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Merkels Reaktion auf Brexit-Antrag: Wir können ja Freunde bleiben
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Nach dem Austrittsantrag der Briten gibt sich Kanzlerin Merkel betrübt, aber kompromissbereit: Großbritannien und die EU sollten nach der Scheidung "enge Partner" bleiben. Deutschland sei gut auf die Verhandlungen vorbereitet.

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gerd.lt 29.03.2017, 17:34
1. Briten-Rabatt

Merkels Aussage hört sich nach einem neuen Briten-Rabatt an. Wenn Vor- und Nachteile einer Mitgliedschaft gegenüber einer Nichtmitgliedschaft nicht deutlich werden, bricht ein weiterer Stein aus der Mauer EU. Nachdem Merkel in der Vergangenheit sich nicht dadurch ausgezeichnet hat, alles für die EU zu tun, muss dass Schlimmste befürchtet werden. Ich war nie ein Freund von Helmut Kohl, aber mit ihm wäre der augenblickliche Zustand der EU zweifelsfrei besser.

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skater73 29.03.2017, 17:37
2. Merkel und Gabriel

Es ist nicht zu ertragen, was die beiden raushauen. Da werfen die Briten der EU den Büttel vor die Füße und werden dafür von den beiden schleimend umgarnt und es geht um Kompromisse.
Dieses schlimme Verhalten wird Deutschland so unglaublich teuer zu stehen kommen, dass mir schlecht wird. Wer zum Henker außer das GroKo-geführte Deutschland soll als Nettozahler noch bleiben, wenn das Signal an die Briten ist: Holt Euch nicht die Rosinen, wir bringen Sie Euch sofort. Wahnsinn!

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achimk63 29.03.2017, 17:48
3. Gute Reaktion

Wenn man im anderen Thread sieht, wie auf die EU und Deutschland eingedroschen wird, ist diese Reaktion nur gut.
Die EU wird gut verhandeln, und es wird hoffentlich ein Ergebnis kommen, das für alle gleichwertig ist. Wenn GB den Zugang zum Binnenmarkt behalten möchte, müssen sie Zugeständnisse machen, oder sie werden ihn verlieren.
Wenn aber Boris meint, kein Deal ist auch gut, zeigt er nur, dass er sich würdig in die Riege der blonden Deppen eingereiht hat.

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Adrianstein 29.03.2017, 17:53
4. Das UK geht, Schengen und Euro bleiben uns

Die globalen Londoner Citizens wollten gar nicht gehen ( 59 %) , und müssen jetzt bei Verhandlungen gegen die Nordengländer , " Little Englishmen" versuchen, ihre EU Märkte wiederzugewinnen. Hier wartet ein Konflikt jenseits des Kanals . Freizügigkeit abzuwehren, und wie die Canadier bei Ceta handeln zu können, bleibt dort auch ein richtiges Problem. Aber der britische Markt bleibt verhandlungsabhängig richtig attraktiv, wenn aber UK auch global attraktiv bleibt. Und die dem "Euro und Schengen" ausgesetzten Deutschen, Österreicher und Niederlaender können sich mit den Rest-EU lern befassen. Keiner wird ohne einen ernsten Verluste herauskommen, do they ?

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wum1 29.03.2017, 18:18
5. Deutschland hat viel zu verlieren

Was offenbar noch wenig bewusst ist:Bislang gibt es ja noch die regel, dass Mehrheitsentscheidungen blockiert werden können, wenn entweder Länder mit einem bestimmten Anteil an der gesamtbevölkerung oder eine qualifizierte Mherheit der EU-Mitglieder dagegen sind. Ohne GB kann die BRD von den Südländern nunmehr locker überstimmt werden, etwa wenn es um gemeinsame Schulden geht, um Vereinbarungen über Sozialleistungen usw. Da kommt einiges an Zahlungsverpflichtungen auf Deutschland zu!
WUM

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musca 29.03.2017, 18:20
6. Das wäre in der Tat ein falsches Signal.

