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Merkels Kanzlerkandidatur: Weiter, immer weiter - aber wohin?
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Endlich ist es raus, Angela Merkel will es nochmal wissen. Ihre Chancen auf eine vierte Amtszeit sind gut. Aber die Kandidatur birgt Risiken: für sie selbst, ihre Partei - und das Land.

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vrdeutschland 20.11.2016, 15:35
1. Das war's dann

Sie hat nicht nur die Leute weggerbissen, sondern auch weggelobt. Siehe Steinmeier.
Daher ist die Wahl quasi gelaufen, es wird eine Koalition zwischen CDU, SPD, Grünen und wenn es immer noch nicht reicht, mit der 5,1 % Partei FDP geben. Hauptsache Afd verhindern.

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Joachim Kr. 20.11.2016, 15:35
2. Spaltung der Gesellschaft? Nichts neues.

Wenn Merkel polarisiert, dann bedeutet das konkret ja nur, dass die Anhänger von Pegida, AFD und ähnliche aus ihren Löchern kriechen und damit offen erkennbar werden. Die waren aber schon immer da!
Sie hießen nur anders.
Schill z.B., früher mal BILD Leser zu Zeiten von Axel Springer, also schlicht alle, denen das braune Gestern näher war, als alles andere.
Dann sieht man sie wenigstens und kann an Demokratie arbeiten.

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frenchie3 20.11.2016, 15:36
3. Außerordentlich beliebt?

Wegen mir. Aber letztlich ist es absolut Wurscht was der Normalbürger denkt denn er kann der-die-das Kanzler nicht wählen. Der wichtigste politische Posten wird verschachert: DAS ist Demokratie...

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schoenwetterschreiberling 20.11.2016, 15:37
4. Das Ende naht

Sobald die AfD die CDU (nicht die Union) in den Umfrageergebnissen überholt, ist die Ära der Kanzlerin vorbei. Der choreografierte 13 minütige Applaus am Ende ihrer Krönungsmesse mag wieder einmal darüber hinwegtäuschen, doch die Parteibasis wird einer weiteren Erhöhung des Leidensdruckes nicht mehr standhalten wollen. Und für alle ob dieser Majestätsbeleidigung Empörten: Solange die Umfragen von denselben Dilettanten durchgeführt werden, die Clinton uneinholbar vorne sahen, glaube ich nur Ergebnissen, die ich eigenhändig gefäl... äh... gewichtet habe.

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dannyinabox 20.11.2016, 15:38
5. Klarer Sieg

Wird bis zu den Wahlen nicht irgendetwasunvorhergesehenes passieren dürfte Merkel der Sieg nicht zu nehmen sein.
Weiter Rechts ist in D nicht möglich und Mitte / Links hat niemanden der gut rüberkommt und zudem die rechten Wähler abholen könnte bzw. möchte.

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exHotelmanager 20.11.2016, 15:38
6. Auch Opfer müssen erbracht werden

Frau Merkel ist in der Tat alternativlos. Richtig ist aber auch die Analyse, dass sie dabei nur verlieren kann. Das erscheint aber bedeutungslos für das Land, das andernfalls verlieren würde. In stürmischen Zeiten - und die stehen an - bleibt die beste Frau auf der Brücke. Aber es ist auch Zeit für Nachfolger. Wir sollten Ausschau danach halten.

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joes.world 20.11.2016, 15:38
7. Denk` ich an Deutschland in der Nacht

Wie Merkel im Augenblick tickt, sah man erst vor wenigen Tagen. Ihre Wunschkandidatin für die Bundespräsidentin wäre Marianne Birthler gewesen. Eine klassische Mini-Merkel. Sogar ein wenig äußere Ähnlichkeit ist da auszumachen.

Mini-Merkels sind Personen, die Merkels Denkungsart entsprechen. Und eine Stufe weniger können, als sie selber.

