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Merkels Kanzlerkandidatur: Weiter, immer weiter - aber wohin?
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Endlich ist es raus, Angela Merkel will es nochmal wissen. Ihre Chancen auf eine vierte Amtszeit sind gut. Aber die Kandidatur birgt Risiken: für sie selbst, ihre Partei - und das Land.

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Sandlöscher 20.11.2016, 17:09
110. Etablierte Parteien demontieren

sich. Es ist ein Armutszeugnis, dass die früheren Volksparteien aber auch die Grünen, keine nachhaltige Erneuerumg ihrer Führungsebene hinbekommen.
Querdenker werden weggebissen oder mundtot gemacht. Sesselklenem gehört zum politischen Establishment. SPD & CDU haben gemeinsam knapp über 1 Mio. Mitglieder. Das sind schon längst keine Volksparteien mehr. Man muss Staaten wie die USA beneiden, wo es eine Begrenzung auf 2 Amtszeiten gibt. Hier droht uns eine Dauerkanzlerschaft von Frau Merkel wie einst unter Herrn Kohl - mit allen negativen Folgen. Einen nennenswerte Opposition haben wir auch nicht, wenn man z.B. an die Fürsprache pro Merkel von Herrn Kretschmann denkt. Eindeutiger kann man sich in der Opposition nicht für überflüssig erklären.

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Fürstengruft 20.11.2016, 17:09
111. Nicht alle in einen Topf werfen

Zitat von syracusa
Gerade weil wir und unsere Werte durch Trump, Putin, Erdogan, Orban, Kaczynski und Höcke bedroht werden, brauchen wir dringender denn je diese besonderen charakterlichen Eigenschaften Merkels.
Immerhin sind unter den Aufgezählten 2 EU-Staatschefs und ein künftiger Präsident der ältesten Demokratie der Welt.
Wie soll z. B. ein polnischer Präsident die Werte in D bedrohen?
Die machen ihr eigenes "Ding" und haben sich dafür die Mehrheit ihrer Wähler geholt.
Die Wertediskussion bringt doch nichts. Was für eine Minderheit einen hohen Wert darstellt, wie z. B. Homoehe, interessiert die hetero orientierte Gesellschaft nicht die Bohne.

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Deckzast 20.11.2016, 17:10
112. Eine gute Nachricht für ein demokratisches Deutschland

ist Merkels Entscheidung, wieder anzutreten, allemal: sie befeuert damit die Kräfte in der Bevölkerung, die diesem Spuk spätestens zur Bundestagswahl ein Ende bereiten wollen. Merkel hat nicht im Geringsten verstanden, dass Sie - wie die meisten der Politik-und Medienvertreter - von der breiten Bevölkerung als personifizierte Zumutung gegen die Gottvergessenheit, gegen die guten Sitten, Tötungsmentalität mit Blick auf die zahllosen abgetriebenen Kinder und den guten Geschmack empfunden wird. Sie hat - wie all die anderen - nicht verstanden, dass die breite Bevölkerung, die viel christlicher und demokratischer tickt, als man uns seit Jahren weiszumachen versucht, ihre Ablehnung längst mit den Personen (ihren Namen und Gesichtern) verbindet, die diese gottvergessene Politik und damit Spaltung unserer Gesellschaft betrieben und/oder zumindest zugelassen haben. Diese noch gesund empfindende übergroße Mehrheit der Gesellschaft hat sich die Namen und Gesichter all dieser Politiker und Journalisten, die sich im Mainstream der menschenverachtenden Gender- und political correctness-Ideologie angedient haben, längst tief ins Gedächtnis eingegraben. Merkel wird - wie all die anderen Kauders, Maas, Gabriels, Taubers, Wittrocks, Reinbolds, Nelles, Augsteins, Fietzs, Lobos, Meiritzs, Illners, Wills, Plasbergs, etc., etc. - nie wieder mit einer christlichen und menschenfreundlichen Geisteshaltung in Verbindung gebracht werden, da können wir ganz beruhigt sein - Merkel ist ja schon von ihren eigenen Leuten ausgelacht (und nicht mehr ernst genommen worden), als sie Weihnachtslieder und Flötenspiel anregte: gespenstisch geradezu ihre Versicherung, "nein, nein, ich meine das ernst!" Erich Mielke lässt grüßen! Dass sie jetzt noch einmal als Kandidatin für den CDU-Vorsitz und die Kanzlerschaft antritt, weckt Erinnerungen an die letzten Honneckertage. Und dann ging alles sehr schnell. Wollen wir hoffen, dass es danach wieder aufwärts gehen kann mit der Demokratie und dem gesunden Menschenverstand. Mit neuen Gesichtern, mit neuen Namen - und mit neuem Gottvertrauen auch bei den neuen Regierenden und neuen Medienschaffenden.