Zitat von gerd.lt
Merkels Aussage hört sich nach einem neuen Briten-Rabatt an. Wenn Vor- und Nachteile einer Mitgliedschaft gegenüber einer Nichtmitgliedschaft nicht deutlich werden, bricht ein weiterer Stein aus der Mauer EU.
Nicht an die scheidenden Briten jetzt, mehr an die 27 verbleibenden.

Von den verbleibenden 27 sind nicht alle Mitgliedstaaten sowie Teile ihrer Bevölkerung nicht alle nur bedingungslos glühende EU Anhänger.

Oder sagen wir mal so - Anhänger des gewaltigen "Wasserkopfes" dort im Brüssel sitzend.

Es variiert natürlich von Zeit zu Zeit und auch von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat die "Beliebtheit oder auch Unbeliebtheit" der EU in ihren eigenen verbleibenden 27 Mitgliedern.

Aber ein "vollkommen ungeschorener" Austritt der Briten wäre das falsche Signal.

Auch andere Staaten würden sich dann mehr überlegen, ob es nicht besser wäre , wieder auszutreten, wenn es dann geht "gut was mit der EU auszuhandeln" als selber ein Mitglied zu bleiben.

Daran ist die EU leider nicht unschuldig.

Ich will nicht sagen, das nun die Briten dafür hart abgestraft werden dafür sollten, das sie die Staatengemeinschaft von sich aus eben verlassen werden.

Aber das zu sanfte "Entgegenkommen" der EU bei dieser anstehenden Scheidung sollte es auch nicht sein

Sie ( die Briten) sollen es schon spüren, das damit auch einige Nachteile verbunden sind , mit dem Austritt, und diese Konsequenzen müssen sie auch tragen.

Ob man das tatsächlich in zwei Jahren schafft bis der britische EU Austritt dann durch ist...ich hab da meine Zweifel.

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Alfred 29.03.2017, 18:20
7. Boerse bleibt getrennt! Welch Glueck

Waehrend des Commonwelth weltweit gerafft und jetzt ploetzlich Geberland.
Das konnte nicht gut gehen.
Kastendenken hat in unserer offenen Europaeischen Gemeinschaft nichts verloren.

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Proggy 29.03.2017, 18:20
8.

Zitat von Achim Kaunert
Wenn man im anderen Thread sieht, wie auf die EU und Deutschland eingedroschen wird, ist diese Reaktion nur gut. Die EU wird gut verhandeln, und es wird hoffentlich ein Ergebnis kommen, das für alle gleichwertig ist. Wenn GB den Zugang zum Binnenmarkt behalten möchte, müssen sie Zugeständnisse machen, oder sie werden ihn verlieren. Wenn aber Boris meint, kein Deal ist auch gut, zeigt er nur, dass er sich würdig in die Riege der blonden Deppen eingereiht hat.
Na ja, auch Mrs. May sagte 'Lieber keinen Vertrag, als einen schlechten Vertrag' - und sie ist maßgeblicher, als Boris Johnson.
Es bleibt zu hoffen, dass die EU zu fairen Verhandlungen bereit ist - in beiderseitigem Interesse. Die Töne von Frau Merkel und Co. werden schon moderater - sie haben mittlerweil wohl mal genauer nachgerechnet und überlegt, was wohl allein auf dem Fischerei-Sektor mit den EU-Fangflotten passiert, denen über 70% der Fanggründe ggf. verloren gehen. Die Banken und die Automobilindustrie werden auch ein Wörtchen mitreden dürfen, wenn es kein wirtschaftliches Beben geben soll.
Die Hoffnung auf einen vernünftigen, sachlichen Brexit wächst.
Es wird wohl doch nicht so heiß gegessen, wie es medial gekocht wurde.

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Grummelchen321 29.03.2017, 18:21
9. Wozu

Raus ist raus.Die EU darf den Engländern absolut keine Zugeständnisse machen.Wenn sie merken das der Austritt doch ein Fehler war,nehmen sie die ganze Hand wenn man ihnen den kleinen Finger reicht.Schon würde das Rosinenpicken wieder los gehen.

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