Ein starker, erfolgreicher Kanzler aber, braucht pro und contra in seinem Kabinett. Denn aus dem Widerspruch in der Diskussion, können Lösungen für Herausforderungen und Problemen entstehen, auf die Merkel und ihresgleichen selber nie kommen würde. Weil diese Lösungen aus ganz anderen Ebenen kommen, als denen, in denen sie sich selber schon so lange in Regierungsverantwortung bewegt und ein wenig verloren hat.

Wieso muss ich da an den Film „Inception“ denken? Und die Reise in den „Limbus“, der tiefsten Ebene des Bewusstseins, in der sich viele verlieren und nie mehr wieder zurück in die Realität finden? Wohl, weil die vielen Jahre Regierungsverantwortung Merkel in eine Art „Limbus“ geführt haben, aus dem sie nicht mehr herausfindet.

Diese Kandidatin gleicht Merkel nicht nur in der Denkungsart, sie sieht ihr sogar schon ein wenig ähnlich. Sind wir froh, dass wir dieser neuen Mini-Merkel im „Team Limbus“ entkommen sind.

Dennoch ist die Bekanntmachung, wen Merkel sich als Bundespräsidentin gewünscht hätte, höchst aufschlussreich: zeigt es doch dem ganzen Land, dass Merkel weiter nur auf Mini-Merkels setzt. Sie nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Sie sich, sogar im Gegenteil, immer weiter in ihrer eigenen Welt verliert.

Bei dieser Denkungsart unserer Kanzlerin, halte ich 4 weitere Jahre für gefährlich. Denn wie soll sie sich da mit denen verständigen können, die aus ganz anderen Ebenen daher kommen? Und das ist notwendig für eine deutsche Kanzlerin: mit Leuten wie Putin, Trump, dem Nachfolger von Hollande, wer immer in Zukunft GB führen wird, eine menschliche Gesprächs- und Verständigungsebene aufbauen zu können. Denn erst auf dieser menschlichen Ebene, können die Bande so eng zusammengezurrt werden, dass Abmachungen nicht nur bei einem Treffen formuliert und unterzeichnet werden; sondern wirklich ernst gemeint sind und nur dadurch die Chance haben, in der Folge auch komplett und effektiv implementiert zu werden.

Es ist die menschliche Komponente in der Weltpolitik wichtiger, als Merkel es begreift. Und wer nur mehr auf einer Ebene zu Hause ist und nur mehr Leute um sich scharrt, die selber nur auf dieser Ebene zu Hause sind - der kann die Regierungschefs wichtiger Länder, die sich auf anderen Ebenen bewegen, überhaupt nicht mehr, in der Tiefe, erreichen. Kann deshalb von denen auch nicht wahrhaftig ernst genommen werden. Jenseits von lobenden Worten für Merkel - diplomatischen Floskeln - die diese Regierungschefs bei Treffen von sich geben. Merkel ist, für die heutige, immer kleiner werdende, Welt zu unbeweglich. Schon zu tief in den „Limbus“ abgestiegen.

Je mehr ich Merkel begreife, je mehr ich an Merkel denk` in der Nacht - um so größer wird meine Sorge um Deutschlands Zukunft.

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kael 20.11.2016, 15:39
8. Aus dem Schaden anderer nichts gelernt?

Zitat SPON: "Nicht zu unterschätzen ist auch die aufkommende Merkel-Müdigkeit in der Union. "

Wer erinnert sich nicht an die bitteren, weil erzwungenen Abgänge von Merkels Langzeit-Vorgängern Adenauer und Kohl? Das Land und auch die eigene Partei konnten beide schließlich nicht mehr ertragen. Wer den Absprung verpasst, fällt oft sehr tief. Ich hätte von Merkel mehr Klugheit erwartet.

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Zambi 20.11.2016, 15:41
9. Spitze Nach Peter Prinzip Erreicht

ist, dass jedes Mitglied einer ausreichend komplexen Hierarchie so lange befördert wird, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat

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