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suedseefrachter 20.11.2016, 17:11
113.

Zitat von Joachim Kr.
Wenn Merkel polarisiert, dann bedeutet das konkret ja nur, dass die Anhänger von Pegida, AFD und ähnliche aus ihren Löchern kriechen und damit offen erkennbar werden. Die waren aber schon immer da! Sie hießen nur anders. Schill z.B., früher mal BILD Leser zu Zeiten von Axel Springer, also schlicht alle, denen das braune Gestern näher war, als alles andere. Dann sieht man sie wenigstens und kann an Demokratie arbeiten.
Man sollte andere Meinungen nicht abwerten sondern diese genau so akzeptieren.
Wenn Sie ein Argument gegen Pegida und AFD haben dann nennen Sie diese genau beim Namen, das ist im übrigen der Zweck einer Debatte das man sich austauscht und diskutiert. Einfach nur schlechtreden ist nur ein Zeichen der eigenen Schwäche.

Persönlich finde ich das die AFD ruhig für eine Periode lang frischen Wind in die verkrusteten Mühlen bringen sollte. Denn die etablierten Parteien haben ja noch nicht mal vor irgendetwas zum Wohle des Volkes zu ändern. Eventuell würden die dann langsam mal aufwachen und das Volk (vor allem die Steuerzahler) auch wieder ernst nehmen.

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DonCarlos 20.11.2016, 17:12
114. Modernisierungsverlierer?

Wie wäre es, wenn man in Deutschland wie in vielen anderen Ländern auch die Amtszeit auf 2 Amtsperioden beschränkt. Dann weht ab und zu mal wieder frischer Wind durch das Kanzleramt.

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io_gbg 20.11.2016, 17:13
115.

Zitat von GMNW
Jetzt habe ich nur noch den Wunsch, dass die AfD bei der Bundestagswahl zweitstärkste Partei werden soll, um Bewegung in diese selbstgefällige, erstarrte Politik zu bringen; einen Wunsch, den ich noch Anfang des Jahres ganz bestimmt nicht gehabt habe!
Sie wünschen, dass eine Partei wie die AfD, die es in ihrer eigenen Partei nicht schafft, bekannte üble Positionen (antisemitisch, rassistisch usw) durch Ausschluss zu eliminieren und zu sanktionieren, sondern duldet und gar fördert – dass so eine halbgare Partei Einfluss haben soll?

ich nicht.

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löwenzahn3 20.11.2016, 17:13
116. Die Bundesländer mit hohen CDU/CSU Werten

Die Bundesländer mit den höchsten CDU /CSU
Werten sind Sachsen und Bayern.
Aber ein Herr Tillich steht wie ein Herr Seehofer
geradezu für gegenteilige Politik zu Merkel.
Gerade in diesen Hochburgen der CDU /CSU
wird es zu Abstürzes kommen. Wem soll
man in den konservativen Bundesländern
auch glauben . Der Kanzlerin oder der
Landesregierung. Bisher waren die Taten
der Kanzlerin (sprechen tut sie ja in der
Regel nicht mit den Volk) gegensätzlich
zur Politik der Landesfürsten . Wer um
Gottes Willen soll euch unter diesen
Bedingungen wählen.
Sagt bitte für was ihr steht. Und wenn ihr
keinen gemeinsamen Weg findet, wie das
bisher ja so ist, wird jeden klar sein Merkel
macht nach der Wahl was sie will.

