, dass fleißig weiter polarisiert wird. Man kann nur hoffen, dass sich alle bewusst sind, was sie damit eventuell selbst an unschönen Gegenreaktionen provozieren könnten.
Eine weiter polarisierte Gesellschaft erscheint mir zumindest nicht wünschenswert und insofern bedaure ich persönlich das in der Intention sicherlich gut gemeinte Verhalten der Kanzlerin. Deutschland ist meines Erachtens nicht gut darin eine Diskussion in Extremen auszutragen, da im Gegensatz zu anderen Ländern hierzulande schnell mit der deutschen Historie argumentiert und diese leider auch oft zu Diffamierungen benutzt wird. Das fördert dann aber schon wieder nur die Radikalität in den Extremen.

Dass "die Rechte" derzeit bedauerlicherweise Zulauf erhält und das ohne selbst besonders aktiv aufzutreten sollte einem zu denken geben, mag sein dass durch Menschen mit genau anderer Intention der Zulauf verursacht wird.

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