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Fakten_Hinterfrager 20.11.2016, 17:14
117. Nur beliebt im Vergleich zu Gabriel

Merkel ist nicht Teil der Lösung sondern Teil des Problems - und das schon seit langem. Sie steht nicht für Stabilität sondern für Stillstand, für ein "Weiter so" auch wenn es bisher schon in die falsche Richtung geführt hat. Fehler gibt sie nicht zu, ändert aber manchmal unkommentiert ihre Politik um 180 Grad innerhalb von Tagen (z.B. Atomausstieg).
Merkel ist nur beliebt im Vergleich zu vielen anderen (noch schlechteren) Politikern, die wir im Moment haben. Hätte die SPD einen auch nur halbwegs vernünftigen Kandidaten anzubieten, würde sie Merkel locker ablösen können. Aber solange die SPD jemanden wie Gabriel so viele Jahre an der Spitze aushält, ist da wenig Hoffnung auf eine Alternative. Darum gilt es bei der nächsten Bundestagswahl auch nur, die große Koalition so klein zu wählen, dass sie wenigstens ihre 2/3-Mehrheit verliert.

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Fürstengruft 20.11.2016, 17:14
118. Die Rechten wird es freuen ...

ihr "rotes Tuch Merkel" bleibt Ihnen erhalten. Sie müssen ihren bisherigen und erfolgreichen Wahlkampf strategisch nicht umstellen.
Viel schwieriger wäre es, sich auf Kanzlerkandidaten wie Koch, Seehofer oder Merz einzustellen.

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sachsuli 20.11.2016, 17:14
119. Wo leben Sie denn?

Zitat von gerdman
soll die Aufregung? Zuerst müssen wir die Bundestagswahl abwarten. Wenn beispielsweise CDU/CSU nicht die erferderlichen Stimmen erhalten, kann es durchaus möglich sein, dass Merkel nicht wieder Kanzlerin wird. Es sei denn , die SPD fällt wieder um.
Die Weichen für die nächste GroKo sind doch schon gestellt. Warum sonst hat man Herrn Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten benannt?
Die Herren Gabriel, Schulz und auch andere führende Mitglieder der jetzigen Regierung, die der SPD angehören, möchten beim nächsten Mal wieder gern am Kabinettstisch Platz nehmen. Dafür werden schnell die eigenen Ideale unter dem Deckmantel einer nötigen Koalitionsvereinbarung geopfert.
Was die Kanzlerin anbetrifft, sie bzw. ihr erneutes Antreten ist für den Kanzlerwahlverein CDU erforderlich, da man kein Personal mehr hat. Mit Frau Merkel, die ich durchaus geschätzt habe, hat die Union jedes Jahr ein Stück ihres konservativen Profils verloren. Man muss sich fragen, wen oder was kann man als Konservativer noch wählen, wenn man nicht die AfD wählen will.
Wohin allerdings große Koalitionen führen, kann man in Österreich sehen, die Wähler werden im Dezember einen "blauen" Bundespräsidenten wählen. Allein aus Verärgerung und weil man den satten Parteien ( schwarz und rot ) einen Denkzettel verpassen will.
Ob die CDU mit einem schwammigen Leitantrag zum Parteitag, der schnell wieder in der Schublade verschwinden kann, zurückgewinnen kann, darf bezweifelt werden.
Finden wir uns damit ab, weitere 4 Jahre Frau Merkel und Herr Gabriel. Wenn dieses Land auch etwas besseres als eine Groko verdient hätte. Es bedarf in einer Demokratie auch einer zahlenmäßig starken Opposition.

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